Feb
06
2008

Trittbrettfahrer unterwegs

Hach ja – schon manches Mal habe ich zugeben müssen, dass ich einfach nicht dreist genug bin, um richtig Kohle zu machen. Immer diese Gewissensbisse! Doch eigentlich ist es ganz leicht – gerade für einen Mann meiner Erfahrung und meines Renommees 😉 . Ich muss nur mein Hobby zum Beruf machen!

Aber wie? Geocaching-Bauchläden mit Coins, Dosen und Aufnähern gibt es schon en masse. Aber reich kann man damit wohl auch nicht werden. Diejenigen, die ich kenne, haben darüber hinaus auch ein großes Herz und sponsoren viel.

gpsadventures Ein Versuch, die Geocacher selbst „auszunehmen“, ging ja vor einiger Zeit (2006) schon mal grandios in die Hose: www.gps-adventures.de von x-factor wurde im grünen Forum zerrissen (wobei der Argumentationsstil von x-factor wesentlich dazu beitrug). Auch 4lagig-deluxe machte eine Bestandsaufnahme.

gc_profis_003Jetzt sind die Nachahmer schlauer geworden: Sie versuchen gar nicht erst, mit Geocachern über Ihre Konzepte zu reden, sondern sie machen einfach! Zum Beispiel das Portal „groops“, die ich an dieser Stelle nicht mit einem Link adeln will. Die Idee dahinter: Einfach da anmelden, und dann Leute treffen, die das gleiche machen. Das klappt bestimmt für viele Hobbys, aber ausgerechnet beim Geocaching wohl nicht. Hier gibt es doch reichlich Events, und das Hobby schreit ja geradezu nach einer Vernetzung übers Internet. Unter Kontaktarmut leidet da wohl kaum einer. Fazit: Am Bedarf vorbei!

gc_profis_009Na, dann doch lieber Geocaching als „Incentive“ wie bei nebenstehender Firma. Normalerweise kann man sich da mit Allrad-Touren, Bogenschießen und skandinavischen Festen austoben, und neuerdings mit Geocaching. Das veranstaltet die Aalener Firma überall in Deutschland. Auf dem Flyer der Firma liest man eine im wesentlichen zutreffende Schilderung unseres Hobbys. Die Preisliste indes treibt mir Schweißperlen auf die Stirn. 970 Tacken entsprechen ungefähr 100 pro Nase. gc_profis_001
Als „Sahnegupf“ – um im Jargon zu bleiben, gibt es noch Extras wie diese:
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gc_profis_004 Und noch andere schwimmen mit:: Im Schwabenländle kann der gelangweilte und nach neuen Herausforderungen für echte Kerle lechzende Mensch auch mal Geocaching probieren. Ist ja klar, denn Kanufahren, Höhlentouren und Kletteraktionen, was das Unternehmen seit 1997 feilbietet, wird natürlich auf Dauer langweilig. VIel adrenaliniger sind da schon Aktionen wie Night-Caching! Sowas lässt sicherlich das Blut in der Adern gefrieren, naja – wenn’s ausreichend kalt ist. Vorteil für die Verantwortlichen: Wenn sich nicht gerade jemand an der Tupperdose schneidet oder sich mit dem GPS verletzt, das auf den Fuß gefallen ist, ist das wirklich eine vollkommen risikolose Risikosportart. DIe Tarife klingen gegenüber Trendsmobil regelrecht moderat:
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Sehr lobenswert hingegen: Die Veranstalter weisen darauf hin, dass für diese Aktion nur eigene Caches gelegt sind, die nicht im Internet gelistet sind.

Und dann gäbe es noch organisiertes Rudelcachen in Form eines Betriebsausfluges. Sowas bietet bitou.de an. In einer Reihe mit der Bauernolympiade übrigens. Preise sind im Angebot nicht zu finden. Näheres erfährt man aber auf Anfrage. Auch hier wird Geocaching an sich wieder ganz ordentlich erklärt. Was mir allerdings gar nicht gefällt: Die Firma schreibt:

„Geocaching eigent sich für die Kleingruppe genauso wie für Großgruppen mit mehreren Hundert Teilnehmern.“

Das ist mein ganz persönlicher Alptraum: Mit einer Hundertschaft durch den Wald zum Tupperdosen suchen.

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Written by in: Sinn-Sachen-Suchen | Schlagwörter: ,

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