Apr
19
2013

TomTom mit neuen Navis und Sportuhren

P1050648Navi-Hersteller TomTom hat am Mittwoch in Amsterdam einige neue Navis und Sportuhren vorgestellt. Nein, die sind nicht auf dem Bild zu sehen – dabei handelt es sich um Käse im handlichen Mühlrad-Format. Ich bin – im Auftrag meiner Redaktion – nach Amsterdam gefahren und berichtete vom Launch Event (siehe meine Tweets unter @ch_link. Da TomToms auch von Cachern benutzt werden, ist das vielleicht auch was für euch.

Neue Go-Navis

P1050585GO x00-Reihe: Das sind drei Geräte, die allesamt per Bluetooth mit dem Handy gekoppelt werden können. Nicht zum Freisprechen, denn das beherrschen die Navis laut TomTom gar nicht (sic!), sondern für die Verbindung zum Internet-Stauwarner und zu anderen Live-Diensten, etwa den TomTom Places (das ist eine Art POI-Suche, aber nur von POIs, die bei TomTom gelistet sind). Heißt im Klartext: Internet-Dienste gibt es nur im Inland – außer, wenn die Chefin die Rechnung bezahlt Zwinkerndes Smiley.

Die drei Geräte unterscheiden sich in der Displaygröße: 4,3 Zoll (Go 400), 5 Zoll (Go 500) und 6 Zoll (Go 600). Letzteres ist ja schon recht fett. Man könnte damit – ausgeschaltet – schon für ordentlich Dunkelheit hinter der Frontscheibe sorgen.

Go 6000: Er hat eine SIM-Karte eingebaut, funkt also auch im Ausland munter seine TomTom-Server an. Der 6000 ist das Topmodell.

P1050587Wie sieht es aus mit Geocaching? Da wird sich wenig tun im Vergleich zu älteren TomToms. Zwar gibt es immer noch myTomTom, über das man POIs übertragen kann, ich weiß allerdings nicht, ob das TomTom-Makro mit GSAK noch immer auch bei den neuen Geräten funktionieren wird. Das Problem: TomTom hat seine Navis nicht nur äußerlich aufgehübscht (wirklich!), sondern ihnen auch noch mit Navkit 6.0 eine ganz neue Software verpasst. Die hat nun absolut gar nichts mehr mit den alten Geräten zu tun. Ein Beispiel dafür ist die neue Suchfunktion. Früher musste man sich zuerst entscheiden, ob man eine Adresse, ein Sonderziel oder etwas anderes sucht. Jetzt ruft man einfach die Suche auf, tippt was in die Suchzeile und erhält zwei Ergebnisspalten: Links Adressen und rechts Sonderziele (siehe Bild). Oder tippt auf die POIs in der Kartenansicht (das im Bild ist also KEIN Powertrail!). Praktisch.

Was gibt’s noch zu sagen zu den neuen TomToms? Sie lassen sich fast so bedienen wie Handys. Karten zoomen per Fingergesten klappt, das Drehen eines Kartenausschnittes aber leider nicht. In der 3-D-Ansicht gibt’s jetzt für alle, die noch nicht wussten, wie der Kölner Dom aussieht, niedliche Modelle während der Fahrt zu bestaunen. Praktisch, so kann man sich während der Fahrt den lästigen Blick aus dem Fenster gleich sparen. Ob das Lifetime-Karten-Update wirklich gut ist, muss TomTom noch beweisen. Denn das gilt nur so lange, wie TomTom das Gerät unterstützt. Da hat es in jüngerer Zeit durchaus Fälle gegeben, in denen so mancher enttäuscht war, dass sein quicklebendiges Auto-Navi von TomTom für tot erklärt wurde.

Wer sich dafür interessiert, sollte sich vor dem Kauf genau die technischen Daten anschauen. Ich war sehr überrascht, dass auf Nachfragen die Freisprechfunktion als fehlend bestätigt wurde und würde mich nicht wundern, wenn auch anderes “selbstverständliches” dem Rotstift zum Opfer gefallen ist. Allerdings haben wir nörgelige Deutsche noch ein extra Bonbon bekommen: Laut TomTom liegt den x00-Modellen ein TMC-Kabel dabei – damit merkt man dann auch in Paris, wie lang der Stau ist, in den man hineingefahren ist.

Sportuhren

P1050573Manche Geocacher stemmen nicht nur Filmdosen, sondern bewegen sich auch wirklich. Für die, die das noch mehr tun wollen, gibts Folterinstrumente Fitnessuhren. Und nachdem TomTom gemeinsam mit Nike einen Probequader vom Stapel gelassen hat, folgt nun etwas ganz eigenes.

MIt ordentlich Tamtam erschien dann eine Sportlerin auf der Bühne, die ich schon x-mal beim passiv-Sporteln auf der Couch gesehen hatte, aber noch nicht in echt. Lornah Kiplagat, DIE Marathonläuferin vor dem Herrn, schwadronierte ausgerechnet mit Gary Raucher (Senior Vice President Marketing von TomTom) über die Freuden des schneller-als-nötig-Laufens und sie wird nun dank der TomTom-Uhr sicher noch viel schneller den Leuten wegrennen können, die ihr ständig irgendwelche Medaillen umhängen wollen. Allerdings hat sie ja schon vor einiger Zeit mit der Rennerei angefangen.

Dennoch, was können die Rennticktacks? Grundsätzlich gibt es zwei Ausführungen. Die Multi Sport ist eher was für Radfahrer und Schwimmer) und die Runner für äh … Läufer?

Multi-Sport oder Runner?

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Beide Uhren haben ein 22 x 25mm großes, E-Ink-Display aus Gorilla-Glas, sind annähernd quadratisch und etwa 11,4 Millimeter dick und 51 Gramm schwer. Dafür gibt’s unterschiedlich schrill-bunte einklickbare Bänder, für die Multi-Sport-Uhr auch eine Fahrradhalterung. Navigationsfunktionen? Nein. Nix. Nada. Aber eine Distanz-, Tempo und Pulsaufzeichnung (per optionalem Gurt), weitere Sensoren, auch etwa für die Trittfrequenz soll es noch geben. Angucken konnte man sich in Amsterdam allerdings noch nichts.

P1050626Interessant ist die Bedienung. TomTom spricht zwar von einer Einknopf-Bedienung, es ist aber – wie bei alten Handys – ein Vierwegeknopf. Also ein Knopf, mit dem sich durch Kippen nach oben, unten, oder zur Seite durch die Menüs navigieren lässt. In der Halle ließ es sich ganz gut damit umgehen, ob das beim Laufen mit glitschigen Händen auch noch so ist, mag ich nicht beurteilen. Aber vielleicht mag man ja beim Rennen geben ein altes Ergebnis auf gleicher Strecke sein altes Ergebnis einfach nicht mehr sehen und bringt so ungeahnte Koordinationsfähigkeiten auf.

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Was mir gut gefiel: Die Uhr ließ sich ganz leicht am Rad befestigen, saß aber trotzdem gut fest. Der Uhrenkörper selbst ist nur einseitig innen gekrümmt und enthält eine Kontaktleiste für den PC-Anschluss. Durch die offene Form passt sie gleich gut an dünne und dickere Handgelenke. Mehr Infos und kompetentere Einschätzungen zu den TomTom Uhren bieten Navigation Professionell und pocketnavigation.de.

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Written by in: Allgemein |

1 Kommentar »

  • Keno sagt:

    Hi Michel,

    danke für den Artikel!

    Ich bin ebenfalls auf die TomTom Uhren gespannt, ist TomTom neben Garmin doch ein großer Vertreter der Gps basierten Navigation. Eigentlich ist es nur konsequent, dass man mit dem Know How auch im Bereich der GPS Sportuhren Marktanteile gewinnen möchte. Gerade, was die Glonass Unterstützung der Uhren betrifft, bin ich sehr gespannt. Wer weiß…vielleicht sind die Uhren wirklich so gut, wie ich erwarte….

    Viele Grüße aus Hamburg!

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