Jan
16
2012
22

Interview mit einem kommerziellen (auch-)Geocaching-Veranstalter

Die älteren erfahrenen Leser erinnern sich: Hier waren schon sehr lange Beiträge zu lesen, in denen ich warnend auf kommerzielle Geocaching-Angebote aufmerksam machte. Nun hat ausgerechnet ein solcher Veranstalter versucht, auf meinem Blog einen “freundlichen”, mindestens aber auf eine steigende Link-Popularität abzielenden Beitrag unterzuschieben. Ein Anlass, das Phänomen mal zu würdigen. Denn es wirft mehrere Schlaglichter auf unser nicht mehr ganz junges Hobby.


Als erstes erhielt ich eine freundliche Mail von einer Mitarbeiterin des Veranstalters – allerdings mit einer GMX-Privatadresse als Absender. Das ist immerhin seltsam. Sie stellte sich als verantwortlich für den Contentbereich “in Sachen GPS-Schatzsuche” vor und bot einen “sachlich informierenden Artikel zur Thematik” an. Als Dankeschön gebe es einen 50-Euro-Gutschein beim Veranstalter. Ich dachte: “Nachtigall!” Aber ich wollte das Trapsen dann schon hören, sagte also zu, mir den Text mal anzusehen, warnte schon mal vorsorglich vor der kritischen und verdammt pfiffigen Community, die über blödsinnige Geocaching-Texte blitzartig informiert ist.

Was kam, ließ meine Gesichtszüge entgleisen. Dennoch: Was kam, im Vollzitat, allerdings ohne Urheber (in diesem Fall bitte ich um Vergebung für diesen Guttenbergismus – er schützt auch die Verfasserin). Die Hervorhebungen durch mich kann man sich auf der Zunge zergehen lassen:

Zur Schatzsuche auf die moderne Art
Auch Erwachsene haben noch Abenteuerblut in den Adern und machen sich gerne auf die Schatzsuche. Mit einem modernen GPS Gerät ausgestattet geht die Suche nach dem Schatz los. Hier ist aber der Weg das Ziel. Auf der Schatzsuche läuft man nicht nur einfach dem GPS Gerät hinterher, sondern hat auch noch einige andere Aufgaben zu erledigen. Schatzkarten müssen gelesen werden und Rätsel gelöst werden. Nehmen Sie als Einzelkämpfer an der GPS Schatzsuche teil oder mit Hilfskräften. Einiges an Material zur Schatzsuche muss doch mitgenommen werden oder nicht? Wie gehen Sie die Schatzsuche an, wie Sherlock Holmes oder Hercule Poirot. Vielleicht haben Sie an Ihrer Seite auch eine Miss Marple, die mit ihrem scharfen Verstand so manches Rätsel löst.

Lassen Sie sich in die Welt des Abenteuers verführen und durchsuchen Sie mithilfe des GPS die Umgebung nach dem Schatz Ihres Lebens, dem Abenteuer. Die Suche wird natürlich nicht so leicht gemacht. Suchen Sie in der Tiefe des Bodens, in Mauervorsprüngen oder unter umgefallen Bäumen nach dem Schatz. Das GPS Gerät weißt Ihnen den Weg und die Entfernung zu dem Caches. Nur, der kürzeste Weg ist nicht immer der Schnellste. Es kann durch Bachläufe gehen, über Anhöhen muss vielleicht gekrochen werden, Felsbrocken überwunden werden und durch Dickicht gerobbt werden. Einigen aufregenden Situationen werden Sie auf der Suche nach dem Schatz schon begegnen. Die Suche kann natürlich auch verschärft werden, wenn zu der körperlichen Anstrengung auch noch kniffelige Rätsel auf den Schatzsucher warten oder komplizierte Karten gelesen werden müssen. Trotz allem wird die GPS Schatzsuche Sie nicht mehr aus den Fängen lassen. Bewegung an der frischen Luft, Spaß und Abenteuer, das ist es, was der Mensch zur Abwechslung braucht. Der Alltag ist stressig genug und ein Abenteuer kann nicht schaden. Nicht nur als Einzelkämpfer sind Sie bei einer GPS Schatzsuche willkommen, auch der Rest des Detektivbüros ist herzlich eingeladen.

Na, danke! Ich schrieb zurück, was ich von dieser Zumutung von Text hielt – ich hatte ja damit gerechnet und wollte nun aber etwas Produktives draus machen. Ich schlug vor, dass mir der Veranstalter stattdessen ein paar Fragen beantwortet. Ich hatte mit keiner Antwort gerechnet.

8 Fragen, 7 Antworten

Zuerst kam nach etwas Hin-und-Her noch eine weitere – ziemlich vergurkte Form eines Textes, der hier nichts zu suchen hat: Denn wer hier mitliest, weiß, was Geocaching ist und braucht keine – ohnehin falsche – Erklärung mehr. Ich wollte aber wissen, was jemanden zu einem kommerziellen GPS-Suche-Angebot treibt. Meine Fragen an den Veranstalter wurden so beantwortet:

1. Wie viele Menschen nutzten eure Erlebnisangebote in etwa im letzten Jahr?

Eine genau Zahl darf ich dir nicht mitteilen. Bei ca. 10000 Besuchern am Tag haben wir dann doch schon die ein oder andere Anfrage im GPS Schatzsuchen Bereich. Wie bieten dies für Einzelbucher sowie Gruppen an. Wobei 90 % unser GPS Schatzsuchen Anfragen Gruppen sind. Dies sind dann Betriebsausflüge, Junggesellenabschiede, Vereinsausflüge etc.

2. In wie vielen Städten bietet ihr die GPS-Schatzsuche an?

In 38 Städten.

3. Warum ist der Preis für die Aktionen so unterschiedlich?

Nicht alle Angebote sind gleich da Sie von der Dauer unterschiedlich sind. Des Weiteren haben wir nicht in jeder Stadt einen Guide, sodass für manche Orte extra angereist werden muss. Demnach sind dann die Preise unterschiedlich.

4. Was treibt die Leute zu einem kostenpflichtigen betreuten Geocaching-Angebot?

Einzelbucher: Kennenlernen der Natur. Spaß in einer Gruppe haben. Kennenlernen neuer Menschen.Die meisten Anfänger haben sogar Angst sich zu verlaufen und wollen deshalb einen erfahrenen Trainer dabei haben. Bei Gruppen: Teamfähigkeit stärken. etc.

5. Gibt es Leute darunter, die ganz bewusst den Weg gehen, sich von professionellen Trainern das Geocaching erklären zu lassen? Und warum  wollen die das? Gibt es dazu Rückmeldungen von Teilnehmern?

Einzelbucher: Da meistens Anfänger unsere Schatzsuchen buchen, möchten diese einfach von einem professionellen Guide mit dem Thema vertraut gemacht werden.
Gruppen: Gruppen möchten natürlich immer einen professionellen Guide. Verschiedene Firmen möchten in der Regel sogar individuelle Routen mit individuellen Schätzen, die wir  nach Absprache mit dem jeweiligen Ansprechpartner ohne Probleme planen und durchführen.

6. Ihr übersetzt auf eurer Internetseite das Geocaching etwas kurz mit GPS-Schatzsuche. Ihr vergesst aber zu erwähnen, dass es beim Geocaching nicht einfach um das Ausräubern eines Schatzes geht, sondern um ein faires Tauschen, so dass der Cache auch nach dem Fund noch an Ort und Stelle verbleibt und für die nächsten Sucher genauso „wertvoll“ ist. Warum erklärt ihr das nicht gleich von Anfang an richtig?

Da dies nicht das Ziel bei unseren Schatzsuchen ist. Unser Ziel ist Teamfähigkeit und das Arbeiten im Team zu fördern. Des Weiteren natürlich, die Natur zu genießen oder, wenn eine Schatzsuche in einer Stadt stattfindet, die Stadt mit Ihren Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Natürlich bauen wir dann kleinere Schätze in die jeweiligen Routen ein. Dies können z.B. Süßigkeiten, Getränke etc. sein. Die Teilnehmer dürfen diese Schätze dann natürlich behalten.

7. Wer betreut die Gruppen in eurer GPS-Schatzsuche? Sind das Geocacher
oder haben die noch eine weitere Ausbildung, etwa als professioneller Trainer?

Sowohl als auch. Da wir mit mehreren Guides zusammenarbeiten sind die Qualifikationen natürlich unterschiedlich. Allerdings wird jeder Guide von uns anonym getestet, da wir einen hohen Wert auf Professionalität legen.

8. Ihr tretet auch an Blogs heran und versucht auf diesem Wege, bekannter zu werden. Ist das bloßes Suchmaschinenmarketing oder glaubt ihr, über soziale Medien besser Ihre Zielgruppe zu erreichen?

Keine Antwort

Die fehlende letzte Antwort ist aber wohl der Schlüssel. Denn natürlich überschwemmen Angebote dieser und ähnlicher Art die Mail-Konten vieler Blogschreiber. Einziges Ziel ist das Anheben der Linkpopularität bei Google, damit das Angebot in den Suchmaschinen an früherer Stelle angezeigt wird. Links in Blogs werden nun mal höher bewertet als solche auf hastig zusammengestoppelten Brückenseiten.

Wer sich jetzt fragt, warum ich den Veranstalter nicht nenne, findet im letzten Abschnitt die Antwort darauf. Eine Firma, die mit dem Wort “Geocaching” wirbt, das ganze aber falsch erklärt (und damit noch bei Jagd und Forst Flurschaden anrichtet) muss ich nicht noch durch Linksetzung unterstützen. Soviel sind mir Erlebnisse, die einmalig sind, einfach nicht wert. Ich weiß nicht, wie es bei den anderen GC-Blogs aussieht, aber mittlerweile bekomme ich ähnliche Angebote im Wochentakt. Immer wieder geht’s drum, „freundliche“ Artikel unterzubringen. Aber ich mach’s nicht – lieber ein paar Monate Content-Ebbe als das.

Written by in: In eigener Sache,Interviews | Schlagwörter: , ,
Mrz
20
2008
1

Beta-Version eines neuen Browsers entdeckt

Eine echt abgefahrene Sache entdeckte Dirk, NDR. Nach seiner gestrigen Tour nach Dänemark war er zwar bestimmt auch ganz schön platt, hatte aber auch richtig Glück gehabt – einen echten Erlkönig erblickt man schließlich nicht alle Tage. Eine tolle Rahmenhandlung also.

Erst nach reiflicher Überlegung war ich so moralisch nun so sattelfest, dass ich nun das Objekt, das NDR in seinem Fotoapparat speichte, zeigen möchte: Ein neuer Brauser, äh Browser. Da isser:

Browser-Beta 1 Browser-Beta 2

Written by in: Lustiges | Schlagwörter: ,
Jan
29
2008
1

Cachen 2012: Das Abo

Doping für gestresste CacherNeulich, im Jahre 2012 beim Cachertreffen. Irgendwo im Nirgendwo.

Erwin schüchern: „Ja, hallo zusammen! Ich bin der Erwin. Ich hab gerade mit dem Geocaching angefangen!“

Cacher-Opa guckt desinteressiert. Cacher-Proffi (er heißt so, weil er seine Doktorarbeit übers Geocaching geschrieben hat) sabbelt weiter mit Micro-Dosi.

Erwin, etwas lauter: „HALLO! ICH BIN DER ERWIN!“

Cacher-Opa weiß, was Höflichkeit ist und quetscht sich ein „Moin!“ ab. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Erwin: „Machst du das schon lange?“

Cacher-Opa: „Seit 2002. Damals waren die Satelliten noch aus Holz, und die GPS-Empfänger mussten wir selbst bauen. Die wogen dann fast 20 Kilo. Und Caches gab es fast noch gar keine hier. Da war dann immer eine mehrtägige Expedition fällig! Das waren noch Zeiten!“ Opa hustet, streichelt auffällig sein Cacher-Verdienstkreuz am Bande.

Erwin, ehrfürchtig: „Da hast du ja bestimmt schon eine ganze Menge gefunden! ich hab gerade erst 20 Caches geloggt.“

Cacher-Opa: „Och, ich hab nur 312. Meistens komme ich nicht zum Cachen, weil im grünen Forum immer so viel los ist. Aber dafür sind meine Caches alles Multis. “ Cacher-Proffi und Micro-Dosi werden aufmerksam und holen schon mal tief Luft.

Cacher-Proffi: „Da kann ich über! 8798!“

Worauf Micro-Dosi hackt: „Hähä – 12023!“

Cacher-Proffi weiß: „Klar, weiß ich doch. Aber du hast die Hälfte davon ja gar nicht selbst gefunden, also bleiben nur noch 6000 übrig.“

Erwin fragt schüchtern: „Wie? Was? Was meinst du denn damit: Nicht selbst gefunden?“

Cacher-Proffi genervt: „Na, ist doch klar: Er hat ein Abo!“

Erwin geschockt: „Und wie geht das?“

Cacher-Proffi erklärt es langsam, so wie man es einem kleinen Kind etwas beibringt: „Da bezahlt man Geld an einen fremden Onkel, und der loggt dafür Caches, wenn man selbst keine Lust hat, loszugehen.“

Erwin: „Machen das denn viele?“

Micro-Dosi hat sich wieder gefasst: „Klar, und noch ganz andere Sachen. Zum Beispiel kannst du tageweise Guides für eine Gegend buchen. Die stellen dir eine Tour zusammen, haben immer eine Ersatzdose dabei und verraten auch alle Hints. Notfalls, zum Beispiel, wenn du dich nicht bücken willst, machen sie auch das für dich. Gegen Aufpreis übernehmen sie auch das Loggen – auf Papier und sogar Online. Und mit Spezialpaket nehmen sie dir sogar das Handling mit diesen doofen TBs und Coins ab. Ich habe noch das Add-On-Paket Foto gebucht. Da musste ich nur einmal ins Studio, und jetzt bekomme ich Beweisfotos für alle möglichen Orte, wo ich niemals hinwill. Klasse Sache!“

Cacher-Proffi: „Klar, Mann! Ich habe zum Beispiel einen Berater, der mir ständig die cache-trächtigsten Gegenden verrät. Außerdem hält er mich über die Konkurrenz auf dem Laufenden.“

Erwin wird neugierig: „Konkurrenz? Ich dachte, das ist nur ein Hobby?“

Cacher-Proffi mitleidig: „Ja, für dich Anfänger vielleicht. Aber wenn ich in der Hitliste Plätze verliere, dann springen die Sponsoren ab.“

Erwin glotzäugig: „Spon…so…ren?“

Micro-Dosi stöhnt: „Du weißt aber auch garminix! Jeder Spitzencacher hat natürlich Sponsoren. Die versorgen Leute wie uns mit Cache-Mobilen, Kraftnahrung, PDA-Phones und außerdem mit Outdoorklamotten und allem anderen. Ich habe zum Beispiel einen Werbevertrag bei T-Mobile.“

Erwin staunt: „Und was musst du dafür tun?“

Micro-Dosi unschuldig: „Nichts. Nur immer mit der Signatur: „Dieses Log wurde Ihnen präsentiert von T-Mobile“ loggen.“

Und Cacher-Proffi ergänzt: „Und ich arbeite beim Cachen für diverse Landesvermessungsämter, prüfe die Karten für Navteq und lege noch Dosen für Tourismus-Verbände.“

Erwin: „Hast du dafür denn noch Zeit?“

Der Cacher-Proffi beugt sich herüber und sagt gönnerhaft: „Logisch! Was ist denn schon dabei. Einmal mit dem Panzer durch den Wald und alle 161 Meter eine Filmdose ins Gebüsch schmeißen. Das ist doch ruckzuck gemacht. Die Cache-Beschreibung generiert der Phrasengenerator automatisch und das Veröffentlichen macht ein GSAK-9-Makro mit links.“

Erwin, nah der Panik: „Aber …  das ist doch nicht schön! Und was sagen überhaupt die Reviewer dazu?“

Cacher-Proffi und Micro-Dosi lachen: „Die haben wir alle im Sack! Was denkst du denn? Ohne Cacher wie uns wär doch nichts mehr los in Deutschland.“

Erwin steht auf, dreht sich abrupt um. Im Rausgehen murmelt er: „Nee, nicht OHNE euch, sondern WEGEN euch!“

Cacher-Proffi, Micro-Dosi und Cacher-Opa gucken sich an und feixen: „Saugut! Wieder ein Newbie weniger! Wollen wir morgen mal eine kleine Tour machen? Sind wieder ein paar schöne Latsch-Multis draußen.“

Cacher-Proffi kichert: „Klar Mann. Ich muss nur noch geschwind meine Sherpas losjagen, ein GPS kaufen.“

Und Micro-Dosi: „Ich nehme lieber meine Colorado-Tüte in den Wald.“

Written by in: Lustiges | Schlagwörter: , ,
Jan
18
2008
1

Kriminell

ist es, wenn jemand absichtlich Caches von anderen zerstört. Machen manche aber.

Richtig heavy wird’s, wenn man eine Aufforderung, Micros zu verbrennen, auf einer Geocoin findet. Glaubst du nicht? Gibt’s aber:

Die Micro-Hasser-Coin: ?We don?t need no water, let the grummy micros burn!?Besonders witzig die Unterschrift der Quest Master’s „Burning Micro III“-Coin: We don’t need no water, let the crummy micros burn!“. Sie wird bei Ih-Bäh für rund 10 Dollar verkauft. So weit sind wir also schon: Bücherverbrennung wird hoffähig?

So scheint’s: Bei einem Event der Space Coast Geocachers Association (SCGA) wurde tatsächlich ein Haufen Micros angezündet, wie ein Forumsbesucher schreibt und ein anderer mit „Sweet!“ virtuell beklatscht.

Ich meine immer noch: Man muss ja nicht jeden Cache suchen. Wenn Micros nicht genehm sind, dann vergreift man sich eben nur an größeren Dosen. Es liegt selten an der Cachebehältergröße, ob ein Cache gut ist oder nicht.

Written by in: Sinn-Sachen-Suchen | Schlagwörter: , ,
Jan
17
2008
0

Microsoft hat keine Ahnung, was Geocaching ist

Auf dieser Seite gibt es lustige Sachen zu lesen:

Man staunt: M$ schlägt Geocaching als Familienbelustigung vor

Anschließend folgen einige Tipps, mit denen M$ Autoroute angedient wird. Und dann kommt’s: Microsoft erklärt uns , dass wir einen GPS-Sender brauchen. So ein Mi$t! Ich habe keinen. Geocaching: Da versteckt man Süßigkeiten im Wald - ja, nee, is? klar!

Written by in: Echos von Muggels | Schlagwörter: , , ,
Jan
16
2008
1

Cacher-Typen

In der letzten Zeit häufen sich in Foren Manifestationen über die einzige Art des Cachens. Alle liegen natürlich falsch, denn die einzig wahre Art des Dosensuchens praktiziere natürlich ich. :-) In meiner langen qualwechselvollen Cacherlaufbahn sind mir bislang folgende Typen begegnet:

  • Naturburschen: Der Cache an sich ist egal, Hauptsache, es geht mindestens fünf Kilometer dahin, wo kein Auto mehr fahren, geschweige denn parken kann.
  • Spezialausrüstungsanwender: sind prinzipiell der Meinung, das ein Cache, zu dem man nicht wenigstens Kletterausrüstung, Boot, Nachtsichtgerät UND pH-Messgerät benutzen muss, gar keinen Spaß machen kann.
  • Logistiker: Verwandt mit der vorigen Gruppe, aber besonders gewieft, alles so zu verpacken, dass es in die Hosentasche passt. Klappt das nicht, entpuppt sich der Logistiker häufig als Meister im Auftreiben von Lasteseln.
  • Planer: Wissen vorher schon genau, wann sie an welchem Cache sein werden. Bohrt man nach, spuckt der Experte auch Sonnenauf- und Untergangszeiten sowie die exakten Benzinverbrauchsdaten aus, und: den optimalen Zeitpunkt für die nächste Nahrungsaufnahme.
  • Optimierer: Nahe verwandt mit dem Planer. Verzichtet aber auf überflüssige Pausen, isst grundsätzlich im Gehen und loggt per Boulter-Standardlog: „TFTC“. Weiterer Text bringt schließlich keine Punkte.
  • Bummler: Lassen sich von Dose zu Dose treiben, wissen ein Eiscafé am Wegesrand oder ein geöffnetes Museum zu schätzen.
  • Minimalisten: GPS in der Tasche reicht. Auf Ersatzakkus, Cachebeschreibung und angepasste Kleidung wird verzichtet. Schließlich haben unsere Urahnen auch schon ohne sowas Sachen gefunden.

Nach einem Klick geht’s weiter

Written by in: Allgemein,Lustiges,Sinn-Sachen-Suchen | Schlagwörter: , , ,

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