Jun
30
2013
0

Monterra: Noch’n Video

Kurz bevor ich den Garmin auf die Reise zum nächsten Tester geschickt habe, bin ich damit noch mal kurz rausgegangen auf die Straße und habe damit einen Cache in der Nähe gesucht und mich (schon wieder) dabei gefilmt. Ich sabbel mich durch ein paar Menüs und ärgere euch ein bisschen mit den Spiegelungen auf dem Display.

Ein weiteres Video, in dem wir (alligateuse, Pericula non timeo, Marmotte und Kirsten von den Such&Finde-Füchsen) uns mit dem Gerät beschäftigen, gibt’s hier.

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Aug
24
2011
21

Garmin Montana – erste Eindrücke

Viele warten auf den Montana. Einige haben ihn schon, aber noch ist wenig im Netz darüber zu lesen. Er ist groß, fast ein Riese im Vergleich zum Faustkeil Dakota. Und wuchtig. Das teilt selbst Garmin-Fanboys in zwei Lager: Diejenigen, die es am liebsten gleich hätten und diejenigen, denen es nicht in die Tüte, geschweige denn in den Cache-Rucksack kommen mag. Frau alligateuse und Herr ksmichel hatten das Glück, die neuen Garmin-Klopper schon einmal anzutesten. Ein Bericht.


Vergleicht man ein heutiges Outdoor-Navi mit den ersten Geräten, mit denen wir damals das Cachen begonnen haben, dann liegen Welten dazwischen: Damals gab’s keine Karten, die Displays waren monochrom, Akkus hielten drei Stunden, und im Sommerwald war unter dem Blätterdach der Empfang öfters mal weg. Das alles sollte man sich vor Augen halten, um die Detailkritik an modernen Geräten richtig einordnen zu können. Denn die Entwickler haben eine Menge recht großer Felsbrocken aus dem Weg geräumt.

 

Unboxing: Wie Weihnachten

Als der Postbote klingelt und der Absender auf dem Paket erkenntlich wird, fliegen die Füße nur noch die Treppe rauf. Jetzt wird ausgepackt! Es ist wie Geburtstag. Obwohl alligateuse weiß, was drin ist, ist sie doch sehr gespannt, wie es dann tatsächlich aussieht und wie es sich anfühlt. Und dann liegt es da, zusammen mit dem Zubehör, auf dem Wohnzimmertisch.

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Bild Unboxing mit Einzelteilen

Die Lieferung besteht aus

  • Montana 600/650/650t
  • Lithium-Ionen-Akkupack
  • USB-Kabel
  • Netzladegerät
  • Schnellstartanleitungen

Modellpolitik

Garmin bringt drei Geräte aus der Montana-Reihe: die wichtigsten Unterschiede:

  • 600: KEINE Kamera, (orangeroter Rand)
  • 650: Kamera (gelber Rand)
  • 650t:Kamera und Freizeitkarte (EU), grauer Rand)

Was nach dem Auspacken auffällt …

ist die Beigabe eines Netzteils (inklusive Adapter für US-Steckdosen). Wie nach Infos dürstende sicher schon wissen, hat das Montana einen eigenen Akku (3,7 Volt, 2000 mAh), mit dem es sich laut Garmin rund 16 Stunden betreiben lässt. Frau töse konnte es auch nach einer ausgiebigen Power-Cachetour von rund 12 Stunden nicht in die Knie zwingen. Falls das doch mal passieren sollte, lässt sich das Gerät auch mit drei AA-Akkus betreiben, was für eine Laufzeit von rund 22 Stunden sorgen soll (und auch tut). Allerdings reduziert sich dann die maximale Helligkeit ein wenig. Der eingebaute Hauptakku lässt sich übrigens ins Gerät eingelegt per Ladegerät (oder am USB-Anschluss) laden, die Akkus hingegen nicht – wohl, weil verhindert werden soll, dass versehentlich herkömmliche Batterien geladen werden.

Das Look and Feel: Als Frau töse es in die Hand nimmt, ist sie angenehm überrascht, denn es liegt gut in der Hand, auch in einer Frauenhand, die nicht riesig ist, aber auch nicht zart. Es „passt“, ist wie für sie gemacht. „Für mich auch!“ denkt ksmichel und zählt schon mal das Geld in der Spardose. Das Montana ist auch leichter als es aussieht, aber es wiegt natürlich viel mehr als das kleine, niedliche Dakota 20.

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Bild: Magellan Explorist 710, Garmin Montana 650t und Garmin Dakota 20

Äußere Form: Sie  erinnert an die Oregon-Serie, so als wäre sie jetzt erwachsen und groß geworden. Die Dimensionen sind so bemessen, dass das Display sogar 1-Zoll größer ausfällt als beim Oregon, nämlich 4-Zoll, irgendwie scheint das Montana nur aus Display zu bestehen, doppelt so groß wie beim Dakota.

Gehäuse: Es  besteht aus dunkelgrauem Kunststoff. Das Material ist ein wenig stumpf. Ist der Kunststoff allzu glatt, kann einem das GPS schon mal aus der Hand rutschen. Das ist alligateuse mit dem 60er damals häufiger passiert. Immerhin 289 g mit Akku (332 g mit AA-Akkus) drückt es auf die Waage. Und wie fasst es sich an? Wer große Hände hat (so ab Handschuhgröße 8), wird es auch einhändig bedienen können. Allerdings sorgt das hohe Gewicht, dass dies bisweilen etwas anstrengend wird und dass man sich längere Daumen wünscht. Besonders beim Fotografieren sorgt die Lage der Auslöseschaltfläche bei Einhandbedienung für eine Verwacklungsgarantie.

Vorm Einschalten: Der erste äußere Eindruck

Bedienelemente: Von vorne besteht das Gerät quasi nur aus dem Display und hat keine weiteren Bedienelemente. Die Taste für das Ein- und Ausschalten und Regeln der Display-Beleuchtung findet man oben an der rechten Seite des Geräts. Das ist auch die einzige Taste, die das Gerät besitzt.

Rückseite: Auf der Geräterückseite weit oben oben befinden sich die Anschlüsse für Mini-USB und (prima!) eine externe Antenne mit MCX-Anschluss sowie der Anschluss für die Kopfhörer. Dazu muss jeweils eine flexible Gummidichtung aufgeklappt werden, die die Anschlüsse vor äußeren Einflüssen schützen soll. Beides ist vollständig in das Gehäuse integriert und nicht erhaben, sondern schließt mit der restlichen Oberfläche ab.

Batteriefach: In der Mitte sitzt der Batteriefachdeckel, der wie beim GPS 60 nur mit einer Schraube festgesetzt wird. Um den Deckel zu öffnen, muss man einfach den D-Ring einmal eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn drehen, und schon lässt sich der Deckel abheben. Darunter gibt es jetzt aber mehr zu sehen als beim Oregon oder Dakota. Denn das Montana läuft nicht nur mit drei AA-Batterien oder Akkus, sondern kann alternativ auch mit einem wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Akkupack (2000 mAh) betrieben werden. Beides kann kombiniert werden, soll heißen: Man fängt mit einem vollgeladenen Akku an, sobald der alle ist macht man mit den AA-Batterien/Akkus weiter. Toll: Der Garmin-Akku lässt sich im Gerät eingelegt mit dem mitgelieferten Netzteil laden.

Speicherkarten: Wie bei Garmin üblich, muss man zum Einlegen einer Micro-SD-Karte (bis 32 GB) die Akkus aus dem Batteriefach nehmen. Die Akkus/Batterien werden wie üblich eingesetzt. Gut: Es gibt eine Hilfe zum „Richtig-rum-Reinlegen“ von Akkus und Akkupack. Die Akkus/Batterien sitzen sehr stramm. Doch dies gibt sich mit der Zeit, das war bei unseren Vorgängergeräten jedenfalls immer so.

Befestigung: Am unteren Teil des Gehäuses kann in einer Art Öse eine Handschlaufe befestigt werden, das ist auch beim Dakota oder Oregon so. Allerdings ist die Öse recht klein geraten und alligateuse und ksmichel finden, dass der Montana für diese Art der Befestigung einfach zu schwer ist. Da fehlt noch eine bessere Lösung.

Kontakte: An der Seite befinden sich die Kontakte, die, wenn in die Autohalterung eingesetzt, die Sprachansagen zum Lautsprecher übertragen. Das haben wir allerdings noch nicht ausprobiert, da wir keine Autohalterung zum Ausprobieren zur Verfügung hatten.

Innere Werte: Brot und Butter

Betriebsbereit: Das Gerät, vollbepackt mit einer Topo 2010 und rund 2000 Caches ist nach dem Einschalten nach rund 16 Sekunden startklar. Das ist flott. Wann immer man ein neues GPX auf das Gerät überspielt, verlängert sich dieser Zeitraum etwas für das Neuanlegen des Indexes.

Die Helligkeit des Displays ist ein sauberer Kompromiss zwischen den gleißend hellen Garmin-Navibildschirmen, mit denen sich schon mal ein Flugfeld befeuern lässt und einem reduzierten Stromverbrauch. Im Vergleich zum Dakota oder anderen Geräten fällt auf, dass das glänzende, mit 4 Zoll Diagonale fast schon riesige Display des Montana auch als Schmink- respektive Rasierspiegel herhalten kann. Bei praller Sonne muss man dann schon die Helligkeit auf 90 Prozent aufdrehen, um den Spiegelungen Herr zu werden. Bei bedecktem Himmel kann man im Gegenzug auf die Beleuchtung auch völlig verzichten, was der Akkulaufzeit zugute kommt. Die in einigen US-Foren monierten Schwierigkeiten beim Kalibrieren des Bildschirms konnte ksmichel leider nachvollziehen: Mehrfach waren bestimmte Schaltflächen in der Firmware 2.7 einfach nur dadurch zu aktivieren, dass man erheblich daneben tippte. Auch mehrfaches Neukalibrieren verbesserte die Situation nur mäßig. Hallo Garmin: Handlungsbedarf!

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Bilder: Der Finger tippt auf die zweite Zeile, es reagiert aber die erste – auch wiederholtes Kalibrieren brachte keine Abhilfe – das Bild wurde übrigens mit der Kamera des zweiten 650t aufgenommen. Seltsamerweise trat dieser Kalibrierfehler nur bei EINEM Testgerät auf. Rechts: Bei bedecktem, aber hellem Himmel erübrigt sich das Anschalten der Beleuchtung – Dieses Bild wurde mit einer gewöhnlichen Kamera aufgenommen Zwinkerndes Smiley

Kein Multitouch: Praktisch jede Testperson hat es versucht: Mit zwei Fingern die Karte wie auf dem Smartphone auseinanderziehen und Zoomen. Aber leider: Multitouch geht nicht beim Montana. Was für die Wunschliste.

Flip-Modus: Das Gerät lässt sich sowohl querkant als auch hochkant bedienen, der Bildschirminhalt dreht sich mit. Kleiner Schönheitsfehler dabei: Wer das Gerät einmal ablegt, kann es aufgrund der symmetrischen Geometrie schnell mal falsch herum wieder aufnehmen, also so, dass die Unterseite nach oben zeigt. Der Bildschirm dreht sich in diesem Fall nicht mit, die Karte und Beschriftung steht also auf dem Kopf. Das müsste nicht sein, ein farblich besser hervorgehobener Garmin-Schriftzug auf dem Gehäuse beziehungsweise Griffmarken am Gehäuse würden dem abhelfen. Noch einfacher wäre es natürlich, die “Drehbegrenzung” einfach ganz aufzuheben. Sie hat ohnehin keinen Sinn. Die Flip-Funktion des Bildschirms reagierte im Test ein wenig störrisch, und zwar umso mehr, je horizontaler das Gerät gehalten wurde. Wer diese Haltung gewohnt ist, sollte das automatische Rotieren besser ausschalten, so wie es auch Frau töse nach einigen Stunden getan hat.

Empfang: Im Vergleich zum Dakota und zum 60cx lässt sich kein großer Unterschied feststellen. Das Gerät ist empfindlich. Auffällig ist, dass der Track in der Voreinstellung bei Ehrenrunden (etwa dem Umrunden eines Häuserblockes, weil man den Abzweig verpasst hat), zuerst nicht sichtbar ist. Erst wenn man sich wieder dem Ziel nähert, werden die Trackpunkte nachträglich angezeigt. Schade: Die neuen Etrexe sind für die Zukunft besser gerüstet. Denn sie sind auch in der Lage, die russischen Glonass-Satelliten zu empfangen und auf die Galileo-Navigation vorbereitet. Letztere dürfte allerdings wohl erst 2014 so langsam losgehen.

Karten: Ein Kartenzwerg ist der Montana nicht gerade. Auf dem Gerät gibt’s reichlich Speicherplatz dafür: Auf dem 600/650 sind es 3 GB, beim 650t sogar 3,5 GB. Er verdaut alle bisher schon üblichen Formate, also auch die empfehlenswerten OSM-Wanderreitkarten. Die t-Variante des Montana bietet bereits eine Freizeitkarte (Recreation Map) für Topografie, die allerdings nicht den hohen Detaillierungsgrad einer “echten” Topo aufweist. Für die 50 Euro Aufpreis erhält man allerdings Europa mit Wohnstraßen und ordentlichen Geländekonturen. Beim schnellen Hin- und Herschalten zwischen “echter” Topo 2010 und der fest verdrahteten fehlte in der Stadt nicht viel (siehe Bilder).

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Bilder: Links Recreation Map (im 650t) und rechts die Topo 2010. Das Straßennetz in der Recreation Map umfasst auch kleinere Wohnstraßen und einige Wanderwege. Die Topo zeigt auch Einzelhausumrisse und hat Routing-Eigenschaften (auf die man sich aber nicht allzu sehr verlassen sollte).

Routing: Beim Wegesuchen lässt sich nach vier Modi (Auto, Motorrad, Fahrrad, zu Fuß) wählen, außerdem gibt es die Luftlinienrichtung. Nach der Zielwahl lässt sich auch noch mal eine andere Methode wählen (etwas umständlich über “Zieleingabe / Routenaktivität ändern”. Generell gibt’s die Wahl zwischen der kürzesten und der schnellsten Route. Letztere bringt bei Wahl der Topo-Karte aber keine vernünftigen Resultate (dafür ist die Topo auch nicht gemacht).

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comp_185comp_340Bilder: Oben links: Fußgänger-Routing per Topo funktioniert sogar mit detaillierten Abbiegeanweisungen. Rechts und unten: Nüvi-Feeling beim Autofahren. Den Puristen stören noch Übersetzungslücken: “Speed” heißt hierzulande Geschwindigkeit, und ein “ß” wird als Großbuchstabe zum Doppel-s.

 

 

Adress-Suche: Absurderweise ist nämlich in der Topo-Karte die Adress-Suche ausgeschaltet. Das ist nichts Neues, aber zunehmend ärgerlich. Daran ist die Tatsache schuld, dass den Topo-Karten zwar Straßennamen hinterlegt sind, aber keine durchsuchbare Datenbank für die Adress-Suche. Dass sich das einmal ändern wird, steht zu erwarten, nur wann, ist noch nicht spruchreif. Die fehlende Adress-Suche der Topo ist aber eine Grundfunktion, die jeder von einem Gerät der 600-Euro-Klasse erwarten darf. Dass das Routing funktioniert, ist demgegenüber sekundär. Immerhin ist das eingebaute Fußgänger-Routing ganz ordentlich, wenn auch mancher Weg suboptimal ist. Dass die Topo-Karte sich nicht fürs Autorouting eignet, ist aus sich heraus eigentlich auch nicht verständlich, aber wenn man weiß, wie die Karten entstanden sind, nachvollziehbar. Wer unbedingt Adressen mit dem Montana suchen will (und nicht mit seinem 100 Euro-Handy), muss wohl oder übel die City Navigator-Karten zusätzlich kaufen (ab 40 Euro für DACH). Man denke sich: Der arme Käufer eines T-Gerätes hat dann drei Karten dreimal bezahlt: Die eingebaute Basiskarte (oder beim t-Modell die nicht updatefähige Freizeitkarte, die Topo, und die Straßenkarte. Das ist in Zeiten von Kostenlos-Karten auf Smartphones nicht mehr vermittelbar.

Kompass: Wir haben zum Testen ausgerechnet den Cache “Der magnetische Nordpol” von Mystphy gemacht. Er bietet zwar keine Todesmagneten zum Selbstversuch, aber immerhin reichte es, um den im Montana eingebauten Kompass so zu irritieren, dass er beständig in die falsche Richtung wies. Eine Neukalibration war – im Gegensatz zu Foren-Gezeter über einige Modelle mit älterer Firmware – ebenso einfach wie wirkungsvoll.

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Bild: Verwirrter Magnetkompass zeigt nach links, während der Peilstrahl leicht rechts vorschlägt. Eine Neukalibration des Kompasses brachte das wieder in Ordnung.

Kamera: Unter einer runden, rund 15 Millimeter großen Öffnung liegt geschützt das Objektiv der 5 Mega-Pixel-Kamera (nur bei den 650er Montanas!). Die ist gegenüber dem Oregon erheblich verbessert und hat nun einen Autofokus: Wenn der recht große Fokusrahmen grün eingefärbt ist, wird durch das Loslassen des Auslösers mit einem annehmbaren Beweisfoto belohnt. Für Fotos bei schwachem Licht gibt es einen Extra-Modus, der es teilweise mit dem Luminanzrauschen ein wenig übertreibt und teilweise Bildbereiche einfärbt (siehe Bilder). Trotzdem: Wer keine richtige Kamera mitschleppen will, kann damit prima „Beweisfotos“ beim Earthcache schießen oder das Ehrenkodex-Foto am T5er. Und: Hinweise in Multicaches. Was sich ksmichel noch wünscht: Es ist genug Platz auf dem Display, eine kleine kleine Anzeige (grün/gelb(rot)) zum Signalisieren des GPS-Empfangs einzubauen. Dann sieht man sofort, ob für das Geotagging ein GPS-Signal verfügbar ist.

Garmin Montana 650t: Das Foto zeigt in der Mitte einen roten Farbstich an den Rändern einen grünen

Bild: Rotstichige Mitte, Grünstich am Rand

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Bilder: Geotagging: links ein angewähltes Icon. Es zeigt, dass hier ein Foto gemacht wurde. Rechts das Foto und die Aufnahmedaten

Barometer: Die Druckdose im Garmin ist überraschend genau. Und endlich ist es auch wieder möglich, auszuwählen, ob statt der barometrischen auch die GPS-Höhenmessung verwendet werden soll. Die ist zwar nicht so genau wie eine gut kalibrierte Messung über die Barometer-Funktion, aber: Wer mal im Flugzeug scherzeshalber eine Höhenmessung macht, wird den Unterschied bemerken. Bei reiner Barometermessung fliegt das Maschinchen aufgrund des abgesenkten Kabinendrucks nämlich ständig auf etwa 3000 m Höhe. Der Vergleich der Montana-Barometer-Werte mit den Messwerten von Wetterstationen ergab eine erfreuliche Übereinstimmung.

Kartenaufbau: Beim Verschieben der Karte gibt’s kaum noch Wartezeiten, selbst bei hoher Detaillierung. Im Menü ist gleichwohl ein Punkt namens “schneller Kartenaufbau” enthalten: Gefühlt schoben sich die Karten aber auch ohne Aktivieren dieses Punktes schnell genug. Aus dem Handbuch war auch zu entnehmen, dass die Deaktivierung des beschleunigten Kartenaufbaus die Akkulaufzeit verlängert. Empfehlung daher: Ausgeschaltet lassen.

Handbuch: Auch im Montana befinden sich das ausführlichere Bedienhandbuch (OM.pdf) und die Schnellstartanleitung (QSM.pdf) im Gerätespeicher (Garmin/files/PDF). Die Handbücher liegen in vielen Sprachen vor, jeweils als PDF. Die sollte man sich auf seinem Rechner ablegen, Es lohnt sich: Beim Experimentieren mit dem Gerät kann man sich die Anleitung dann am PDF-Reader parallel anschauen.

Software: Die Firmware (aktuell 3.10) ist schon recht rund. Angenehm ist beispielsweise der Schubladen-Modus. Erst in zweite Linie gebrauchte Dinge werden einfach in eine zweite Einstellebene verfrachtet, die sich durch Antippen eines kleinen Pfeils am unteren Bildschirmrand öffnet. Sollte man dann der Meinung sein, dass man den einen oder anderen Punkt häufiger braucht, kann man ihn durch Ziehen und Ablegen auf dem Hauptbildschirm platzieren. So hat man etwa beim Cachen ruckzuck Zugriff auf die Kamera. Zu gelegentlichen Abstürzen kommt es dennoch: Etwa wer versucht, einen Direktzugriff für die geführte Navigation nach Hause im Geocaching-Modus mit aktiver Topo zu aktivieren. Das Gerät ging  im Test reproduzierbar einfach aus.

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Bilder: Die Schublade öffnet sich, wenn man auf den Pfeil nach unten tippt. Die Kamera war in diesem Beispiel ursprünglich “in der Schublade”, wurde dann durch Ziehen und Ablegen auf den ersten Bildschirm verschoben.

Geocaching: Im Handbuchzettel verschweigt Garmin die Existenz des von den weitaus meisten Cachern benutzten Portals geocaching.com, verweist stattdessen auf das eigene opencaching.com. Auch auffällig: Obwohl der Montana eine Kopfhörerbuchse und eine ordentliche Sprachausgabe darüber hat, gibt es keine Wherigo-Funktion. Für den Cacher gibt es hingegen zwar noch einige Verbesserungswünsche, die zunächst vorliegende Firmware 2.70 erlaubte aber schon einen ganz guten Workflow: Bis zu 12000 (zwölfTAUSEND) Caches passen aufs Gerät, genug auch für ein längeres Wochenende.

 

Geocaching: Praxis-Test

Frau töse brennt nun darauf, endlich mit dem Montana loszuziehen. Doch halt! Vorher muss es erst eine Standardprozedur durchlaufen:

1. Gerät registrieren, Firmware-Update machen: Garmin bringt recht häufig Fehlerkorrekturen und neue Funktionen fürs Gerät als Firmware-Update heraus. Wie es geht, steht zum Beispiel hier: http://www.youtube.com/watch?v=hz3xn8f2cKA

2. Grundeinstellungen einrichten: Da Frau töse bereits Erfahrung mit dem Dakota und dem GPS MAP 62s hat, fällt die Bedienung nicht schwer. Generell gilt, wer schon andere Garmin-Geräte bespielt hat, findet bestimmte Funktionen recht schnell. Aber Neulinge in Sachen GPS benötigen wohl eine Einarbeitungszeit, bis sie das System der Benutzerführung verstehen. Die dürfte aber nicht so lang sein, denn vieles ist – auch mit Hilfe des Handbuchs – schnell zu finden.

Das Montana stellt sich alligateuse so ein, dass sie damit gut cachen gehen kann, aber auch bei Bedarf damit Autorouting machen oder mal eine Wandertour planen kann. Alles ist möglich. Realisiert wird das am sinnvollsten über die verschiedenen Profile, so dass dann nur noch per Schaltflächendruck ein anderes Benutzerprofil gewählt wird und dann sämtliche darauf hinterlegten Einstellungen aktiviert werden.  Es sind einige Profile vordefiniert, z.B. „Freizeit“, …., und auch „Geocaching“. Es lassen sich aber auch gänzlich neue Profile anlegen und sie nach Gusto benennen.

Aber auch wenn beispielsweise das „Geocaching“-Profil schon hinterlegt ist, möchte alligateuse dennoch die Einstellungen an ihre Bedürfnisse anpassen, also Farben auswählen, die Kartenausrichtung einstellen, die Datenfelder, die auf Wunsch angezeigt werden, bestimmen, die Anzeige steuern, usw. Die Einstellungen listen unter anderem System, Anzeige, Töne, Karte, Tracks, Seitenfolge, Einheiten, Uhrzeit, Positionsformat, Richtung, Höhenmesser, Routing, Profile, etc. auf. Nach Anwahl eines Listenpunktes und Bestätigen mit ENTER erscheint dann jeweils eine spezifische Anzeige oder ein Menü.

3. Sprachdatei austauschen bzw- verbessern: Die Original-Sprachdateien sind mit Verlaub gesagt, grottig, vielleicht von einem Amerikaner verfasst, der glaubt, er könne deutsch (Stichwort “Verfolgbare Elemente”). Die gute Nachricht: Die Sprachdateien mit der Endung .gtt im Gerätespeicher (unter Garmin/Text) können  editiert werden. Dazu einfach die Datei mit einem Texteditor öffnen und anpassen. Dann zurück speichern. Sinnvollerweise sollte die Ursprungs-Sprachdatei vorher gesichert werden. Meistens dauert’s nicht lange, bis jemand die Datei von Garmin nach Deutsch übersetzt hat..

4. Geocaches/Wegpunkte auf das Gerät übertragen: Zum Cachen braucht man Geocaches auf dem Gerät. Frau töse und Herr ksmichel machen die Cache-Verwaltung mit GSAK . Mit dem Universal-Makro GarminExport.gsk, welches für alle neueren Garmin GPS-Geräte (Colorado, Dakota, Oregon, GPSMAP 62, Montana) angewendet werden kann, werden die Caches und die dazugehörigen Wegpunkte übertragen. Die Anwendung dieses Makro ist für alle Geräte gleich, nur die Zahl der Geocaches, die auf das GPS gespielt werden können, ist unterschiedlich, beim Montana sind es, wie gesagt 12000.

 

Cachen gehen – ein paar Eindrücke bei Multis

Wer schon ein Garmin-Gerät besitzt oder damit schon mal rumgespielt hat, wird sich auch beim Cachen schnell zurecht finden. Die Abläufe für das Suchen und Loggen eines Geocaches sind doch immer wieder sehr ähnlich.

Die erste Bewährungsprobe soll das Montana bei einem Multicache bestehen. Wichtig wäre dabei, dass das Hin- und Herschalten zwischen Beschreibung und Navigation flüssig und wenig umständlich verläuft. Außerdem müssen im Verlauf des Multicaches auch Wegpunkte angelegt werden können. Dafür gibt es im Montana wie schon im Dakota und Oregon eine spezielle Funktion. Ob im Montana wohl Verbesserungen eingeflossen sind?

Das Geocache-Menü ist von anderen Garmins bestens bekannt, Für Garmin-Neulinge ist es am Anfang sicherlich etwas aufwändiger, weil sie sich zunächst in die Garmin-Bedien-Philosophie reindenken müssen. Das ist aber bei keinem anderen GPS besser. Die grundlegenden Dinge findet man schnell, für die Feinheiten braucht man länger.

Also erstmal über das Geocache-Symbol auf der Startseite einen Geocache aufrufen, in der Liste oder über die Suchfunktion, und als Ziel ansteuern (auf Los tippen).

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Bilder: Die Geocache-Liste zeigt auch Symbole für die Cache-Arten sowie die Himmelsrichtung. Per Suchfunktion (rechts) lässt es sich auch nach Wegpunkten und Wegpunkt-Codes suchen.

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Bilder: Links:Das Geocaching-Menü, rechts: Die Kartenansicht mit eingeblendetem Geocaching- Dashboard

Klare Aufgabe: Nach Auswahl des Caches am besten erst einmal die Beschreibung lesen, damit man weiß, wonach man suchen muss. 😉 Im Geocache-Menü gibt’s auch die letzten Logs zu lesen, auf Wunsch auch den Hint. Und wenn er dann gefunden ist, lässt er sich auch mit Geocache loggen (eindeutig und besser als “Geocache suchen”) loggen. Beim Loggen kann man auch einen Kommentar eingeben, die großen Tasten machen es leicht. Diese Logdatei, die Fieldnotes, können später vom GPS kopiert und auf der Geocaching-Seite als Fieldnotes hochgeladen werden. Das funktioniert wie bei den anderen neueren Garmin-Geräten (ab Colorado).

Nachteil: Ruft man im Anschluss daran die Funktion “Nächsten Cache suchen” auf, wird einem nicht etwa eine Liste der Caches in der Umgebung angezeigt, aus der man sich dann einen aussuchen könnte. Es wird auch nicht einfach stumpf der nächste nicht gefundene Cache angezeigt, nein, es ist kaum zu glauben: Es wird der bereits gefundene Cache als nächster Cache aufgerufen. Das ist natürlich völlig sinnlos. Nachbessern, aber flott!

Nun ist zunächst mal die erste Station des Multis eingestellt. In den oberen Bereich der Karte lässt sich das praktische Geocaching-Dashboard.  Das gefällt beim Suchen. Hier hat man alles Wichtige auf einen Blick und kann gleichzeitig die Karte sehen und dem Pfeil folgen. Es zeigt neben der Richtung und Entfernung auch die Schwierigkeits- und Terrain-Bewertung an, außerdem – sehr wertvoll – die Dosengröße. Für mehr Übersicht tippt man einfach auf den mittig am unteren Rand des Dashboards angezeigten Pfeil (siehe Bild), und schon klappt die Anzeige nach oben weg und mehr von der Karte wird sichtbar.

Nun stellen wir uns vor, der erste Hinweis des Multi ist entdeckt. Wie geht es weiter? So: Per Menü folgt die Auswahl von “Nä- Abschnitt eingeben”. Nach Antippen der Funktion kann man die nächste Position eingeben. Das ist mit einem Touch Screen schnell gemacht, viel schneller als mit einem Tastengerät. Nach Bestätigung ist die nächste Zielposition gesetzt und wird automatisch angesteuert. Was aber, wenn statt dessen eine Wegpunktprojektion gemacht werden muss, also etwa 210 Meter in Richtung 82 Grad? Dafür gibt es unverzeihlicherweise nach wie vor keinen Menüpunkt für eine Wegpunktprojektion.

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Bilder: Links die Koordinateneingabe. Die Tastenfelder sind recht groß. Rechts die Ansicht, wenn die nächste Station gesucht werden soll. Die Kartenansicht ist verpixelt, damit hier nicht gespoilert wird, ihr Schlingel! Übrigens: Die D/T-Wertung in der Kompassansicht wurde nicht aus der Cachebeschreibung übernommen.

Nicht so positiv aufgefallen ist, dass nach Eingabe des „Nächsten Abschnitts“ am Ziel nicht automatisch ein neuer Wegpunkt angelegt wird. Mit der Funktion „Nächster Abschnitt“ wird lediglich der aktuelle Wegpunkt an die neu eingegebene Position verschoben. Wieso soll das wichtig sein? Spätestens dann, wenn man die Positionen der Zwischenstation für die eigene Buchführung in GSAK (oder anders) braucht. Statt einzelner Wegpunkte für die Zwischenstationen wird lediglich der Wegpunkt für den Cache Stück für Stück bis zum Final verschoben. Muss man dann beispielsweise ein Hilfsmittel wieder zu einer Station zurückbringen, bleibt nur noch der Track, an dem entlang man sich dann zurückhangeln kann. Man sieht dann höchstens in starker Vergrößerung einen Tracklinien-Knubbel, wenn man sich irgendwo länger aufgehalten hat. Als dieses Verhalten erkannt war, reagierten wir, indem wir – wie gewohnt – an jeder Station händisch einen Wegpunkt speicherten. Da fragt man sich dann schnell, ob man die Funktion “nächster Abschnitt” überhaupt noch nutzen will. Wünschenswert wäre es, wenn bei jedem Anlegen einer nächsten Station automatisch ein neuer Wegpunkt erzeugt werden kann, der eventuell zur besseren Zuordnung mit einem Prefix aus dem Cachenamen benannt werden könnte, etwa “ENW2-S02” bis “ENW2-S12”. für den Cache GCENW2 mit zwölf Stationen. Damit wäre die Buchführung optimal unterstützt.

Nun noch einmal zur Frage: Was tun, wenn man eine Wegpunktprojektion machen muss? Dann muss – wie früher – zunächst ein Wegpunkt angelegt werden, um dann von diesem aus zu projizieren. Beim Projizieren muss man nach wie vor erstmal die richtigen Einheiten auswählen (Meter statt Yards). Ließe sich das nicht elegant über die Auswahl der Sprache beim Einrichten voreinstellen? So kostet das jedesmal Zeit. Hat man die Projektion eingegeben und ausgeführt, kann über „Bearbeiten“ und “Menü” das Menü für den Wegpunkt aufgerufen werden. Die Koordinaten merkt man sich und überträgt sie beim Multi im Menüpunkt „Nächsten Abschnitt“. Garmin – mal ehrlich: Umständlicher geht es kaum.

 

Jetzt aber: Powercachen mit dem Montana

Während es beim Suchen von Multis noch Luft nach Oben für Verbesserungen gibt, so ist das Montana für die Tradi-Tour ein prima Gefährte. Passend zum Thema wurde der Marathon-Powertrail http://coord.info/GC2Y344 zum Testen absolviert. Hier liegen die Dosen recht dicht beieinander, man hat kaum Zeit, zwischen den einzelnen Caches zu loggen und den nächsten Cache einzustellen. Ein optimaler Trainingsparcours also.

Schnelligkeit: Glücklicherweise ist die Menüdarstellung ganz fix, tipp tipp tapp, und schon ist der Cache geloggt. Bei einem Powertrail, der aus zig Traditionals besteht, sind ja immer wieder die gleichen Tippfolgen zum Loggen nötig, das geht schnell in Fleisch und Blut über. Lediglich in der Auswahl des jeweils nächsten Caches sollte man sich – wie beschrieben – nicht an die Vorschläge des Montana halten, sonst “sucht” man x mal den gleichen Cache Zwinkerndes Smiley

Ausdauer: Der Akkupack hat wie beschrieben gute 12 Stunden durchgehalten, obwohl das Gerät permanent im Einsatz war. Dabei war weniger die Beleuchtung ein Kriterium, sie war nur auf 10% eingestellt, aber es wurden etwa 160 mal Cache-Beschreibungen aufgerufen und geloggt. Sozusagen ein Stresstest Smiley

Genauigkeit: Die Suche mit dem Montana macht auch Spaß, weil das Gerät einen guten Empfänger besitzt und recht genau arbeitet. Größere Abweichungen waren nicht festzustellen. Dieses wurde nicht mit Messgeräten oder ähnlichem ermittelt, sondern es wurde ausschließlich einfach gesucht und mit verschiedenen anderen Garmin-Geräten verglichen. Es waren immer andere Cacher dabei, die mit dem Dakota 20, dem GPSMAP 62, dem Oregon 550 und auch dem Colorado unterwegs waren. Man darf weder Wunder erwarten, noch muss man den Montana schamhaft verstecken.

Anzeige: Das große Display ist bei diesem Gerät einfach DAS Herausstellungsmerkmal. Klasse ist die Übersicht, die man plötzlich damit hat. Während man sich beim Dakota wie im Mäusekino vorkommt, fühlt man beim Montana eher die amerikanische WeiteZwinkerndes Smiley  Das mühselige ständige Herumschieben des Bildes auf dem Touchscreen entfällt, weil man einfach viel mehr auf einmal sehen kann. Das ist sehr komfortabel und erleichtert die Cache-Suche doch an vielen Stellen. Schon nach kurzer Zeit möchte man das nicht mehr missen. Size does matter Zwinkerndes Smiley

Und sonst so – Meinungen zum Montana

alligateuse ist vom Montana ganz begeistert, aus verschiedenen Gründen. Besonders die Größe punktet und die sich daraus ergebende bessere Übersicht in der Cache-Anzeige. Auch das superschnelle Finden einer Position nach dem Einschalten hat beeindruckt. Wichtiger ist aber, ob man damit gut cachen gehen kann. Man kann!

ksmichel und alligateuse meinen: Mehr Übersicht und größere Schriften. Das ist toll und erleichtert auch denen die Bedienung, denen beim Bücherlesen die Arme zu kurz geworden sind. Den Komfort erkauft man sich aber mit recht hohem Gewicht. Schade, dass Garmin noch keine brauchbare Halterung zum Wandern hat. Noch etwas ärgerlich sind einige Fehler im Detail, Man darf aber auf Software-Updates hoffen – und auf eine Adresssuche in der Topo-Karte.

Und wie findet ihr euren Montana? Meinungen bitte in die Kommentare!

Written by in: Allgemein,Garmin | Schlagwörter: , , , ,
Sep
29
2008
3

Neue Tests für Outdoornavis

Es gibt auf Navigation-Professionell einen interessanten Test zum Thema: Welches Trag-Navi hätt ich denn gerne?

Zur Auswahl standen:

  • Garmin GPSMap 60Cx (Anfang 2006)
  • Garmin eTrex Vista HCx (Sommer 2007)
  • Garmin Colorado 300 (Anfang 2008)
  • Garmin Oregon 300 (Sommer 2008)

Interessantes Ergebnis: Als momentanes Beliebtheits-Ranking ergibt sich:

Platz 1: GPSmap 60Cx
Platz 2: eTrex Vista HCx
Platz 3: Oregon 300
Platz 4: Colorado 300

An den neuen „Oregon“ und „Colorado“ loben die Tester besonders das große Display, sagen aber auch, dass es häufig beleuchtet sein muss, damit es auch gut ablesbar ist. In Sachen GPS-Empfang erhält das GPSMap 60CX die beste Über-alles-Bewertung, obwohl das Etrex Vista HCX sich als äußerst empfindlich zeigt. Überraschend schwach hingegen die Empfangsleistungen der neuen Geräte Oregon und Colorado (entspricht auch meinen Beobachtungen). Zu ernst sollte man diese Aussage aber nicht nehmen, denn was die beiden Neulinge noch aufbieten, ist allemal besser als Geräte mit Chip der Vor-Sirf-III-Generation.

Immerhin: Meine „alte Gurke“ 60CX hat also wohl noch nicht ganz an Boden verloren. Zumal ich es bei einem Testgerät Oregon auch geschafft habe, ihn durch Aufspielen von Wegpunkten final abzuschießen. Nach allen ausprobierten Anleitungen im Netz ist die Kiste definitiv ein Fall für den Service.

Written by in: Garmin | Schlagwörter: , , , ,
Sep
12
2008
16

Oregano – oder: kein richtiger Test

Ich hatte in den letzten Wochen Gelegenheit, den Garmin Oregon 300 auszuprobieren. Ich möchte jetzt nicht den tollen Test von Navigation professionell wiederkäuen. Aber ein paar Screenshots habe ich, und ein paar Bemerkungen außerdem.

Haptik:

Die gefällt außerordentlich. Die faustgroße Kiste mit dem 3-Zoll-Display liegt gut in der Hand. Der Ausschalter auf der rechten Seite ist kaum aus Versehen zu betätigen, dazu ist er zu schwergängig. Der Schalter liegt zudem für Links- und Rechtshänder gleichermaßen griffgünstig.

Die Menüs sind erstklassig schnell zu bedienen. Die Eingaben werden schnell verarbeitet, die Anzeige wechselt dann sofort. Insgesamt kommt beim Hin- und herschubsen von Menübildschirmen ein wenig Iphone-Stimmung auf. Statt Durchdrehen am Haribo Colorado gehen die Eingaben mit der eingeblendeten Tastatur sehr fix von der Hand. Das Tastenlayout (ABCDE) lässt sich allerdings nicht ändern. Alles in allem aber eine überzeugende Lösung.

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Anzeige:

Beim ersten Herumspielen dachte ich: Wie kann Garmin nur ein so dunkles Display verbauen? Selbst mit eingeschalteter Beleuchtung war es kaum abzulesen. Dann kam ich drauf: Ein kurzer Druck auf den Einschaltknopf öffnet ein Beleuchtungsmenü. Damit lässt sich die Beleuchtung auf ein gut ablesbares Maß einstellen. Allerdings muss die Beleuchtung in den meisten Fällen an bleiben, denn die Anzeige, obwohl matt erscheinend, spiegelt im Vergleich zu vielen Navis recht stark. Die Helligkeit muss daher die Spiegelungen „überbrüllen“. Klar, das dies auf die Akkulaufzeit schlägt. Sie beträgt mit 2700-mAh-Markenakkus noch rund 12 Stunden. Mit reduzierter Beleuchtung geht es sicherlich länger.

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Oben links: voreingestellte Helligkeit, rechts mit mehr „Dampf“. In Wirklichkeit wirkt die Anzeige dann noch etwas heller, da die Kamera nicht exakt gleich belichtet hat, sondern etwa kürzer (vgl. Hintergrund).

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Das linke Bild zeigt, wie sehr das Oregon normalerweise spiegelt. Mit starker Beleuchtung (rechts) lässt sich der Effekt überspielen.

Karte:

Wer sich ein Hand-Navi für draußen kauft, der ist oft überrascht, dass
a) in seinem neuen Gerät noch gar keine brauchbare Karte eingebaut ist – das ist bei „richtigen“ Navis deutlich anders, die gibt’s ohne Karte nicht einmal.
b) dann auch noch zwei separate Karten nötig sind: eine fürs Gelände (Topo: für Gesamt-D 160 Euro) und eine, mit der das Gerät auch Routen berechnen kann (City Navigator Europa NT8: 130 Euro). Macht summa summarum eine glatte Verdoppelung des Kaufpreises aus.

Immerhin: Die mitgelieferte Basiskarte ist erstaunlich gut im Verhältnis zu dem, was vorher Standard war. Oder auch: Unter den Blinden ist der Einäugige König. Die Bilder zeigen: Das Straßennetz ist im Oregon 300 nur rudimentär vorhanden, die Höhenstufen des Geländes nur Grobindikatoren. Aber immerhin: All das ist mehr als wir bislang bekamen, und Garmin will sicherlich auch mit Karten noch ein Geschäft machen.

Empfangsleistungen:

Der Oregon300 braucht gefühlte Jahrhunderte, bis er eine Position anzeigt. Besonders die Ermittlung einer Position im Kaltstart-Modus dauert mehrere Minuten, und diese Zeit verlängert sich noch sehr viel stärker, wenn das Gerät in Bewegung ist. Ich kann nicht beurteilen, ob es sich nur um Einzelfälle handelt, doch schien mir auch der Zeitraum zur Verbesserung der Genauigkeit (also das Einfangen zusätzlicher Satelliten) recht zäh vonstatten zu gehen. Jedenfalls sank die Genauigkeitsanzeige recht langsam auf einen Wert, der sich mit dem GPSMAP 60CX vergleichen ließ. Im praktischen Vergleich war die Positionsgenauigkeit aber ebensogut wie beim 60er.

Cachen mit dem Oregon:

Wer zuvor mit dem 60er unterwegs war, der wird sicherlich zunächst begeistert sein, denn die Cachebeschreibungen samt einer Finde-Liste sind schon im Gerät enthalten, genauso übrigens wie im Garmin Colorado. Auch Hints und Logs sind drin, aber keine Spoilerbilder. Für letzteres kann man sich behelfen, indem man die wichtigsten Spoiler aufs Gerät lädt und mit dem Bildbetrachter im Oregon anschaut.

Alle Beschreibungen werden übrigens standardmäßig im Gerätespeicher abgelegt und nicht auf der Speicherkarte. Die Cache-Infos bleiben also im Falle des gar nicht so seltenen Speicherkartendefektes erhalten.

Bilder und Besonderheiten:

garmin_oregon 300_005.png Welcher Cache ist in welcher Entfernung und in welcher Richtung? Dieses Bild sagt’s
garmin_oregon 300_006.png Alle Infos sind da, auch wieder die drolligen verfolgbaren Elemente (Trackables, vulgo: TBs und Coins). Allerdings ist die Schrift arg klein geraten.
garmin_oregon 300_011.png Die Basiskarte zeigt in etwa die Topographie, den Verlauf von Autobahnen und Bundesstraßen. Wunder darf man aber nicht erwarten.
garmin_oregon 300_018.png Das kennen wir doch? Richtig! Der nur zweiachsen-stabilisierte Kompass muss waagerecht liegen, bevor er funktioniert. Allerdings tut er das recht gut, und er liegt auch ausreichend plan, wenn man ihn einfach hinlegt.
garmin_oregon 300_016.png Im Geocaching-Profil zeigt sich der bl… gc.com-Frosch und einige Statistiken. Wie man sieht, habe ich den einen Cache, den ich damit offiziell gefunden habe, noch gar nicht geloggt (schande!).
garmin_oregon 300_040.png Wieso nur hat Garmin die wichtigste Einheit „Meter“ nicht am Anfang einsortiert? So muss man immer scrollen – schlecht!
garmin_oregon 300_035.png garmin_oregon 300_073.png Kleine Wegpunkt-Setzerei: Endlich geht auch die Wegpunkt-Projektion (aber wie! siehe nächstes Bild)
garmin_oregon 300_042.png Zweiter Fehler: Wieso kann man Entfernungen nicht eingeben wie im Taschenrechner, nämlich ohne führende Nullen? Es gibt keinen Grund für sie.
garmin_oregon 300_081.png Seezeichen inklusive. Ein nettes Gimmick
garmin_oregon 300_059.png Man muss ein wenig mit den Karteneinstellungen (in einem Extra-Menü) experimentieren, damit POIs aller Art – ob eigene oder die mitgelieferten – auch bei Karten mit großem Maßstab angezeigt werden. Im Grundzustand hat Garmin leider die ärgerliche Marotte übernommen, POIs nur in den kleinsten Anzeigemaßstäben anzuzeigen.
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Mai
19
2008
4

Test: Garmin-Karte Deutschland digital

Schon wieder ne neue Topo? Jein. Die Garmin-Karte „Deutschland digital“ (99 Euro UVP) lässt sich NICHT aufs GPS überspielen. Was soll mir die Software dann noch bringen? Habe ich mich auch gefragt und sie mir daraufhin noch mal genauer angeschaut. Übrigens: Ein Klick auf die Bilder vergrößert die Darstellung

Was macht das Programm?

hypersnap0012Garmin Digital Deutschland ist im Prinzip ein Karten-Betrachtungsprogramm für die 1:50000-Karten der Landesvermessungsämter, dem (tätäää!) alle Karten schon beiliegen. Also spart man sich den Kaufpreis für die TOP-50-Karten für jedes Bundesland (summa summarum also rund 430 Euro.

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Kartenansichten: Es zeigt Karten bis zum Maßstab 1:20.000 erträglich an (links), bei 1:20.000 (rechts) wird es aber schon etwas pixelig.

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