Jun
18
2009
8

Lost Places: Keine Fotos, bitte!

In Heidelberg gibt’s nicht nur Japaner und Amis, die das Schloss und die überaus liebliche Stadt an sich besichtigen. Nein, auch in der schönen Neckarstadt im Bundesland, das alles kann außer Hochdeutsch, geschehen hässliche Dinge. Zum Beispiel denen, die in alten Industrie-Ruinen fotografieren und – schlimmer noch – das dokumentieren, indem sie die Fotos der bizarr-anziehenden Industriekultur für andere veröffentlichen.

Im Heidelberger Zementwerk Elsa hat das zu einer juristischen Drohgebärde geführt, die durchaus für Geocacher kennenswert ist. Die sicherlich unter Lost-Place-Cachern bekannte Site www.lostareas.de hatte zum Werk ein paar auch künstlerisch schöne Fotos veröffentlicht. Pamela Zimmermann, neudeutsch „legal counsel“ der HeidelbergCement AG hat Mitte November 2008 den Seitenbetreiber scharf aufgefordert, die Bilder von der Seite zu nehmen, anhand der Fotos von den Innenbereichen messerscharf auf Hausfriedensbruch erkannt und eine gerichtliche Auseinandersetzung angedroht.

Bildautor Ingo Bornemann erklärte daraufhin, dass die Bilder entstanden waren, als es noch keine Umfriedung des Geländes gab, bat nachträglich um Erlaubnis, die Bilder zu veröffentlichen, da sie die industriekulturelle Wandlung dokumentieren.

Die Antwort von Counsellor Zimmermann reagierte zwar bedeutend freundlicher als in Ihrem ersten Schreiben, sie blieb aber hart. Und begründete dies auch. Danach würde eine Duldung zu Nachahmern führen, und dann könne der Konzern durchaus in Haftung genommen werden, falls auf dem Gelände etwas passiere.

Fazit nicht nur für Geocacher: Wer ein solches Gelände kennt, hält am besten die Klappe, macht keine Bilder und genießt still. Wenn schon ein Geocache gelegt werden soll, dann am besten als Mysterie,, um marodierenden Juristen (die sich meiner Meinung nach zu einer Geißel der Menschheit auswachsen) die Erkennung zu erschweren. Ansonsten konspiratives Verhalten. Keine euphorischen Logs mehr, statt dessen lieber eine nette Mail an den Owner.

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Okt
27
2008
0

Über Lost Places, Abkürzer und Empörte

P1080536_s Am Wochenende haben wir einen tollen Lost-Place-Cache gemacht. Der Name tut jetzt mal nichts zur Sache – investigativ veranlagte werden ihn ohnehin herausfinden, aber im Grunde ist er unwichtig. Weil es nur um ein Phänomen geht, nämlich: Wie man sich selbst den Spaß verderben kann.

Die erste Geschichte geht ungefähr so: Jemand findet eine tolle Geschichte und den Platz, wo sich dieselbe abgespielt hat – ein Lost Place. Verlassene Häuser, Bunker, Leitern, Gänge – alles, was das Herz höher schlagen lässt. Es entsteht ein schwieriger Cache, und schon ein entsprechender Tourismus dazu. Dann plötzlich hat der Owner keine Lust mehr, will den Cache sogar abräumen. Wieso? Weil einige Cacher sich lieber per Telefon die Final-Location ansagen lassen und die Stationen selbst nicht suchen. Ob da jemandem die Gummipunkte zu wichtig geworden sind?

Die zweite Geschichte ist anders: Da geht’s um Angemessenheit. Beim Cache DARK Secret nämlich gab es einen interessanten Logeintrag, welcher der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben muss, zumal er mittlerweile (von wem?) gelöscht wurde. Er lautet wörtlich:

Godard requested DARK secret (Traditional Cache) to be archived at 10/26/2008
Log Date: 10/26/2008
Was ist denn hier los ? Eine sowohl in ethischer Hinsicht sowie
von seinem Gefährdungspotential äußert kritische Location
verkommt hier zur Rummelplatz-Atraktion.
In dieser Weise sollte ein Ort an dem Zwangsarbeiter unter
grausamen Bedingungen in den Tod geschickt worden auf
keinen Fall vorgestellt werden.
Selbst in eingeschworenen „Bunkerspechtr“-Kreisen wird dieser
Ort nur an Personen weitergegeben, die über das entsprechende
Verantwortungsbewusstsein verfügen diesen Ort ohne MedienEcho
zu besuchen.
Die hier vorgestellte Präsendation und das mangelnde Problembewusstsein
des Owners gefärdet nicht nur Cacher, sondern ist aus meiner
Sicht ein Todesurteil für diesen ausserordentlich beeindruckenden Ort.
Hier sollte auf jeden Fall ein Owner die Regie führen, der sich
nicht vornehmlich selbst profilieren will, sondern in Sinne der
absolut notwendigen Verantwortung Bedingungen schafft, die
es auf Dauer gewährleisten, diesen Ort dem interessiertem
Cacher zu erhalten.
Mit seiner hier zur Schau gestellten Rummelplatzmentalität scheint pecudo vollkommen ungeeignet und vollkommen
überfordert zu sein.
Deswegen ; Bitte sofort archivieren, bevor ich es in der „Bild“ lese
Godard

Der Cache ist von Stash-Lab reviewt worden und nun aktiv. Ich kenne weder die Cache-Location, noch pecodu und Godard und werde mich daher hüten, Partei zu ergreifen. Aber mir wurde klar, dass die Schmerzgrenzen bei LP-Caches bei allen unterschiedlich liegen. Was ist der kleinste gemeinsame Nenner?

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Apr
21
2008
3

Beelitz-Lust

beelitz_035_m Endlich war es soweit. Und jetzt konnte sie es endlich tun. Sie streichelte genussvoll über die strammen Soldatenschenkel, war nach kurzer Zeit nicht mehr zu halten. Viel zu lang hatte sie auf den Moment gewartet. Sie griff zitternd zwischen seine Beine, wo sich sein rund drei Zentimeter dickes Ding ihr schon entgegenstreckte. Ein Lustseufzer drang aus ihrem Mund. Die Zuschauer des Aktes echoten die Erregung, doch viel zu schnell, schon nach ein paar Manipulationen an der Dose, war der Höhepunkt erreicht und ihr Interesse an ihm erlosch. Stattdessen ging es dann nur noch um rote Pfeile. Die uns alle zum Beelitz-Event führen sollten. Ein Bericht:

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Mrz
28
2008
3

Interview mit Lost-Place-Spezi "Hornesia"

Als wir neulich zu Ostern im Großraum Fürstenberg-Neustrelitz cachen waren, suchten wir uns dafür die tollen Lost-Place-Caches von Hornesia aus. Sie verlangen teilweise körperlich eine Menge, bieten an manchen Stationen endlos scheinende Versteckmöglichkeiten und bieten sehr eindrucksvolle Einblicke in die Zeit, als in vielen Kasernen russisches Leben herrschte. Ich nahm mir vor, Bert zu fragen, ob er für ein paar Fragen bereit steht. Und wie am Telefon, so war auch seine Antwort „rapido“ 😉 da. Hier das Interview:

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Mrz
25
2008
5

Geocacher löschen Feuer auf Lost-Place-Gelände

geocaching_ostern_049Am Ostersonnabend löschten wir während der Suche nach dem Cache „Irre Anstalt“ (GC168F6) einen noch kleinen Brand. Wer weiß, was passiert wäre, wenn sich jeder auf diesem Gelände an gewisse Schilder gehalten hätte? Die ganze Geschichte:

Zuerst war alles wie immer, abgesehen davon, dass es als Ausgleich zu grünen Weihnachten nicht weiße Ostern geben sollte. Auf dem Lost-Place-Gelände der ehemaligen Nervenheilanstalt trafen wir Fotografen, ausgerechnet dort, wo wir den Starthinweis suchen wollten. Kurze Zeit später – wir warteten noch draußen – kamen sie wieder raus, hustend: „Oben brennt’s!“ und wir hatten damit die Erklärung für den Geruch, den wir bislang auf vorgezogene Osterfeuer geschoben hatten. Im ersten Stock war ein Schwelbrand des Fußbodens im Gang, dessen Flammen bereits anfingen, um sich zu greifen.

Alligateuse und Ina hatten kaltblütig schon den Hinweis für die Station anderswo gesucht und gefunden, und nun beratschlagten wir, was zu tun war. Die beiden Fotografen wollten die Feuerwehr rufen, wir überlegten, ob wir den Brand selbst löschen können. Matthias hat mit solchen Sachen mehr Erfahrung, und nachdem wir auf dem Weg schon einen Kanister gefunden hatten, füllte er ihn mit Wasser aus dem See. Dann ging es ans Löschen:

geocaching_ostern_062

Danach suchten wir wieder weiter, suchten zum Ende hin aber noch einmal den Raum auf. Matthias kippte noch einen weiteren Kanister mit Wasser auf die noch leicht rauchenden Stellen, und das war es dann wohl auch.

Wir waren froh, dass es so ausging. Es wäre natürlich schade gewesen, wenn ein Feuerwehreinsatz nötig gewesen wäre, denn der hätte sicherlich eine Verschärfung der Sicherungsmaßnahmen nach sich gezogen.

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Jan
22
2007
0

Cachetour zur alten Reifen-Fabrik in Hannover


P1050360
Originally uploaded by ksmichel.

Am Wochenende waren wir (Sobo, Marmotte, meine alligateuse und ich) in Hannover auf dem alten Lost-Place-Gelände der Continental. Dort wartete unter anderem dieser Geocache auf uns. Nach rund vier Stunden hatten wir es geschafft und im Teamwork die Dose gefunden. Einzelheiten erspare ich diesem Weblog, aber es war jede Minute spannend!

Jan
11
2007
0

Eine Nullnummer?


magazine1148160
Originally uploaded by ksmichel.

Nein, dies ist nur ein Titelblatt, das ich für einige meiner Geocaching-Fotos bei Flickr entworfen habe. Die Bilder sind für jedermann freigegeben. Nur wer sie für kommerzielle Zwecke nutzen will, muss vorher fragen.
Die Bildersammlung umfasst etwa 150 Fotos und zeigt einige, aber leider nicht alle interessanten Caches.

Jan
09
2007
0

Hopfen und Malz – the movie


Hopfen und Malz – the movie
Originally uploaded by ksmichel.

Nee, was für niedliche Sachen man doch mit Flickr-Toys machen kann. Am Wochenende waren wir in Kassel, haben dort auch beim Geocaching ein paar Bilder geschossen.
WIe man sieht, lässt sich daraus sogar ein Filmplakat basteln. Na gut, Millionen wird es nicht in die Kinos locken – vor allem auch deshalb, weil der dazu passende Film noch gar nicht gedreht ist 😉

Jan
09
2007
0

Ein Wochenende in einer Brauerei


P1050055
Originally uploaded by ksmichel.

Am Wochenende besichtigten wir die Brauerei Binding in Kassel. Das besondere daran: Es gibt sie nicht mehr. Seit 2000 ist sie stillgelegt und somit ein „Lost place“.
Wie an unserer Kluft zu erkennen ist, haben wir die meiste Zeit im Dunklen zugebracht. Grund für unseren Besuch waren zwei Geocaches, die im Gebäudekomplex versteckt sind.

Feb
13
2006
0

Geocaching, Graffiti und Kunst

Am Sonntag fuhren Annett (aka Alligateuse) und ich nach Itzehoe, um dort ein paar Caches zu heben. Empfehlenswert ist der Cache Zement und Graffiti. Er f?hrt auf das Gelände einer ehemaligen Zementfabrik, die nun ein Dorado für Sprayer und Geocacher geworden ist. Details zum Projekt guggstu hier Lostplacers_glck
Alligateuse_und_drache

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