Apr
15
2013
2

Garmin Experience Days 2013

P1050463Während einiger Tage an der spanischen Costa Brava gab’s in Pals einige neue Spielsachen von Garmin für Radfahrer, Läufer, Golfer und Wanderer beziehungsweise Geocacher zu sehen und vor allem – zum Ausprobieren. Dazu hatten gut und gerne 50 Journalisten von Print- und Online-Medien Gelegenheit – vielleicht waren es auch ein paar mehr, und außer meiner Wenigkeit war es ein top-hochkarätiges Teilnehmerfeld Zwinkerndes Smiley.

Während der Einführungsveranstaltung fiel ein Satz, den ich sogleich twittern musste, weil er mir so gut gefiel:

Alle Geräte wurden von Produktverantwortlichen erklärt, und während vier Aktivitätsslots konnte jeder sie zusammen mit anderen testen. Es war auch kein Problem, sich die Kistchen noch mal abends oder vor dem offiziellen Beginn des Programms auszuleihen und selbst noch mal genauer anzusehen.

Alle Geräte zum Ausprobieren

Ausprobieren!

 

Das interessanteste für euch sind sicher die Geräte. Also los:

Monterra:

Eine Kreuzung zwischen Android-Smartphone und Montana, aber angeblich ohne Telefonfunktionen. Laut Amazon kommt’s bald. Und Garmin Switzerland hat schon einen Markennamen dafür registriert. Auch Blogs wie gpstracklog haben schon Infos dazu. Die auch gocacher.de schon aufgriff. Schicke Vorstellung – dazu hätten viele gern etwas gehört. Also – trotz aller Gerüchte – muss man sich wohl noch etwas in Geduld fassen. Sinnig wäre eine solche Kombination schon, denn dann wären per App beliebige Anwendungen denkbar – Ingress per getethertem Smartphone ebenso wie Geocaching mit der “original” Geocaching-App oder gar Wherigo. Und Telefonieren per Skype. Letzteres habe ich bei einer Samsung Galaxy Cam schon mal ausprobiert, die auch keine Telefonfunktion hatte. Wenn das Äußere eines Monterra tatsächlich dem Montana entspräche, vielleicht sogar mit dem gemutmaßten kapazitiven Display, dann ließe sich sogar das Zubehör weiter nutzen. Ich bin noch etwas skeptisch, was die Akkulaufzeit betrifft: Drei 1200-mAh-Akkus bzw. der eingebaute Block müsste außer dem GPS auch noch das nicht gerade für seine Energieeffizienz bekannte Android-System mit befeuern. Aber wie gesagt: Alles noch Stoff für Spekulationen. Was meint ihr dazu? Rechts gibt’s eine Umfrage dazu.

Oregon 600/650:

Garmin Oregon 600

Garmin Oregon 600

Bei einer kleinen Tour konnte ich es schon mal ein wenig bespielen. Es ähnelt den bisherigen Oregons, hat aber einen kapazitiven Touchscreen, der sich auch mit Handschuhen bedienen ließ. Das Touch-Display mit 3-Zoll-Diagonale war zwar alles andere als hochauflösend (240 x 400 Pixel), aber das ist einerseits akkuschonend und andererseits sinnvoll – da ein solches Gerät nicht zum Gucken von HD-Videos benutzt wird. Insgesamt ist das Display für mich das beste aus zwei Welten: Je heller die Sonne scheint, desto besser ist es trotz der vorhandenen Spiegelungen ablesbar – wie die 60er mit ihren ebenfalls transflektiven Displays. Und: Der Touchscreen ist vergleichbar mit denen von Smartphones. Man muss also nicht übermäßig drücken. Und, tataaaah: Es hat Zweifingergesten etwa zum Zoomen und sogar zum Drehen der Karte. Die Schnelligkeit beim Verschieben von Ausschnitten war okay, aber auch nicht rasend schnell – das hängt sicher auch vom Kartenmaterial und der gewählten Auflösung ab.

Neben dem neuen Touchscreen ist die Verbesserung des GPS-Empfangs durch Hinzunahme von Glonass-Satelliten ein wichtiger Punkt. Er fällt durch einen gefühlt genaueren Track auf. Ein parallel während einer Tour im Rucksack mitgeführter Montana war hin und wieder doch deutlich nervöser beim Tracking und versetzte mich einige Male auch mal ins Wasser. Eine Momentaufnahme sicherlich, die bei längerem Ausprobieren noch verifiziert werden müsste.

Gut gefallen hat mir die Adventure-Funktion, die ja per Software-Update auch in anderen Geräten mittlerweile zu haben ist. Adventures sind quasi ein Ordner mit Wegpunkten, Tracks und Medien, zum Beispiel Fotos. Die Adventures können mit anderen Nutzern ausgetauscht werden und lassen sich zurzeit nur mittels Basecamp-Software herunterladen – wenn ich die Andeutungen richtig verstanden habe, soll das aber bald auch direkt per Browser  gehen. Die Touren lassen sich, garniert mit den Fotos der Beschreibung und etwas Text mit Freunden teilen, die sie dann per Browser anschauen können, zum Beispiel diese Tour am Mount Everest.

Bemerkenswert: Für die Zahl der Geocaches gibt es keine Grenze mehr, außer natürlich der des zur Verfügung stehenden Platzes auf der Speicherkarte beziehungsweise im Gerät.  Wie im Montana hat man beim Oregon die Wahl zwischen einem mitgelieferten Akkupack und zwei AA-Zellen. Der Akkupack kann im Gerät geladen werden, die Akkus nicht. Mehr zum Gerät folgt, sobald ich es ausgiebiger bespielen konnte.

Edge 810

Garmin Edge 810: Live-Tracking mit Smartphone

Garmin Edge 810: Live-Tracking mit Smartphone

Behandle ich hier nur kurz. Also: Der Hauptvorteil ist sicherlich das Live-Tracking mit Hilfe eines Smartphones, dass mit dem Edge gekoppelt ist. So sehen die Lieben daheim im Minutentakt, wo man gerade ist. Damit wäre das Gerätchen nicht nur was für Radfahrer, sondern auch beispielsweise für Rollstuhlfahrer auf Tour. Bei einer Tour mit einem Mountainbike (das 10000-Euro-Carbon-Rad habe ich nur für eine kurze Runde benutzt 😉 ) fiel angenehm die gute Sichtbarkeit auch in der Sonne auf sowie die gute Anpassbarkeit der einzublendenden Anzeigen. Prima: Der Edge informiert mich als Fahrer, in etwa welcher Zeit ich als nächstes abbiegen muss. Und auch, wenn ich es vermasselt habe. Die charmante Meldung „off Course“ und das Ausblenden der Karte zwingt auch den müdesten Fahrer zu einer Reaktion.

Forerunner 10

Ich bin ein Mensch, der gern möglichst für alle Eventualitäten gerüstet ist. Also wäre ich nicht auf die Idee gekommen, eine GPS-Uhr zu testen, die sich nicht mit einem Pulsgurt koppeln lässt, keine Karte hat und auch ansonsten innerhalb zwei Minuten erklärt ist. Andererseits sind wohl gerade diese einfachen Gerät sehr beliebt beim Käufer, weil günstig:  Für 120 Euro bekommt man eine Uhr, welche die zurückgelegte Distanz anzeigt, die Zeit sowie das Tempo und die verbrauchten Kalorien. Auf Wunsch gibt’s noch ein Rennen gegen einen virtuellen Partner. Das war’s. Die Tracks lassen sich in Basecamp einlesen und auswerten und auch ins Trainingsportal GarminConnect hochladen. Ich gebe es zu: Der Forerunner hat mir Nichtsportler nicht geholfen, das Ziel zu erreichen – nach dem langen Winter war ich in einem Trainingszustand wie die Sphinx in Ägypten. Aber schick war die Uhr.

Approach Golf Uhren

Garmin Approach S2 Golfuhr

Garmin Approach S2 Golfuhr

Ein Golfer bin ich nicht, und das erklärt vielleicht, dass ich die Approach-Golf-Uhren immer falsch als Navi für den Golfplatz einsortiert habe. Sind sie nicht. Also: Was machen sie dann? Am besten stelle man sich einen Golfer vor, der an einem Abschlag (Tee) steht und erst mal entscheiden muss, wie weit das Fähnchen entfernt ist. Er braucht also einen Entfernungsmesser. Genau das leistet die Uhr unter anderem. Die Entfernungen zu den Löchern auf rund 30000 Golfplätzen lässt sich damit im Nu auf das Display holen. Die Uhr bemerkt dabei selbst mit Hilfe dieser seltsamen Satellitenortungstechnik GehPehEss, wo man steht, und welches Loch man gerade bespielt. Auf der Anzeige stehen dann drei Zahlen: Vorderer Rand des Grüns (das ist das, was 500 Jahre braucht, bis der Greenkeeper lächelt), Mitte und hinterer Rand. Das hilft dem Golfer bei der Auswahl des Schlägers. Die Entfernungsangaben haben gut funktioniert, und der nicht bei Garmin angestellte Golf-Trainer bestätigte mir, dass das Schätzen der Entfernungen gerade Anfängern große Probleme macht und viele Leute daher solche Uhren benutzen. Und dass er damit rechnet, dass er in einer Woche auch so ein Ding hat. Okay, ich glaub’s.

Menschliches vom Event

Ich hab mich sehr gefreut, die Gesichter hinter so tollen Blogs wie www.pocketnavigation.de, www.ausgeruestet.com, www.freiluft-blog.de sowie www.navigation-professionell.de zu sehen und aba von den Dosenfischern wieder mal zu treffen. Dazu noch mit den unbestrittenen Koryphäen Ulli Benker, Thomas Froitzheim zu plaudern – das tat richtig gut.  Sehr beeindruckend auch die Sportler, die in Pals nicht nur einfach eine Promo-Veranstaltung abgesessen haben, sondern auch fachlich gut drauf waren, wie Radrennfahrer Sebastien Camus:

Im Ernst: Die Athleten waren nicht nur Staffage, sondern benutzen das Zeug wirklich, haben jede Menge Fragen zum Umgang mit Ihren Spielsachen beantwortet. So wie Ultramarathon-Läufer Jez Bragg, mit dem ich die Ehre hatte, sprechen zu dürfen. Geocaching will er unbedingt machen, und dazu hatte er viele Fragen. Ich bin dann schon mal gespannt auf einen Multi, der von ihm gelegt werden könnte. Fürs Durchqueren von ganz Neuseeland von Norden nach Süden (rund 3054 km) hat er jedenfalls nur 53 Tage und 9 Stunden benötigt, drei Krankheitstage mitgerechnet. Also 53mal mehr als einen Marathon täglich – und das hintereinander. Und das auf Wegen, die den Namen nicht verdienen. Zwölf paar Schuhe sind dabei draufgegangen, die meiste Zeit waren die Füße klatschnass.

So ein Mensch müsste völlig abgedreht sein, dachte ich, aber Jez ist das nicht. Er wirkt so locker und bodenständig wie Max Mustermann von nebenan.  Wenn ein Extremsportler wie Jez Bragg so locker und sympatisch rüberkommt wie ein netter Kollege, dann glaubt man ihm zwar, dass er eine Garmin Fenix und einen Oregon für sein Hobby benutzt, aber nicht, dass er damit auf eine solche Weise durch Neuseeland gelaufen ist. Respekt, Jez! Und an alle Ladenbesitzer an seiner Wegstrecke: Gebt ihm noch eine Eistüte und eine Packung Chips extra.

Und hier noch ein erstes, zufallsgeneriertes Video aus meinen Schnipseln dazu.

Mrz
31
2010
13

Garmin GPS-Festival 2010 im Viertelmix

Am 12. und 13. Juni ist das zweite GPS Event von Garmin auf dem Gelände de ehemaligen Zeche Zollverein. Für mich die augenfälligste Änderung: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr beim Thema Geocaching, sondern laut Pressemitteilung des Veranstalters auf nunmehr gleich vier Bereichen, die recht breit angelegt sind:

  • Auto und Motorrad
  • Outdoor und Sports
  • Reise und Tourismus
  • Apps, Games und Geocaching

Letzlich bestätigt diese Konzeptumstellung, dass der herbei geschriebene Erfolg der letztjährigen Veranstaltung wohl doch nicht so groß war. Zumindest die Besucherzahl war dem Vernehmen nach doch deutlich niedriger als die vermeldeten 15.000 Teilnehmer oder sollten etwa 14209 Teilnehmer das Loggen vergessen haben? Denn im Event-Listing finden sich gerade mal 791 Attended-Logs, Hier liegt also die Vermutung nahe, dass an den Teilnehmerzahlen nicht viel Wahres dran ist.

Sei’s drum, mit der Aufweitung des Spektrums kann sich das ändern. Klar, so ein GPS ist für viele Nutzer interessant: Für Autofahrer ebenso wie für Sportler und eben auch Geocacher. Dass letztere wiederum auch touristische Aktivität entfalten, hat sich mittlerweile auch ins letzte Bergdorf herumgesprochen, und Geocaching-Parcours schießen schneller als Pilze aus dem Boden. Mit einem GPS herumzulaufen, ist nun wirklich gar nichts Besonderes mehr. Die Themenmischung ist daher richtig und gut, und bietet sicher jedem Besucher die Möglichkeit, sich Spezial-Tricks der jeweils anderen GPS-Nutzer abzugucken. Gut ist, dass die Mondpreise des vorigen GPS-Festivals für den Besuch von Workshops abgeschafft wurden. Zwar frage ich mich noch, wer vor einen 90minütigen Vortrag zum Thema Abseiltechnik 15 Euro zahlt, für einen einstündigen Einsteigervortrag zum Geocachen 10 Euro oder für eine Veranstaltung zum Thema 60er/Etrex 5 Euro. Ich bin mal gespannt, wie das die Besucher aufnehmen und wünsche keinem Referenten, vor leeren Stühlen seinen Vortrag zu halten.

Da das offizielle Geocaching-Eventlisting noch nicht online ist, empfiehlt sich momentan eher, der Facebook-Seite ab und zu einen Besuch abzustatten, auf der recht zeitnah und wenig offiziös kommuniziert wird.

Insgesamt gefällt mir, Geocaching als nicht so hochgekochten Bestandteil der so genannten "GPS Games" einzusortieren. Das nimmt doch ein wenig vom Hype, der vielen Geocachern sowieso nicht ganz geheuer ist und für all jene, die sich sowieso eine etwas reduziertere Öffentlichkeitswahrnehmung wünschen.

Ein Haar in der Suppe habe ich aber noch: Wer sich für die Satellite Challenge, eine Art GPS-Schnitzeljagd deluxe anmeldet, der sollte sich vor Überweisung der Startgebühr (39,50 Euro bis 69,50 Euro) zumindest noch mal den Passus der Nutzungsrechte durch den Kopf gehen lassen. Den letzten Satz finde ich unakzeptabel:

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Er erweckt nämlich den sicherlich nicht beabsichtigten Eindruck, dass die Teilnehmer sich damit einverstanden erklären sollen, mit Werbung aller Art beglückt zu werden. Wie es denn gemeint wirklich ist, habe ich die PR-Agentur gefragt. Und sobald ich es weiß, erscheint hier auch eine Antwort dazu.

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Mrz
08
2010
18

Cache-Kontor: Ladengeschäft für Geocacher eröffnet

Bitte zwei große und fünf kleine PETlinge und 100 Gramm Schraubverschlüsse!“

„Welche Farbe für die Verschlüsse? Gelb, rot oder goldfarben?“

„Äh, gelb ist gut. Oder lieber golden, das ist unauffälliger.“

„OK. Kommt noch was dazu?“

Oh, diese Coins sehen auch schön aus, kann ich diese hier mal sehen? Ich meine auch anfassen?“

„Na klar.“ Öffnet den gläsernen Schaukasten mit einem Schüssel und holt eine sehr aufwändig gemachte Coin heraus.

Wow, die sieht ja echt klasse aus! Ist die trackable auf GC.com?“

„Ja, sie ist auch trackable. Hier steht die Tracknummer und da muss sie aktiviert werden.“

OK. Die nehme ich noch dazu“.

OK. Vielleicht noch einen Kaffee oder eine Bionade?“

„Oh ja, gerne. Die trinke ich gleich hier. Ach, und da ist ja noch ein Cacher, den ich kenne.“

So ähnlich könnte es zukünftig ablaufen beim Cache-Kontor, dem neuen Mieter im Kampany-Ladengeschäft – mitten im zentral gelegenen Szeneviertel Schanze unweit des S-Bahnhofs Sternschanze und der Hamburger Messehallen. Am 6. März 2010 lud Schamanu, im richtigen Leben heißt er Manuel, zur Eröffnung ein. Etliche Geocacher und Freunde – manche sogar beides – waren gekommen, um das zu feiern. Es gab Sekt, Kaffee und Knabberzeugs, der Laden war dekoriert mit bunten Luftballons.

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Schamanu (braune Jacke) mittenmang Kreative Büroklammern

Schamanu, diesen Cacher-Namen hatte ich vorher noch nicht oft gehört. Aber er liebt das Cachen, das ist deutlich, wenn er davon erzählt: Bislang hat er 309 Caches gefunden. Er hat keine regelrechten Favoriten beim Cachen. Alles ist von der Tagesform und Laune abhängig. Mal macht ihm ein ruhiger Sonntags-Waldmulti Spaß, mal eine Jagd nach Mikrodosen in urbanem Umfeld, mal schlägt sich Manuel eine Nacht mit Tante Google um die Ohren, wenn er sich in einen Mystery verbissen hat. Sein letztes Cache-Highlight war der LPC TRO HA (GC20FCY), ein urbaner Lost Place.

Weil der seit einigen Jahren in Hamburg lebende Norddeutsche so gerne cacht, war das für ihn Grund genug, Geocaching in ein Ladenkonzept zu integrieren. Sein Arbeitgeber hat ihm und anderen einen ungenutzten Raum der Firma überlassen und dort hat die Geschäfts-WG nun ein Ladengeschäft namens „Kampany“ eröffnet. Der Name passt, denn der Laden befindet sich in der Kampstraße 😉

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Blick in den vorderen Teil des Raums Muni-Kiste mit Schraubverschlüssen

Wie muss man sich das nun vorstellen? Der Laden insgesamt ist als „Raum für gute Ideen“ gedacht. Zu sehen gibt’s viel Ungewöhnliches von verschiedenen Firmen, die alle jeweils einen kleinen Fleck innerhalb des großen Raums nutzen, um ihre Produkte zu zeigen. Wirkt manchmal wie eine Kunstausstellung, aber: Alles kann man kaufen. Klar, auf den ersten Blick wirkt es natürlich seltsam, und vielleicht passt die Seife nicht zur Munikiste, die Munikiste nicht zum Teddybär, der Teddybär nicht zur Espressomaschine, aber gerade diese Kombination an Angeboten wirkt spannend, bunt und kreativ. Als Momentaufnahme bei der Eröffnung gab es zum Beispiel diesen Waren-Cocktail: Designer-Möbel, Kerzen, Kinderlöffel, Mini-Locher, Espressomaschinen, Seifen, exotische Kaffeesorten, Teddybären, Schmuck und: das Cache-Kontor.

Und was kann der geneigte Geocacher im Cache-Kontor kaufen? Sooo viel ist es noch nicht, aber das Angebot wird Schritt für Schritt nach Cacher-Bedarf und -wünschen erweitert werden, sagt Manuel. Ich sah zumindest schon mal ein Sortiment an Lock&Lock-Dosen, Munitionskisten, PETlingen und Mageneten unterschiedlicher Größe, Schraubdeckel, Aufkleber und Coins. Auch GPS-Geräte oder Karten sind denkbar, wobei hier die Preise stark schwanken, der Preisverfall bei elektronischen Geräten ist rapide. Auch ein Cache-Flohmarkt für gebrauchte Geräte ist angedacht.

Die Coins werden in zwei Glasschaukästen präsentiert. Bei der Eröffnung waren schon einige besondere Coins dabei. Schamanu hat Coins von Ernie’S (Schweiz), Sepp&Berta (Deutschland), Landscharkz (Kanada) und Groundspeak (USA) im Angebot.

Da ich mich fragte, ob es denn nicht schon genug Cache-Läden oder Geocaching-Shops gibt, wollte ich wissen, was Manuel dazu sagt. Denn mal ehrlich: Man kann die meisten Dinge auch online bestellen oder in gut sortierten Baumärkten bekommen. Das weiß Manuel auch. Sein Argument: „Mal eben 2 PETlinge oder eine Coin bestellen, dafür sind die Versandkosten doch ziemlich hoch. Diese Dinge kann man – ohne Versandkosten –  im Cache-Kontor kaufen.“ Und weiter: „Es ist wichtig, dass man Sachen begreifen, anfassen, kombinieren und ausprobieren kann, zum Beispiel den PETling mit passendem Magneten im Deckel.“ Das Cache-Kontor ist ein realer Laden und keine virtuelle Einkaufswelt. Dennoch: Für Ladenmuffel baut das Cache-Kontor gerade einen Online-Shop (www.cache-kontor.de).

Nur die Ersparnis von Versandkosten ist allein natürlich kein Grund, einen Laden öfters zu besuchen. Was die Sache für Geocacher interessanter macht: Hier gibt es auch die Gelegenheit für ein Dauer-Event unter Gleichgesinnten. Denn man kann sich hier auch für einen gemütlichen Plausch hinsetzen, Alkoholfreies trinken oder einen Kaffee schlürfen. Manuel: „So kann sich das Cache-Kontor zu einem Treffpunkt für Cacher entwickeln, man kauft kurz was ein, trifft sich für eine Cache-Tour oder stöbert auch mal im anderen Angebot der WG-Bewohner. Ich muss ja nicht von dem Cache-Utensilien-Verkauf leben. Für mich ist es ein schöner Nebenjob, mit dem ich Hobby und Beruf optimal verbinden kann.“ Indes: Die Cacher müssten dann schon Rentner oder Studenten sein: Denn die Öffnungszeiten (Mo-Mi 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr, Fr 9-15 Uhr) sind für die werktätige Bevölkerung dann doch eher so gestaltet, dass man die Ladenfenster nur von außen betrachten kann. Immerhin: Es gibt einen „langen“ Tag, den Donnerstag, an dem man bis 19 Uhr kommen kann. Und: Die zentrale Lage dürfte von Vorteil sein – und sicher auch die Bekanntheit des Szeneviertels an sich. Wer gerade hier dosensuchend unterwegs ist, kann man übrigens auch sehen: Auf dem überdimensionalen Logbuchstreifen im Laden stehen schon ein paar bekannte Namen. Die Kords sind: N53° 33.668 E009° 58.011 oder Kampstraße 15 in HH-Sankt Pauli.

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Jul
22
2009
19

Garmin zieht die Notbremse beim GPS-Festival

Ich habe in den letzten Tagen viel mit Garmin gesprochen, zunächst mit deren Agentur für Outdoor-Geräte, dann rief noch Tom Mühlmann (Manager Marketing Garmin Deutschland) an, und fragte, was ich denn vorschlagen würde. „Das Listing abräumen, alle Verweise auf kostenpflichtige Veranstaltungen entsorgen, stattdessen Service vor Ort bieten und den Cachern mal zuhören, wenn sie Dinge über ihre Geräte sagen. Entweder über das, was nicht funktioniert oder darüber, was sie sich wünschen.“

Ich kann aus den Telefonaten eigentlich nur den Eindruck wiedergeben, dass es Garmin leid tut, wie es gelaufen ist, und dass Garmin Deutschland unbedingt auch draus lernen will. Ich fürchte, der grundsätzliche Fehler lag schon darin begraben, dass sich Garmin entschied, eine Agentur, die sich mit Sportmarketing befasst, für die Organisation einer solchen Veranstaltung einzusetzen. Denn Geocacher sind keine Sportler. Nicht nur jedenfalls.

Sportfaktor plante das GPS-Festival dann auch nicht als Festival für eine irgendwie vernetzte Gruppe mit höchst heterogenen Einzelinteressen, sondern versuchte, den Geocachern eine Art kommerzielles Extremsport-Event unterzujubeln, mit angehängten Messen für alle, die daran verdienen wollen. Konnte nicht gut gehen, und der Unwille gegen eine solche Leistungsschau war nicht nur in meinem Blog früh ablesbar. Die Stimmung kippte vollends, als Kernbestandteile des Events plötzlich etwas kosten sollten. Nicht, dass Geocacher nichts zahlen würden, aber: So dreist abmelken mögen sich die meisten dann doch nicht. Das ist wie eine Einladung zum Kaffee, bei der man erst während der Anfahrt mitgeteilt bekommt, dass zwar der Zutritt nichts kostet, aber der Kaffee und Kuchen sehr wohl, und dass Sitzgelegenheiten zu mieten seien.

Nun war ich ganz erstaunt: Garmin hat vielen Cachern – nicht nur mir – zugehört, mit vielen geredet, und es war bestimmt ein langer Arbeitstag, als gegen 21.20 Uhr die Garmin-Mea-Culpa-Erklärung eintrudelte. Mit dem Abräumen des Listings zeigt sich nun: Garmin vollzieht die Notbremse, Sportfaktor hat wohl abgewirtschaftet, und die nun nur noch auf der gps-festival-Seite vorhandenen „teuren“ Programmpunkte werden wohl zur Bedeutungslosigkeit degradiert sein.

Die Community hat gesiegt, nun sollte sie Großmut zeigen und Garmin eine – allerletzte – Chance geben.

Apr
03
2009
3

Geheimevent der Doppel-O-Agenten

Findet es nun statt oder nicht? Wahrscheinlich ja, selbst wenn es nicht stattfindet. Fragt sich nur, wer teilnimmt. Bislang ist eine überwältigende Reaktion auf das Top-Ereignis der Dos-o-sphäre ausgeblieben. Die Umfrage im Geoclub zeigt bislang noch nicht, dass viele davon wissen:

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imageSo werden heute wohl an den sich selbst zerstört habenden Koordinaten – die Location macht indes nicht den einladendsten Eindruck – einige mutige/hoffnungsfrohe Cacher ein Treffen abhalten. Mit oder ohne Doppel-O-Agenten. Mindestens einer von Ihnen ist – wie zuverlässige Vögel zwitscherten – heute bis mindestens 20.30 Uhr wegen eines Treffens mit französischen Agenten verhindert. Daher meinen nicht wenige: Möglicherweise soll dieses Event einen Großteil der Cacher davon abhalten, an anderer Stelle einen FTF zu machen.

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Jan
06
2009
4

Nicht-Caches beim Nicht-Event

Gestern abend gab es ein Event in Hamburg. Aber nein, eigentlich gab’s das nicht. Zumindest kein „ordentliches“ Event mit GC-Code-Weihen, sondern nur ein „inoffizielles“, von Paulina und Stefan einfach mal kurzfristig anberaumt. Zu den ganz großen HCT-Klönschnacks hat es mich in letzter Zeit nicht so sehr hingezogen, aus den fadenscheinigsten Gründen. Mal zu weit weg, mal gefiel mir das Lokal nicht so, mal war die Arbeit schuld und mal waren es mir einfach schon zu viele Anmeldungen.

Gestern war alles anders, denn die Schar der Besucher war übersichtlich, umfasste keine 20 Leutchen, größtenteils Bekannte. Fast schon so etwas wie „zurück zu den Wurzeln“. Hat Spaß gemacht.

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Bei dieser Veranstaltung packte Sabrina, alias Steinwälzer einen Cache samt zwei Petlingen für die Vorstationen aus und legte zudem noch eine Cachebeschreibung für den Cache Geocoin Wichtel-Cache (GC1JY35) auf den Tisch. Wer jetzt googeln will: Den Cache gibt’s nicht wirklich, jedenfalls nicht offiziell. Charmant dabei: Die Cachebeschreibung „nimmt keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Guidelines“ und ist „auf keiner bekannten Plattform logbar“. Sinn und Zweck: Er dient der Übergabe von Wichtel-Geocoins. Und wie hat der Owner („ein Wichtel aus dem Geoclub“) das gemacht? Einfach: Ein Listing erzeugt, es aber nicht aktiv geschaltet. Sympathisch – ein ganz und gar inoffizieller Cache bei einem inoffiziellen Event.

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Mai
26
2008
1

1000 Dosen für die Prinzen

prinzen_007 Mit Klapphockern behängt, lief ich an einer Bank auf dem Rastplatz Grünental am Nord-Ostsee-Kanal vorbei. Motorradfahrer hockten dort, machten Pausen. "Was kommt denn heute für’n Schiff?" wollte einer wissen. Fragezeichen in meinen Augen. Schwerfällig formten sich die Worte: "Wieso soll ich das wissen? Hier fahren doch jede Menge Schiffe längs." Der Biker: "Wir haben hier jetzt schon einen Haufen Leute gesehen, die mit Kaffee und Kuchen und Tisch und Stuhl" nach da unten " – er deutete mit dem Finger vage in dir Richtung – "gegangen sind. Da kommt doch bestimmt wieder so ein berühmter Pott." Stutzen, dann der Aha-Effekt. "Na klar, da hat sich doch ein Prinzenpaar angekündigt, und da müssen wir hin!" Jetzt war das Glotzen auf der anderen Seite. Ich ließ sie natürlich nicht dumm sterben und gab einen Kurzabriss übers Geocachen.

prinzen_001Die Auflösung Helga und Konrad alias prince155 haben gejubiläumt! 1000 Dosen gefunden und das seit Februar 2005. Wer in Schleswig Holstein wohnt, weiß, dass dies kein Selbstgänger ist, denn hier steht man doch recht schnell nach allen Seiten im Wasser. Und so viele Dosen gibt’s da ja nicht. Helga und Konrad haben aber mit 30 gelegten Caches das ihre dazu beigetragen, schöne Plätze in Itzehoe und umzu zu vertuppern. Annett und ich haben die beiden als äußerst gastfreundlich kennengelernt und durften auch schon nach dem Cachen in Itzflitz lecker Cappucino bei den beiden schlürfen. Eine Menge Leute gratulierten den beiden, und Paulina hatte sich noch frühmorgens schwer ins Zeug gelegt, die beiden zu beschenken. Also, ihr zwei: Auf die nächsten 1000!

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Mai
13
2008
6

World Wide Flash Mob Event, Abteilung Kassel

Es waren auch Leute aus Kassel dabei, als sich am 10.Mai ungefähr 560 Leute (schwören die Veranstalter) am Landschaftsfenster in der Documentastadt Kassel im wahrsten Sinn zusammenrotteten, zu einem so genannten Flash Mob.

Um Schlag 19 Uhr ging es los, da wurde ein Behälter aufgestellt und eine Reihe merkwürdig unauffälliger Leutchen, die sich zum Teil sogar zu kennen schienen, strömte einem Zentrum zu, aus dem heraus immer wieder: „Logzettel, Logzettel!“ gebrüllt wurde. Schnell musste es schon gehen, denn loggen durfte nur, wer bis spätestens 19 Uhr 15 seinen Logzettel abgegeben hatte. Einer Journalistin, die dort eifrig Cacher ausfragte, wurde kurzerhand der Stift entrissen mit der Bemerkung: „Der muss loggen – das ist wichtiger!“.

Ich habe dort mit meiner alten Cam gefilmt und ein paar verwackelte, schlecht belichtete und sinnentstellend gekürzte Fragmente für die Daheimgebliebenen ins Netz gestellt, hier der Link zu DeineTube:WWFM-Video auf Youtube. Über fleißige Bewertungen würde ich mich nicht ärgern 😉 .

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Feb
08
2008
2

Mobbing, oder was?

Ein Flashmob in Wien, Foto: Agnes PeterssonEs ist zwar noch etwas Zeit bis dahin, aber jeder muss ja ein wenig planen 😉

Am 10. Mai gibt es in Kassel einen Flash-Mob von Geocachern, guggstu hier. Sinn der Sache: Man trifft sich um 19 Uhr an einer Stelle und macht eine Blitzaktion, verschwindet danach wieder. Also reichlich Zeit, um auch die läppischen 2500 anderen Caches in der Gegend zu suchen :-) . Wir werden auf jeden Fall hinfahren, allein, damit es diesmal klappt mit dem Rekord. Im vergangenen Jahr haben die Leutchen in Braunschweig immerhin weltweit die zweitgrößte Teilnehmerzusammenrottung hinbekommen.

Im grünen Forum läuft eine Umfrage von Michael Zielinski, in der es um die Teilnahmefreudigkeit an diesem Event geht beziehungsweise, ob in Hamburg ein eigenes Event stattfinden soll. Bislang ist die Teilnahme an der Umfrage eher verhalten, wenn man mal bedenkt, wie viele Geocacher es in der Gegend gibt, die sich auf Events rumtreiben.

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Jan
26
2008
0

Schienenmuseum: Der Rudel-FTF – oder: das Nicht-Event

Das inoffizielle Nicht-Event-LogEin bizarres Nicht-Event gab es gestern nacht zu bestaunen: Den Rudel-FTF des Schienenmuseums (GC18P2D) von Schiershark. Aber mal der Reihe nach:

Abends, halb acht in Deutschland. Auf einem Parkplatz inmitten der friedlich beschaulichen Metropole Hittfeld rangierte der Dicke Olli mit seinem von französischen, missmutigen und unterbezahlten Arbeitern mehr schlecht als recht aus hauchdünnen Feinblechen gefertigten Cachemobil herum und bestimmt den Platz für das kommende. Wo ein Cachemobil steht, kommt auch schnell das zweite. Das dritte. Das vierte. Kofferraumdeckel klappen, Stehtische werden aufgebaut. Plötzlich tauchen immer mehr Verrückte auf, viele mit heißen Getränken oder leckeren Knuspereien. Auch Mystphi hat quasi als Bonus noch eine dicke fette Dose mit Lakritzstangen für uns deponiert. Gut und gern 40 Leutchen aus nah und fern stehen auf dem Parkplatz herum und haben SPASS :-) bei den ersten Versuchen, eine inoffizielle Pinguinkolonie nördlich der Antarktis zu gründen.

Der Dicke Olli und Frau Töse bei wichtigen Dingen.

20 Uhr 2 Minuten: Seit zwei Minuten ist der Cache freigegeben, doch niemand macht Anstalten, ihn suchen zu gehen. Soll der Cache doch zu uns kommen. Das nennt man wohl „Reverse Caching“. Schließlich erscheint noch Schiershark, der Owner der Dose. Eine Wolke von Cachern wabert zum Cacheplatz, holt dann schließlich doch die Dose. Ich dachte schon, es hätte dem Nicht-Event bestimmt die Krone aufgesetzt, wenn wir uns alle getroffen hätten und niemand einen Find geloggt hätte, sondern nur eine Note a la: „Juhu, Spaß gehabt, der Cache war Nebensache!“ Doch dann wäre Deichgräfins perfekt vorbereitetes FTF-Log umsonst gewesen, und sowas geht ja gaaaar nech.

Insgesamt das beste Nicht-Event bislang, und über den FTF darf sich jeder freuen, der das möchte.

Dä DoseR2D2-Dirk hilft ein bisschen nachKriegst ihn ja gleich, muss nur noch die Koords einippenAgeta, Yoyus und Bluelady beim Warmzittern

Bluelady und Kiki beim Foto-für_Kampf_Zwerg-Grins

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