Gewisse Leute sagen: Beim Geocaching verdient hauptsächlich einer, und das ist Jeremy Irish, der ja bekanntlich die Hand auf gc.com hat und die selbige für ein paar Dienstleistungen für notleidende Cacher aufhält. Aber das Gerede um die gierigen gc.com-Leute ist Quatsch. In Wirklichkeit steckt hinter dem Ganzen eine gigantische Verschwörung. Ja, richtig gelesen, eine Verschwörung. Aber von wem? Na, ist doch klar: Von den Unternehmen, die Sachen mit der Tatze herstellen, außerdem noch diejenigen, die unseren Tank für die Cache-Touren füllen, gar nicht zu reden von den Autofirmen. Und dann wären da noch die Anbieter aller möglichen Werkzeuge, ohne die man sich als Geocacher ja gar nicht mehr unter die Leute trauen kann. Zehn seltsame Werkzeuge aus noch viel seltsameren Läden:
Das Micro-Max 19-in-1 Multi-tool:
Ist so klein, dass man es wohl schon nach der ersten Cachetour verliert und kostet 13 US-Dollar. Enthält 6 Schraubendreher, den überlebensnotwenigen Flaschenöffner, Lineale (und Verlängerungen) dafür, sowie eine Zange mit vorgeformten Backen für Muttern. Ein Handbohrer und ein Drahtschneider sind auch dabei. In Deutschland habe ich es nicht gefunden, wohl aber zum, Beispiel bei Geeky Gadgets.
Die Multi-Color LED Leuchte mit Fernbedienung
Braucht man, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass manche findigen Verstecker nun Nachtcaches legen, die bei den üblichen, eher kalten LED-Lichtern die Reflektoren nicht zu Erstrahlen bringen. Dann hilft diese, zugegeben unpraktische LED-Lampe. Unpraktisch, weil man noch eine 110 bis 240-Volt-Versorgung braucht. Preis: 50 USD.
Wer aber keine Batterie samt Umrichter tragen will, kann dann immer noch zum Warmduschermodell "Multi-Color-LED-Flashlight" greifen (kostet 25 USD). Die 3-Watt-LED wird mit 3 AAA-(Micro)-Zelen befeuert. Hm, zu billig dafür, dass es was taugen soll ;-). Beides gesehen bei Think Geek. Wie auch die folgenden Sachen.
Der versenkbare Geheimstift
Die Welt ist schlecht, und eines der klarsten Zeichen dafür ist, dass Stifte grundsätzlich gestohlen werden. Tada: Nicht diesen! Denn im "Ich-bin-kein-Stift"-Modus verwirrt er seine Jäger, täuscht vor, nur ein harmloser Schlüsselanhänger zu sein. Welch ein Irrtum, denn er kann sich, um den Eintrag ins Cachelog vorzunehmen, aufs Prächtigste entfalten und schreibt dann. Muss er auch, denn das Mistding kostet 15 USD. Hat übrigens jemand meinen Schlüsselbund gesehen?
Ein UV-Desinfektor
Ja, Cachen ist eine schmutzige Sache. Wer schon mal seine Arme bis zu den Achseln im Baumstumpf hatte, weiß, wovon ich schreibe. Was da wohl so alles an Bazillen im Dreck ist? Aber Rettung naht. Mit dem UV-Desinfektor-Zauberstab kriegt Mutti das wieder hin. Kostet in der Kurzform 80 USD und in der Extend-Version für noch mehr Kill-Effekt 160 USD.
Das Sonic Super Ear
Über Caches, die nur mit einem Nachtsichtgerät gefünden werden können, kann der erfahrene Cacher nur müde die Mundwinkel zucken lassen. Hier nun endlich das Werkzeug für akustische Caches (40 USD). Verstärkt Geräusche um bis zu 50 Dezibel. Das Geräusch eines sich öffnenden Cachebehälters hört man damit aus mindestens fünf Kilometern Entfernung.
Die wirklich sichere Sabotage-Sicherung
Es gibt sie: zu gute Caches. Manche Owner plagen sich dann mit Saboteuren, die Stufen verschwinden lassen etc. pp. Hiermit ist man endlich sicher. Die Sicherung eskaliert in drei Stufen: Stufe 1 löst nur einen Alarmton und Lichtsignale aus. In Stufe 2 wird das schon ernster, die Signale lauter und außerdem wird ein roter Lichtstrahl auf den Saboteur gerichtet. Lässt er dann immer noch nicht von seinem schändlichen Tun ab, dann werden in Stufe 3 zwei Geschosse auf den Eindringling abgefeuert - laute Anbieter soll es sich aber weniger zum Bewachen der persönlichen Goldvorräte eignen. Kostenpunkt 30 USD.
Der Sensor gegen versteckte Kameras
Seltsame Dinge passieren. Da erzählt jemand beim Event Dinge, die er unmöglich wissen kann. Klarer Fall, da war eine versteckte Kamera im Spiel. Mit diesem Spürgerät 25 USD) gehst du auf Nummer sicher. Es ist ein Breitband-Detektor, der auf Sender von 50 Megahertz bis 3 Gigahertz reagiert. Mit anderen Worten: Es leuchtet eigentlich fast immer. Da kann man mal sehen: Kameras sind überall
Das ultimative "Hilft bei Panik"-Tool
Mit diesem praktischen Mithabsel möchte man sich gern freiwillig im Wald verirren. Denn es enthält einen Panik-Knopf (mit Krach), einen Signalspiegel, einen Kompass, einen Hand-Generator zum Aufladen der eingebauten Akkus, die im Übrigen eine superhelle LED, ein Blitzlicht und eine Ladeelektronik fürs Handy antreiben. Ach ja, auch ein Radio, mit dem man dann genussvoll verfolgen kann, wie die Medien über die vermisste Person berichten. Und alles für nur 20 USD. Da nehmen wir doch am besten gleich zwei, oder nein, am besten gleich alle.
USB-Taschenmikroskop
Wer heute noch Nanocaches sucht, braucht wohl auch schon eine Gehhilfe beim Cachen. Nach jüngsten Gerüchten soll der Cache-Mindestabstand bald auf fünf Meter verringert werden. Damit dann der Suchspaß erhalten bleibt, kommen auch neue Cachegrößen zum Einsatz, etwa Pico und Femto-Caches. Bereite dich am besten gleich heute darauf vor: Mit dem USB-Taschenmikroskop kannst du die in Frage kommenden Stellen mit bis zu 200facher Vergrößerung untersuchen. Und das schon für unglaubliche 200 USD. So viel muss dir der Spaß doch wert sein, oder?
Der Stealth-Mode-Switch
Oh, nein, wieder mal ein Cache in urbaner Umgebung, direkt zwischen Kindergarten und Polizeirevier? Dann wünscht man sich einen unsichtbar machenden Elbenmantel. Klar, aber jeder weiß ja, dass Elben nur die Ausgeburt einer kranken Phantasie sind. Wirklichkeit ist hingegen dieser Stealth-Mode-Switch. für 25 USD. Knips, und man ist unsichtbar. Ideal auch für Cacher, die gerne anderen beim Suchen zuschauen. Scherz beiseite, in Wirklichkeit macht das Ding nichts weiter als ein Geräuschschalter für den Computer im Büro. Er schaltet auf Wunsch blitzschnell die Programmfenster weg, etwa weil der Chef nicht schon wieder sehen soll, dass man auf Maloche mit GSAK herumwirtschaftet.
Hehe, na da wird es wohl Zeit für ein YPS-Heft für Geocacher.
Jede Woche ein neues Gimmick, das garantiert jeder braucht.
Was mir noch in meiner Cacherausstattung fehlt, ist dieses “Men-In-Black”-Blitzding, damit ich das Verraten von Mystery-Geheimnissen unter Alkoholeinfluss auf Events rückgängig machen kann.
http://www.youtube.com/watch?v=JzNrqx6EhRU
Nur mal so am Rande - das USB-Mikroskop habe ich schon ausgiebig testen dürfen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist klasse und die Bilder sinds auch.
Das “Hilft bei Panik-Tool” ist der Hammer ^^