Jun
26
2009
6

Garmin Dakota jetzt “richtig” offiziell

image Garmin USA hat jetzt endlich die Hüllen fallen gelassen und veröffentlicht Specs zu den beiden neuen Hand-GPS-Geräten. Aber: Die interessierten Kreise erfahren nicht viel Neues, und Garmin Deutschland darf wohl die PresseInfo erst rausschicken, wenn alle interessierten Greise (SCNR) schon alles aus der amerikanischen Version übersetzt haben - albern und peinlich, dass die US-Führung von Garmin den Garmin-Leuten hierzulande nicht mal mehr Leine lässt.

Die Geräte sollen schmaler sein als das Garmin Etrex, wie schon bekanntgeworden, einen 2,6 Zoll Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm haben. Außerdem robust, wasserdicht (IPX7, wie gehabt) und einen guten Empfang mit Hilfe der HotFix-Technik bieten. Damit soll die Satellitenposition automatische fortgerechnet werden, was ein schnelles Finden der eigenen Postition erleichtern soll. Beide Dakota sollen 850 MB Speicher haben und 1000 Wegpunkte aufnehmen können. Interessant: Sind die Wegpunkte Geocaches, dann dürfen es auch 2000 sein. Ferner fasst der Speicher 50 Routen und Tracklogs mit bis zu 10000 Punkten sowie 200 Tracks.

Der Dakota 20 hat zusätzlich noch einen Micro-SD-Karten-Schlitz sowie einen DREI-Achsen-Kompass, ein Barometer, einen darauf basierenden Höhenmesse und die bekannte Wireless-Datenübertragung an Oreganos, Colorados und Foretrexe.

Das Menü richtet sich - wie die im Stadium der Gerüchtelei ja schon gesehene Version - nach dem Oregon. Die Bedienung soll auch mit Handschuhen möglich sein und das Display soll, wie Garmin prosaisch fabuliert, den Kräften der Natur Widerstand leisten könen. Die Gerätchen sollen 6,75 Ounces wiegen (wer sagt den Amis mal, dass es ein SI-System für Maßeinheiten gibt?), also 155 Gramm. Die darf man etwa 20 Stunden in der Hand behalten, bevor die Batterien (AA) alle sind. Danach aber nicht wegwerfen! Weder die Batterien, noch das Dakota ;-)

Computeranschluss ist möglich via USB (2.0) - an PCs und Mac.

Vorgeladen ist eine weltweite Basiskarte. Aufspielbar sind City Navigator NT-Karten, Blue Chart G2 und Topokarten.

Also: Alles war vorher bekannt, da fragt man sich doch, wieso Garmin daraus so ein Geheimnis machen muss - die stellen schließlich kein iPhone vor …
Ach so, noch eine Info: Die Geräte kommen im August 2009 zu empfohlenen Verkaufspreisen von 279 bzw. 349 Euro auf den Markt.

Written by ksmichel in: Garmin |
Jun
18
2009
8

Lost Places: Keine Fotos, bitte!

In Heidelberg gibt’s nicht nur Japaner und Amis, die das Schloss und die überaus liebliche Stadt an sich besichtigen. Nein, auch in der schönen Neckarstadt im Bundesland, das alles kann außer Hochdeutsch, geschehen hässliche Dinge. Zum Beispiel denen, die in alten Industrie-Ruinen fotografieren und - schlimmer noch - das dokumentieren, indem sie die Fotos der bizarr-anziehenden Industriekultur für andere veröffentlichen.

Im Heidelberger Zementwerk Elsa hat das zu einer juristischen Drohgebärde geführt, die durchaus für Geocacher kennenswert ist. Die sicherlich unter Lost-Place-Cachern bekannte Site www.lostareas.de hatte zum Werk ein paar auch künstlerisch schöne Fotos veröffentlicht. Pamela Zimmermann, neudeutsch “legal counsel” der HeidelbergCement AG hat Mitte November 2008 den Seitenbetreiber scharf aufgefordert, die Bilder von der Seite zu nehmen, anhand der Fotos von den Innenbereichen messerscharf auf Hausfriedensbruch erkannt und eine gerichtliche Auseinandersetzung angedroht.

Bildautor Ingo Bornemann erklärte daraufhin, dass die Bilder entstanden waren, als es noch keine Umfriedung des Geländes gab, bat nachträglich um Erlaubnis, die Bilder zu veröffentlichen, da sie die industriekulturelle Wandlung dokumentieren.

Die Antwort von Counsellor Zimmermann reagierte zwar bedeutend freundlicher als in Ihrem ersten Schreiben, sie blieb aber hart. Und begründete dies auch. Danach würde eine Duldung zu Nachahmern führen, und dann könne der Konzern durchaus in Haftung genommen werden, falls auf dem Gelände etwas passiere.

Fazit nicht nur für Geocacher: Wer ein solches Gelände kennt, hält am besten die Klappe, macht keine Bilder und genießt still. Wenn schon ein Geocache gelegt werden soll, dann am besten als Mysterie,, um marodierenden Juristen (die sich meiner Meinung nach zu einer Geißel der Menschheit auswachsen) die Erkennung zu erschweren. Ansonsten konspiratives Verhalten. Keine euphorischen Logs mehr, statt dessen lieber eine nette Mail an den Owner.

Written by ksmichel in: Lost Places |
Jun
11
2009
8

Bremen und: Leistungscaching beim GPS-Festival in Essen

Garmin hat bekanntlich gemerkt, dass es Geocacher gibt und dass die viel für den Absatz ihrer ich-bin-hier-Geräte tun, schon allein, weil die ich-will-dahin-Geräte immer billiger werden und die Margen dafür sinken. Aber was Geocaching ist, und wie die Leute gestrickt sind, die das machen, da tastet sich Garmin Deutschland erst langsam heran. Zurzeit laufen die ersten Versuche an lebenden Cachern:

Mega-Event Bremen:

DSCN1242 Mangelndes Einfühlungsvermögen in die Cacherseele mochte ich der Garmin-Standbesatzung beim G.A.M.E-Megaevent in Bremen unterstellen. Okay: Die Geocacher haben sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Erschütternd: Statt sich fröhlich durch die Masse der Bekannten durchzuquatschen, stellten sich viele einfach mal an den diversen Schlangen an, an deren vorderen Ende es etwas umsonst gab: Wertvolle Gaben, etwa fast durchsichtige T-Shirts oder kastrierte TBs (dazu noch mehr!). An Ständen, die viel mehr Zuspruch verdient hätten, herrschte hingegen keine Platznot, so zum Beispiel da, wo’s Erdbeeren (nicht umsonst) gab. Aber Erdbeeren sind sowieso ein todsicherer ksmichel-Köder, da kann ich nicht vorbei.

DSCN1243Antizyklisch spät kommen, war hingegen unsere Devise, der FTF war eh schon weg ;-)

Doch was gab’s bei Garmin am Stand: Angeblich Leihgeräte und Beratung. Nur, dass jeder, der was wissen wollte, wohl besser informiert war als die Standbesatzung. Nachdem mich einige darauf angesprochen hatten, wie gruselig es dort zuging, habe ich dann auch mal Mäuschen gespielt. Da gab es einen Cacher, der wissen wollte, ob er auch zwei verschiedene Kartenarten, also Topo und Straßenkarten, auf seinem 60er unterbringen kann (ja). Die Antwort: “Ich glaube nicht, aber rufen Sie mal bei Garmin an.” Ein anderer wollte wissen, welches günstige Gerät Garmin zum Cachen empfehlen kann. Die Empfehlung war das derzeit teuerste Gerät, das Colorado 400 (”Weil es am besten ausgestattet ist”). Dabei vergaß der gute Mann aber zu erwähnen, dass man sinnvollerweise auch noch eine Karte zukaufen sollte.

Und so ging’s weiter. Die verschenkten TBs waren, wie bekannt, ja eine reine Werbeveranstaltung für das GPS-Festival in Essen. Will sagen: Nach dem Event ist der übrigens deutschsprachig beschriftete TB sinnlos. Er wird übrigens ohne das sonst übliche Doppel geliefert und hat nur ein winziges Kettchen (spart wohl ein paar Cents).

Liebe Garmin-Leute: Die Tracking-Nummern werden üblicherweise pro “Tag” nur einmal vergeben, und jeder Cacher hat natürlich sofort herausgefunden, dass die verschenkten TBs oft die gleichen Tracking-Nummern hatten. Sieh und lerne! Statt “Danke, Garmin!” kommt nun Häme von den Rängen. Und der Eindruck drängt sich auf, dass Garmin bei etwas mitspielt, von dem es nur die Hälfte verstanden hat. Wozu jeder Nutzer der Geräte wohl mühelos Dinge beisteuern kann, die er gerne besser umgesetzt sähe.

GPS-Festival

Wie landauf, landab schon gemeldet, steigt am 19./20. September in Essen ein großes “Garmin GPS-Festival”. Garmin hat dazu schon eine Pressemitteilung verschickt. Die Programmpunkte enthalten auch diesen:

    * Garmin Geocaching-Masters: Bei dem Wettbewerb ermitteln die besten Geocacher den König der Schatzsucher.

Ich sag nur: Den Wettbewerb kann man sich sparen, denn das bin natürlich ich. Normalerweise schreite ich bei Events immer im vollen Ornat die Schar der Unterthanen ab und werfe huldvoll mal den einen oder anderen Wegpunkt in den Pöbel, bis ich die aus goldplattierten Klettergeschirren gefertigte Sänfte besteige und mich zum nächsten Tradi tragen lasse. #größenwahn

Im Ernst: Vor Leistungscache-Schauen hat es mir immer gegraust. Waren die Stadtmeisterschaften schon eine von Jahr zu Jahr eskalierende Leistungscaching-Sache, so mag ich lieber nicht wissen, wie sich a) die “besten” Geocacher definieren und b) welche Vergünstigungen man dann tatsächlich als König hat.

Geocaching war nie und darf nie ein Leistungssport werden. Da hat der Veranstalter (bezeichnenderweise heißt er Sportfaktor) wohl mal ganz einfach daneben gelangt. Interessant noch dieses Zitat der PM:

Bei der gpsCON: [...]:

Experten aus Tourismus, Marketing und Sport zeigen die Einsatzmöglichkeiten der GPSTechnologie und diskutieren Zukunftsthemen.

Könnte man - etwas ätzig - auch übersetzen mit:

Schlepper aus allen Branchen überlegen, wie sie daran verdienen können, dass GPS-Geraffel immer billiger wird.

Sehr beredt dann auch dieses marketingschwurblerische Zitat von Sportfaktor-Geschäftsführer Matthias Höfer (Hervorhebungen durch mich):

„Die GPS-Technologie wird in den kommenden Jahren
immer mehr Anwendungsmöglichkeiten bieten. Mit dem Garmin
GPS-Festival auf Zollverein geben wir der Szene mit den Freaks
ebenso eine ‚neue Heimat’
wie den Event-Neulingen einen
perfekten Einstieg zum Thema. [...]

Wir sind also heimatlos und können uns daher freuen, wenn uns jemand eine Neue Heimat verpasst? Ach nö - schon vor 25 Jahren hatte die Neue Heimat keinen guten Klang. Und welcher Cacher sieht sich schon als “Freak” (aus dem Englischen, heißt unter anderem: “Krüppel, Verrückter, merkwürdiger Mensch“). Na, danke.

Und sonst?

Richtig gut hat mir hingegen die Garmin-Broschüre zum Thema Geocaching gefallen, die ich in einer Vorabversion schon mal sehen durfte. Da hatte ich dann endlich mal das Gefühl: Ja, der Groschen ist ENDLICH gefallen. 

Ich wünsche mir vorn Garmin ein Verhalten, dass schon eher in Richtung gemeinsamer Produktentwicklung läuft, mindestens aber die Benutzer auf gleicher Augenhöhe anspricht. Indes: Vieles ist auf einem guten Weg, seitdem es Garmin Deutschland gibt und die unsäglichen Service-Arien von früher endlich vorbei sind.

Written by ksmichel in: Sinn-Sachen-Suchen |
Jun
10
2009
4

Gerüchte über Garmin Dakota

Ich bin ja zurzeit schwer beschäftigt, aber das Aufschnappsel aus einem Blog muss ich dann doch mal melden:

dakota.jpgEs gibt ein Gerücht, dass es neue Garmins geben soll. Haha. Logisch gibt’s mal neue Garmins. Aber das Gerücht hat der Neuerscheinung schon einen Namen gegeben, weil ein kanadischer Händler etwas voreilig eine Beschreibung im Netz veröffentlicht hatte.

Das gute Stück soll Garmin Dakota 10 und Dakota 20 heißen.

Es soll einen 2,6-Zoll-Bildschirm haben (also 6,6 Zentimeter Diagonale), berührungsempfindlich und 850 MB internen Speicher.  

Es wird spekuliert, dass das Gerät im Umfeld der Tour de France als neues Fahrrad-Navi erscheinen soll, auch weil es einen kleineren Bildschirm als die Oregons hat.

Written by ksmichel in: Garmin |
Jun
03
2009
3

Futtern, aber nicht bei Muttern

Da der Michel momentan mehr taucht als Dosen sucht, habe ich mal wieder was Kleines geschrieben, nix mit Technik, eher was Praktisches ;-)


Unterwegsverpflegung in der Tupperdose. Echt legga!

Man kann Tupperdosen nicht nur für Logbücher, Tauschkrams oder als Aufbewahrungsort für Batterien oder Cache-Werkzeug verwenden, sie können auch mal ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Soll heißen, man kann was Essbares hinein tun. Diese ursprüngliche Verwendung macht besonders bei Ganztages-Cache-Touren Sinn. Irgendwann hat man ja Hunger, schließlich ist man den ganzen Tag an der frischen Luft, mehr oder weniger. Will man nicht in ein Schnellrestaurant wie McDonalds oder Burger King, wo man mit legeren oder auch dreckigen Cacher-Klamotten ohne Probleme rein gehen kann, muss man sich schon selbst versorgen. Ein Cacher-Picknick. Am besten direkt aus der Tupperdose:

Die gesunde Cacher-Mahlzeit

800px-Salatgurke Alles Gesunde, also Möhren, Kohlrabi, Gurken, Paprika in mundgerechte Stifte, Scheiben oder Stücke schnitzen und sie in eine Tupperdose füllen. Damit das Gemüse, z.B. Möhren, nicht anläuft, helfen ein paar Spritzer Zitronensaft. Wer lieber Obst mag, ist mit Bananen oder Äpfeln gut bedient, die haben ja gewissermaßen ihre eigene Verpackung schon dabei und sind leicht zu transportieren. Zu trinken gibt es Mineralwasser oder Fruchtsaft-Schorlen. Damit man nicht ganz schnell schon wieder Hunger hat, sollte man sich ein Vollkornbrot mit einem leichten Brotaufstrich oder Geflügelwurst oder Käse von zu hause mitnehmen, was man dann zur Sättigung essen kann.

Die Schoko-Mahlzeit

Nutellabrote schmieren, ein paar Schokoriegel mitnehmen, gerne auch Müsliriegel. Immer gern genommen auch Kekse, besonders Doppelkekse. Dazu gibt es Wasser, Saft oder Kakao. Aufpassen muss man mit solchen Schoko-Sachen allerdings im Sommer. Wärme oder gar Hitze tut hier nicht gut. Sie laufen dann einfach weg ;-)

Die Muffin-Mahlzeit

CranberryMuffin Mein Favorit sind Muffins. Die sind so schön handlich, man kann sie mit diversen Zutaten, also süß und pikant, zubereiten, und die Portionsgröße passt auch gut. Rezepte gibt es zuhauf im Internet. Sie sind einfach und schnell herzustellen. Sogar im Voraus backen und sie einfrieren ist möglich. Super praktisch!

Ein paar Links zu von mir verwendeten Rezeptseiten:

http://www.muffin-welt.de/

http://www.muffin-paradies.de/

http://www.rezepte-nachkochen.de/muffins.php

Man kann sie sogar mit Bier backen, habe ich zwar selbst noch nicht probiert, aber einen Versuch wäre es ja wert.

http://www.chefkoch.de/rezepte/765471179388343/Biermuffins.html

Die Getränke dazu hängen davon ab, ob man süße oder pikante Muffins isst, aber mit Wasser oder Saft ist man immer gut bedient.

Ein Cacher-Picknick ist schnell zu realisieren, einfach eine Decke ausbreiten, die mitgebrachten Köstlichkeiten in Tupperdosen dort drauf stellen, sich im Schneidersitz darum postieren, … und zulangen.

Wenn man dann alles aufgegessen hat, fix auswischen und Logbuch und Stift rein ;-)

Written by alligateuse in: Tricks |

Powered by WordPress | Theme: Aeros 2.0 by TheBuckmaker.com