Ein netter Hinweis eines befreundeten Cachers stupste meine Nase auf den Cache Sparkasse Eidelstedt. Alle nachfolgenden Bemerkungen beziehen sich auf NICHT-Muttersprachler. Wer als Ausländer Deutsch lernen musste, ist selbstverständlich dispensiert - unsere Sprache ist nunmal sehr, sehr schwierig. Auch gelegentliche Rechtschreib- und Formulierfehler finde ich nicht schlimm - schließlich sind wir Menschen, machen also Fehler. Was mich aber - wie mein Informant weiß - aufregt: Lieblose Caches mit liebloser Beschreibung an banalen Orten ohne jegliche Inspiration.
Die oben genannte Cachebeschreibung beginnt mit einer opulenten Eröffnung - damit jeder weiß, was ihn erwartet:
Bei den Baenker in Eidelstedt.
Übersetzt: Dose einfach irgendwo hingeworfen
Sofort erfahren wir etwas über die Motivation des Legers, dort eine Dose zu legen:
Ich Laufe ständig an dieser Location vorbei zur Arbeit und habe dieses Lüftungsschacht gesehen und wurde mir auserkoren für den Cach.
Übersetzt: Prima: Hundepisse und dreckig.
Sodann gibt es Tipps in Hülle und Fülle, wie dieser Cache zu bergen ist:
Seit Vorsichtig Alltags ist es recht Muggelig.
Lasst euch was einfallen und seit unauffällig, wenn ihr bergt.
Übersetzt: Bald weg, weil niemand auf solche Hinweise Rücksicht nimmt.
Nach einer Änderung noch mal ein paar detailliertere Anweisungen:
Habe das ausprobiert und es geht, wenn sie eingeklemmt ist leicht, faellt die nicht auf dem Boden!
Nimmt euch etwas Zeit den Chach auch so wieder zurueck zu tun wie er war!
Übersetzt: Liegt spätestens nach dem sechsten Cacher unten.
Der Owner hat 18 Caches gefunden, ist seit 2. März angemeldet. Selbst das wichtigste Wort, also das, worum es uns alle zentral geht, schreibt er falsch: Cache findet sich mal als “Cach”, dann wieder als “Chach”. Mal so, mal so.
Ich will keine Deutschtümelei beim Cachen, aber: Es wäre möglich gewesen, dass sich jemand mal anschaut, was da steht. Selbst eine Microsoft-Korrektur würde viele Fehler finden. Und mit Marotten wie fehlenden Umlautzeichen (ä, ö, ü) muss man das Lesen nicht absichtlich schwerer machen.
Aber: Ich wünsche mir im Sinne einer nicht ganz ins Bodenlose abrutschenden Cache-Qualität eine “coachende” Empfehlung des Reviewers. Und eigentlich sogar von den suchenden Kollegen.
Vielleicht bin ich ja nur empfindlich, aber will denn wirklich jeder nur den raschen Punkt? Will sich niemand mehr darauf einlassen, die neuen Künstler sanft und angemessen “einzunorden”?
Aus harmlosem Gezwitscher entwickelte sich am Wochenende heftiges Gekrächz. Es gibt offenbar in der Blogosphäre einen Frust der Macher und einen Frust der Leser, zu lesen auf der
Hallo Jörg, du bist bei der Deutschen Wanderjugend (DWJ) verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Die DWJ betreut im Rahmen der Seite geocaching.de auch Presseanfragen über Geocaching.