Jun
06
2008
9

Polizei findet Cache, sprengt ihn aber nicht

So ein Blog lebt ja von freundlichen Zuträgern, die mich mit der Nase auf interessante Themen stupsen. So auch hier: Beim Cache “Die Rache ist mein” (GC1CJW6) von jelly_snail lag eine Visitenkarte der Polizei. Dirk, NDR, hat mir zwei Fotos davon geschickt, danke dafür:

Bild016 Bild017

Und was passierte dann? Die Ownerin sprach bei der Wache vor, und loggte dies:

June 6 by jelly_snail (101 found)
Ich habe gestern Abend noch bei der Wache angerufen.
Mein Cache hat eine eigene Akte.
Mit Foto.
“Schönes Foto” sagte der Polizist.
“Schöne Dose”.
Er meinte nur, daß ein Kollege Geocacher ist.
Eigentlich hätte zumindest das Polizeikommisariat 36 gern eine Angabe dazu, wo überall Caches versteckt sind. Vielleicht läßt sich ja etwas dahingehend einrichten. Das erspart uns und der Polizei Ärger.
Ich habe dann noch gefragt, ob ich jetzt Ärger bekomme und er meinte nur: “Glücklicherweise ist es ja nicht verboten, Dosen in der Gegend zu verstecken”
Recht hat er….

Dennoch: Da war er wieder, dieser Wunsch nach einer Polizei-Liste der versteckten Caches. Gibt’s doch fast schon, sach ich: Bei gc.com und den anderen Dosensuch-Kriminellen Vereinigungen. Doch was staune ich, hat doch jelly_snail noch etwas Interessantes nachgeloggt:

June 6 by jelly_snail (101 found)
Also: alle Unklarheiten sind geklärt. Der Leiter der Wache war super nett und hat sich derweil bei Groundspeak angemeldet .
Die Dose ist wieder plaziert und alle Polizisten (in Bramfeld) sind informiert. Ich habe jedenfalls die Absprache getroffen, Caches, die “mißverstanden” werden könnten, bei denen bekanntzugeben.
Dies ist kein Zwang, sondern der Versuch eines Miteinanders.
Aber das scheint so manchem Cacher ja sowieso fremd zu sein….
Wenn Ihr Euch anschließen wollt, sagt mir bescheid und Ihr bekommt die Durchwahl des Polizisten [;]

Na, jedenfalls: weiter geht’s!!!!

Sicherlich ist Fingerspitzengefühl beim Verstecken angebracht, und wer unter einer Brücke einen bombenähnlichen Behälter verbaut, muss sich wegen polizeilicher Fürsorge nicht grämen. Wir sind doch im Grunde froh, wenn die Gesetzeshüter mit so offenen Augen durchs Leben gehen, dass sie SOWAS sehen und reagieren. Aber im vorauseilenden Gehorsam einen normalen Cache melden? Nein, denn dann ist der Schritt zum gebührenpflichtigen Cachemeldeamt nicht mehr weit - bis hin zum aus Steuergeldern finanzierten Sachbearbeiter dafür.

Written by ksmichel in: Echos von Muggels |
Jun
03
2008
4

Wherigo-Klon auf deutsch: GPS-Mission

Noch läuft Wherigo nicht richtig, schon scharren die Nachmacher mit den Füßen. Heute lief mir die Internetseite von gpsmission über den Weg: geomission0001

Das Karlsruher Unternehmen Orbster hat diese Idee bei der O’Reilly-Konferenz am 12. Mai vorgestellt und sucht nun Entwickler und Werkstudenten für das sogenannte “Multiplayer Schnitzeljagd Spiel”. Es soll auf GPS-fähigen Handys (Nokia Symbian S60, und Windows Mobile) laufen, benötigt eine Internetverbindung zum Nachladen von Daten (und eine dementsprechende Datenoption - welche ausreicht, wird nicht erklärt). Es soll möglich sein, dass die Mitspieler auch ohne Programmierkenntnisse eigene Missionen erstellen.

So stellt das Unternehmen “seine” Idee (Hervorhebung durch mich) vor:

Über das Spiel GPS Mission: 
Ziel von GPS Mission ist das Lösen der Missionen, die von anderen Spielern erstellt werden. Diese können mit dem Mission Designer im Web für jeden Ort der Welt erstellt werden. Eine Mission kann eine Schnitzeljagd, angereichert mit Informationen von Sehens- oder Merkwürdigkeiten sein, zum Versteck eines Geocache führen oder auch einfach nur ein Guide zu den Lieblingsplätzen des Erstellers sein. Der Spieler sammelt beim Spielen Gold auf, das vom Ersteller der Mission hinterlegt und versteckt wird und erfüllt Fotomissionen. Mit dem aufgesammelten Gold kann der Spieler Trophäen, Medaillen und Pins als Andenken erwerben und seiner Community zeigen welche Missionen er wo erfüllt hat. Das mobile Spielen mit GPS Handy ist sehr leicht und eingängig.

Das kommt mir doch irgendwie reichlich bekannt vor. Aber es ist nicht der Betreiber von gps-adventures, über den wir alle so herzlich gelacht haben.

Ein Programm zum Erstellen der Missionen gibt es noch nicht auf der Seite, ebensowenig werden Missionen angezeigt. Offenbar ist die Seite soeben erst aus dem Ei geschlüpft.

Es gefällt mir jedoch ganz entschieden nicht, dass hier mal wieder der Begriff Geocache vereinnahmt wird. Ich bin auch nicht sicher, wie gc.com das findet.

Der Highttech-Gründerfonds Bonn sowie die Messago Holding GmbH (Stuttgart/China) sollen nach der hauseigenen Presseinformation für die Finanzierung sorgen. Letztere schielt nach den Worten von Geschäftsführer Hilligardt besonders auf den Erfolg in China.

Das Geschäftsmodell (also das Geldverdienen) soll auf den “Verkauf digitaler Gütern und Power-Ups, die dem Spieler einen Mehrwert dienen“, basieren.

Written by ksmichel in: Web/Technologie | Schlagworte: , , ,
Jun
01
2008
3

Garmin GPSMAP 60C(S)X: Startprobleme

Die E-Mail las sich dringend: Ein Garmin 60CX wollte nicht mehr, ob ich da was wüsste. Es bleibt immer beim Einschalten hängen, und der Bildschirm geht aus.

DIESER Fehler kam mir nur zu bekannt vor. Anscheinend stürzt der Garmin ab, wenn er das Kartenmaterial nicht lesen kann. Es ist auf der Speicherkarte des Garmin unter dem Dateinamen GMAPSUPP.IMG zu finden. Offenbar neigt die Speicherkarte aber hier und da zu Vergesslichkeit. Ich konnte leider noch nicht verifizieren, ob dieses Phänomen mit An- und Ausstöpseln einer externen Spannungsquelle zu tun hat - es taucht aber immer dann häufiger auf. Den Fehler konnte ich bislang auch nur an den Sandisk-Micro-SD-Karten feststellen.

Abhilfe unterwegs ist einfach. Ich habe einfach die mitgelieferte 64MB-Karte mit "Notkarten" befüllt, verzichte dann auf die Topo - so’n neumodisches Zeugs gab’s ja früher auch nicht. Eine weitere Karte fiel mir kürzlich in die Hände, die flugs ebenfalls mit Kartenmaterial befüllt wurde.

Die Karten habe ich mit einem Streifen Klebeband auf der Innenseite des Batteriedeckels befestigt (siehe Bild). Im Falle des Falles tausche ich einfach die Speicherkarte aus und cache weiter.gps60deckel

Weil das alles ja nun hin und wieder passiert, habe ich mit Mapsource eine Karte erzeugt und sie als GMAPSUPP.IMG auf der Festplatte gesichert. Wird dann mal eine der Speicherkarten von Arbeitsverweigerung befallen, erspart man sich so das zeitaufwendige Neuberechnen und braucht nur die Datei auf die Speicherkarte zu schubsen.

Written by ksmichel in: Garmin, Tricks |

Powered by WordPress | Theme: Aeros 2.0 by TheBuckmaker.com