So ein Blog lebt ja von freundlichen Zuträgern, die mich mit der Nase auf interessante Themen stupsen. So auch hier: Beim Cache “Die Rache ist mein” (GC1CJW6) von jelly_snail lag eine Visitenkarte der Polizei. Dirk, NDR, hat mir zwei Fotos davon geschickt, danke dafür:
Und was passierte dann? Die Ownerin sprach bei der Wache vor, und loggte dies:
June 6 by jelly_snail (101 found)
Ich habe gestern Abend noch bei der Wache angerufen.
Mein Cache hat eine eigene Akte.
Mit Foto.
“Schönes Foto” sagte der Polizist.
“Schöne Dose”.
Er meinte nur, daß ein Kollege Geocacher ist.
Eigentlich hätte zumindest das Polizeikommisariat 36 gern eine Angabe dazu, wo überall Caches versteckt sind. Vielleicht läßt sich ja etwas dahingehend einrichten. Das erspart uns und der Polizei Ärger.
Ich habe dann noch gefragt, ob ich jetzt Ärger bekomme und er meinte nur: “Glücklicherweise ist es ja nicht verboten, Dosen in der Gegend zu verstecken”
Recht hat er….
Dennoch: Da war er wieder, dieser Wunsch nach einer Polizei-Liste der versteckten Caches. Gibt’s doch fast schon, sach ich: Bei gc.com und den anderen Dosensuch-Kriminellen Vereinigungen. Doch was staune ich, hat doch jelly_snail noch etwas Interessantes nachgeloggt:
June 6 by jelly_snail (101 found)
Also: alle Unklarheiten sind geklärt. Der Leiter der Wache war super nett und hat sich derweil bei Groundspeak angemeldet.
Die Dose ist wieder plaziert und alle Polizisten (in Bramfeld) sind informiert. Ich habe jedenfalls die Absprache getroffen, Caches, die “mißverstanden” werden könnten, bei denen bekanntzugeben.
Dies ist kein Zwang, sondern der Versuch eines Miteinanders.
Aber das scheint so manchem Cacher ja sowieso fremd zu sein….
Wenn Ihr Euch anschließen wollt, sagt mir bescheid und Ihr bekommt die Durchwahl des Polizisten [;]Na, jedenfalls: weiter geht’s!!!!
Sicherlich ist Fingerspitzengefühl beim Verstecken angebracht, und wer unter einer Brücke einen bombenähnlichen Behälter verbaut, muss sich wegen polizeilicher Fürsorge nicht grämen. Wir sind doch im Grunde froh, wenn die Gesetzeshüter mit so offenen Augen durchs Leben gehen, dass sie SOWAS sehen und reagieren. Aber im vorauseilenden Gehorsam einen normalen Cache melden? Nein, denn dann ist der Schritt zum gebührenpflichtigen Cachemeldeamt nicht mehr weit - bis hin zum aus Steuergeldern finanzierten Sachbearbeiter dafür.