Der Bundesverband für Amateurfunk namens Deutsche Amateur Radio Club e. V. hat Geocacher als neue Zielgruppe für die Öffentlichkeitsarbeit ausgemacht. In seiner Strompost für Öffentlichkeitsarbeiter informiert er:
Geocaching in Baunatal: Eine neue Zielgruppe für Ihre Öffentlichkeitsarbeit
Auf dem Gelände der DARC-Geschäftsstelle ist seit dem 2. November ein Geocache versteckt. Geocaching ist eine Art elektronische, GPS-basierende Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, oder kurz „Caches“) werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Etwa 15.000 Geocacher sind derzeit in Deutschland unterwegs – eine gute Gelegenheit, mit einem Cache technikbegeisterte auf die eigene Fährte zu locken.
Der Geocache der Geschäftsstelle trägt den Titel „CQ de DARC e.V.“ und ist mit den GPS-Koordinaten N 51° 16.015 E 009° 25.553 versteckt. Die Cache-Beschreibung ist bei www.geocaching.com unter dem Wegpunkt „GC1HQYR“ und bei www.opencaching.de unter dem Wegpunkt „OC6D0C“ zu finden.
Ich bin ja selbst Funkamateur, habe sogar an Ort und Stelle gearbeitet, aber diese Ansicht finde ich schon arg grenzwertig. Die Guidelines zum Auslegen für Geocaches sagen klar:
Kommerzielle Caches / Caritative Caches
Kommerzielle Caches versuchen die Geocaching.com Website direkt oder indirekt (bewusst oder unbewusst) dazu zu benutzen, Kundschaft durch ein Geocaching.com Listing zu werben. Dies ist NICHT erlaubt. Beispiele wären Einrichtungen, die Geld für Eintritt verlangen oder Produkte oder Dienstleistungen verkaufen.
Karitative Caches sind ebenfalls nicht erwünscht. Ein Cache, der z.B. zu religiösen, politischen, karitativen oder sozialen Zwecken gelegt wird ist nicht erlaubt. Geocaching soll keine Plattform für Propaganda sein.
Einige Ausnahmen können gemacht werden. In diesen seltenen Fällen kann durch die Geocaching.com Website eine Erlaubnis erteilt werden. Wie auch immer, ES SOLLTE ZUERST UM ERLAUBNIS GEFRAGT WERDEN BEVOR DIE ANMELDUNG ERFOLGT. Im Zweifel solltest Du vorher fragen.
Anmerkung: Ist ein Ort so interessant, dass sogar Muggles Geld dafür Bezahlen um ihn zu besuchen, dann braucht dort kein Cache zu liegen.
Dem Listing selbst kann man den werbenden Charakter so direkt wie er im Newsletter steht, nicht entnehmen, von daher sieht’s auch erstmal so aus wie einer von vielen 0815-Caches. Also soll es hier auch keinen der sattsamen Vorwürfe an die Reviewer geben. Außerdem lassen die Guidelines offen, wie denn Werbung für etwas Nichtkommerzielles ist, also beispielsweise für einen gemeinnützigen Verein, der aber nicht speziell karitativ ist. Doch "bessergestellt" werden diese werbenden Caches sicher nicht sein, das wäre widersinnig.
Meine alligateuse und ich haben ebenfalls 2005 einmal probiert, Amateurfunk und Geocaching miteinander zu koppeln. Hat geklappt und war toll. Aber: Dabei zeigte es sich auch, dass sich Funkamateure oftmals im Ortsverband selbst genug sind und gar nicht so erpicht sind auf Nachwuchs, der womöglich alle zwei Wochen Events veranstaltet, ohne Sitzung, Plan und Gegenstimmen einfach so etwas unternimmt - und das alles ganz ohne GPS-Lizenz
Seltsam: Ich kenne etliche Funkamateure, die Geocacher geworden sind, aber keinen einzigen, bei dem es andersrum war.
So gern ich im Lager der Funkamateure Nachwuchs sähe, so zuversichtlich bin ich aber auch, dass es mehr braucht, um Cacher für ein Hobby zu interessieren, als eine Dose unter der Treppe.