Mär
08
2010
10

Cache-Kontor: Ladengeschäft für Geocacher eröffnet

Bitte zwei große und fünf kleine PETlinge und 100 Gramm Schraubverschlüsse!“

“Welche Farbe für die Verschlüsse? Gelb, rot oder goldfarben?”

“Äh, gelb ist gut. Oder lieber golden, das ist unauffälliger.“

“OK. Kommt noch was dazu?”

Oh, diese Coins sehen auch schön aus, kann ich diese hier mal sehen? Ich meine auch anfassen?“

“Na klar.” Öffnet den gläsernen Schaukasten mit einem Schüssel und holt eine sehr aufwändig gemachte Coin heraus.

Wow, die sieht ja echt klasse aus! Ist die trackable auf GC.com?”

“Ja, sie ist auch trackable. Hier steht die Tracknummer und da muss sie aktiviert werden.”

OK. Die nehme ich noch dazu“.

OK. Vielleicht noch einen Kaffee oder eine Bionade?”

„Oh ja, gerne. Die trinke ich gleich hier. Ach, und da ist ja noch ein Cacher, den ich kenne.“

So ähnlich könnte es zukünftig ablaufen beim Cache-Kontor, dem neuen Mieter im Kampany-Ladengeschäft – mitten im zentral gelegenen Szeneviertel Schanze unweit des S-Bahnhofs Sternschanze und der Hamburger Messehallen. Am 6. März 2010 lud Schamanu, im richtigen Leben heißt er Manuel, zur Eröffnung ein. Etliche Geocacher und Freunde – manche sogar beides - waren gekommen, um das zu feiern. Es gab Sekt, Kaffee und Knabberzeugs, der Laden war dekoriert mit bunten Luftballons.

P1010182 P1010176
Schamanu (braune Jacke) mittenmang Kreative Büroklammern

Schamanu, diesen Cacher-Namen hatte ich vorher noch nicht oft gehört. Aber er liebt das Cachen, das ist deutlich, wenn er davon erzählt: Bislang hat er 309 Caches gefunden. Er hat keine regelrechten Favoriten beim Cachen. Alles ist von der Tagesform und Laune abhängig. Mal macht ihm ein ruhiger Sonntags-Waldmulti Spaß, mal eine Jagd nach Mikrodosen in urbanem Umfeld, mal schlägt sich Manuel eine Nacht mit Tante Google um die Ohren, wenn er sich in einen Mystery verbissen hat. Sein letztes Cache-Highlight war der LPC TRO HA (GC20FCY), ein urbaner Lost Place.

Weil der seit einigen Jahren in Hamburg lebende Norddeutsche so gerne cacht, war das für ihn Grund genug, Geocaching in ein Ladenkonzept zu integrieren. Sein Arbeitgeber hat ihm und anderen einen ungenutzten Raum der Firma überlassen und dort hat die Geschäfts-WG nun ein Ladengeschäft namens „Kampany“ eröffnet. Der Name passt, denn der Laden befindet sich in der Kampstraße ;-)

P1010196 P1010199
Blick in den vorderen Teil des Raums Muni-Kiste mit Schraubverschlüssen

Wie muss man sich das nun vorstellen? Der Laden insgesamt ist als „Raum für gute Ideen“ gedacht. Zu sehen gibt’s viel Ungewöhnliches von verschiedenen Firmen, die alle jeweils einen kleinen Fleck innerhalb des großen Raums nutzen, um ihre Produkte zu zeigen. Wirkt manchmal wie eine Kunstausstellung, aber: Alles kann man kaufen. Klar, auf den ersten Blick wirkt es natürlich seltsam, und vielleicht passt die Seife nicht zur Munikiste, die Munikiste nicht zum Teddybär, der Teddybär nicht zur Espressomaschine, aber gerade diese Kombination an Angeboten wirkt spannend, bunt und kreativ. Als Momentaufnahme bei der Eröffnung gab es zum Beispiel diesen Waren-Cocktail: Designer-Möbel, Kerzen, Kinderlöffel, Mini-Locher, Espressomaschinen, Seifen, exotische Kaffeesorten, Teddybären, Schmuck und: das Cache-Kontor.

Und was kann der geneigte Geocacher im Cache-Kontor kaufen? Sooo viel ist es noch nicht, aber das Angebot wird Schritt für Schritt nach Cacher-Bedarf und -wünschen erweitert werden, sagt Manuel. Ich sah zumindest schon mal ein Sortiment an Lock&Lock-Dosen, Munitionskisten, PETlingen und Mageneten unterschiedlicher Größe, Schraubdeckel, Aufkleber und Coins. Auch GPS-Geräte oder Karten sind denkbar, wobei hier die Preise stark schwanken, der Preisverfall bei elektronischen Geräten ist rapide. Auch ein Cache-Flohmarkt für gebrauchte Geräte ist angedacht.

Die Coins werden in zwei Glasschaukästen präsentiert. Bei der Eröffnung waren schon einige besondere Coins dabei. Schamanu hat Coins von Ernie’S (Schweiz), Sepp&Berta (Deutschland), Landscharkz (Kanada) und Groundspeak (USA) im Angebot.

Da ich mich fragte, ob es denn nicht schon genug Cache-Läden oder Geocaching-Shops gibt, wollte ich wissen, was Manuel dazu sagt. Denn mal ehrlich: Man kann die meisten Dinge auch online bestellen oder in gut sortierten Baumärkten bekommen. Das weiß Manuel auch. Sein Argument: „Mal eben 2 PETlinge oder eine Coin bestellen, dafür sind die Versandkosten doch ziemlich hoch. Diese Dinge kann man – ohne Versandkosten -  im Cache-Kontor kaufen.“ Und weiter: “Es ist wichtig, dass man Sachen begreifen, anfassen, kombinieren und ausprobieren kann, zum Beispiel den PETling mit passendem Magneten im Deckel.” Das Cache-Kontor ist ein realer Laden und keine virtuelle Einkaufswelt. Dennoch: Für Ladenmuffel baut das Cache-Kontor gerade einen Online-Shop (www.cache-kontor.de).

Nur die Ersparnis von Versandkosten ist allein natürlich kein Grund, einen Laden öfters zu besuchen. Was die Sache für Geocacher interessanter macht: Hier gibt es auch die Gelegenheit für ein Dauer-Event unter Gleichgesinnten. Denn man kann sich hier auch für einen gemütlichen Plausch hinsetzen, Alkoholfreies trinken oder einen Kaffee schlürfen. Manuel: „So kann sich das Cache-Kontor zu einem Treffpunkt für Cacher entwickeln, man kauft kurz was ein, trifft sich für eine Cache-Tour oder stöbert auch mal im anderen Angebot der WG-Bewohner. Ich muss ja nicht von dem Cache-Utensilien-Verkauf leben. Für mich ist es ein schöner Nebenjob, mit dem ich Hobby und Beruf optimal verbinden kann.“ Indes: Die Cacher müssten dann schon Rentner oder Studenten sein: Denn die Öffnungszeiten (Mo-Mi 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr, Fr 9-15 Uhr) sind für die werktätige Bevölkerung dann doch eher so gestaltet, dass man die Ladenfenster nur von außen betrachten kann. Immerhin: Es gibt einen „langen“ Tag, den Donnerstag, an dem man bis 19 Uhr kommen kann. Und: Die zentrale Lage dürfte von Vorteil sein – und sicher auch die Bekanntheit des Szeneviertels an sich. Wer gerade hier dosensuchend unterwegs ist, kann man übrigens auch sehen: Auf dem überdimensionalen Logbuchstreifen im Laden stehen schon ein paar bekannte Namen. Die Kords sind: N53° 33.668 E009° 58.011 oder Kampstraße 15 in HH-Sankt Pauli.

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Written by alligateuse in: Events |
Feb
22
2010
11

Garmin: Mit teuren Bundles auf Deppenfang

Garmin hat soeben eine tolle Aktion angekündigt: Ab März soll es Bündel aus Garmin-Outdoor-Navi und Karte geben. Mit angeblich tollem Sparpotential: Danach sollen sich bis zu 99 Euro gegenüber dem Einzelkauf sparen lassen. Die Rechnung geht so:

garminbundles

Nur: Das sind Rabatte für Leute, die - vorsichtig gesagt - nicht wissen, dass es auch noch etwas anderes als Listenpreise gibt. Wer aber ein wenig recherchiert, wird flugs über Preisvergleicher und vertrauenswürdige Läden fündig:

Dakota 20 = 239 Euro

Edge 705 = 307 Euro

Oregon 450 = 339 Euro

Wer dann noch die Kartenpreise hinzu addiert, kommt schließlich auf diese Werte:

Bundle Gerät Karte Gesamt lohnt das Bundle?
Dakota 20 + Garmin Transalpin 239,- 169,-* 408,- nein
Dakota 20 + Topo Deutschland V3 Nord oder Süd 239,- 116,-* 355,- nein
Oregon 450 + Transalpin 339,-* 169,-* 508,- ja
Oregon 450 + Topo D Nord oder Süd 339,-* 116,-* 455,- nein
Edge 705 + City Navigator Europa 307,- 89,-* 396,- nein
Edge 705 + Transalpin 307,- 169,-* 476,- nein
Edge 705 +
Topo D Nord oder Süd
307,- 116,-* 423,- nein
* = z. B. bei navifuture.de

Fazit: Es ist genau andersrum: Wer die Garmin-Bundles nicht als Bundles kauft, spart richtig. Aber vielleicht fallen ja auch bald die Listenpreise für die Bundles ;-)

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Written by ksmichel in: Garmin |
Feb
08
2010
5

Otterbox fürs iPhone 3Gs

Am Wochenende beim Bossel-Event habe ich mein iPhone-Gehäuse gefühlt ein Dutzend Mal gezeigt und erklärt. Unter Geocachern scheint es - wen wundert’s - einen Bedarf für Robust-Gehäuse für das Spieltelefon zu geben. Daher mal einige Infos und Fotos dazu.

Nach einem Klick geht’s weiter

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Written by ksmichel in: Cacher-Spielzeug |
Feb
03
2010
11

Wohlmeinende Tipps von Garmin und Wandersmännern

p1000598 … sollen marodierenden Geocachern im Wald Benehmen beibringen. Ich stehe achselzuckend vor der rührenden Banalität der "Tipps". Die vom Deutschen Wanderverband und Garmin gemeinsam vertretenen "Hinweise" sind indes keine wirklich neuen Maßregeln und bergen auch keine Folterinstrumente zu deren Durchsetzung: Dass man abseits der Wege in Naturschutzgebieten nichts versteckt versteht sich ebenso von selbst wie das Beachten von Brutzeiten. Jeder, der im Wald unterwegs ist, kennt das und beachtet das.

Mich stört, dass die Hinweise implizieren, dass sich Geocacher im Wald im allgemeinen benehmen wie die Axt im selbigen. Und ganz tief in mich hinein horchend, frage ich mich: Stimmt das vielleicht? Sicher nicht, so lange ich mich in der Natur so bewege, dass ich meinen "Fußabdruck" möglichst klein halte. Alle, die schon länger cachen, haben in diesen Dingen eine Lernkurve durchgemacht, die sie letztlich wieder zum Kiss-Prinzip bringt: "Keep it simple, stupid!" Statt Masse und High-Tech lieber einen schönen Wandermulti, bei dem es letztlich egal ist, ob man den Cache überhaupt findet oder ob man ihn gar im Internet loggt. Also das alte Prinzip "der Weg ist das Ziel". Nicht der Statistikpunkt. Punkt.

Dass derartige "Verhaltenshinweise" aber von außen kommen, wurmt mich. Denn sie kommen von den falschen Leuten: Garmin selbst etwa musste noch vor kurzem in die Grundzüge unserer Freizeitbeschäftigung eingeführt werden, manche fragen sich, ob das jetzt schon gelungen sein könnte. Und der Wanderverband als "Papa" der Deutschen Wanderjugend? Der ist den grundsätzlich allen vereinsmäßigen Aktivitäten abhold gegenüberstehenden Geocachern immer schon latent suspekt gewesen, trotz allem Bemühen um die Cacher.

Und frage mich nach den wirklichen Beweggründen für die gemeinsame Aktion. Fürchtet Garmin, dass Geocaching vielleicht ob der organisiert-herbeigeschriebenen Jäger-Proteste so reglementiert wird, dass letztlich Geocacher als Kunden für GPS-Geräte ausfallen. Oder bastelt Garmin - wie die Dosenfischer im Podcast 105 vermuteten - gar am Green-Image? Und was bewegt den Deutschen Wanderverband, sich zu einer Sache zu äußern, von der er bislang gar keine Notiz nahm? Und wie nimmt er Stellung zu anderen Waldbetretern, die auch im weitesten Sinne wandern? Etwa Pilzsammlern oder Kräuterhexen?

Wenn Garmin & co. wirklich am Fortbestand des Geocachings interessiert wäre, dann sollte die Firma sich eher darauf beschränken, ihr Geräte noch weiter zu verbessern (auch wenn sich da tatsächlich viel Positives tat und noch tut). Und wir Geocacher? Dass es welche gibt, die sich an keine Regeln halten wird mit steigender Zahl der Cacher einfach Manifestation der Statistik. Kann man nix machen. Aber viele der Neucacher müssen gute Beispiele vorgelebt bekommen. Auch angesichts der Flut an geballtem wirklichem Irrsinn wie Need Maintenance-Logs wegen stumpfer Stifte. Dabei mag man mir und anderen Arroganz gegenüber Neucachern unterstellen, doch das ist es nicht: Keinem sei das Durchlaufen der Lernkurve verwehrt, so lange sie immerhin nach oben führt.

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Written by ksmichel in: Sinn-Sachen-Suchen |
Dez
01
2009
5

Twitter-Account gehackt

20.33 Uhr.

Ich sitze vorm Rechner, schmökere mal so herum. Eine Mail von Cachejudge erreicht mich:

image

Kurz darauf kommen die nächsten Mails. Erbost, Irritiert, nett, nicht nett. Aber beunruhigend: Ich soll angeblich Phishing Spam verschicken In der Tat habe ich Phishing-Spam am gleichen Tag auch selbst erhalten: "Is this u? LOL" Da englischsprachig, habe ich das gleich als Spam wegsortiert, den Absender ohne Umschweife unfollowed und natürlich NICHT auf den Link geklickt. Mache ich ja nicht mal bei jedem Twitpic-Link - aus Zeitmangel. Und wenn ich mich bei Twitter einlogge, dann fast nur automatisch über die Clients (im Moment Echofon),

Umso überraschter war ich jetzt darüber. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass jemand anderes tatsächlich per Brute-Force-Attacke mein Passwort gehackt hat. Es ist wahrlich nicht so schwierig gewesen, da es recht kurz war.

20.40 Uhr

Beim nächsten Twitter-Refresh erreichen mich Dutzende Mails mit der gleichen Frage: "Is this U" etc.pp.

20.45 Uhr

Ich begehe virtuellen Selbstmord, lösche meinen Twitter-Account, gebe das noch kurz bekannt.

20:48 Uhr

Eine Mailflut bricht über meine alternativen Nachrichtenwege herein. Ich soll mir das doch noch mal überlegen. Und: Passwort ändern reiche doch (stimmt!). Und das Leben ohne mich sei sinnlos. Bitte bitte, nicht löschen. Ich tu es trotzdem. Tut auch gar nicht weh.

20:51 Uhr

Mein neuer Twitter-Account ist bestätigt: ksmichel2. Jetzt neu mit verbesserter Rezeptur. Mit noch besserem Passwort. Es ist so gut, dass ich es mir selbst fast nicht merken kann. Stand: 0 Follower

Nach und nach fange ich wieder meine Kontakte ein, stehe jetzt bei 80, die mir folgen, und 150, denen ich hinterher renne. Den Rest muss jetzt das Durchflöhen der Kontaktlisten bringen.

11.26 Uhr am nächsten Tag

Nicht alle haben es schon gemerkt, aber ich bin ganz froh, dass ich offenbar gar nicht so tief in Ungnade gefallen bin. Die Follower-Zahlen erholen sich so langsam wieder. Vielleicht ist ja noch jemand so nett und berücksichtigt mich am Follower Friday ;-)

Und die Moral von der Geschicht: Verkürze dein Passwort besser nicht.

Moral Teil 2: (danke noch mal an John999 für den Extra-Hinweis!)

Ab und zu auf www.twitter.com/account/connections mal prüfen, ob sich da eine unbekannte Anwendung breitmacht. Bei mir war es nicht so, aber dennoch: ein guter Tipp.

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Written by ksmichel in: Allgemein, Web/Technologie |
Sep
08
2009
11

Schwemme II: Noch ein Promi-Buch

Ich denke, die folgende Pressemeldung brauche ich nicht zu kommentieren…

Manuel Andrack: Cache! Webseite zum Buch geht online.

Zum Erscheinen von Manuel Andracks Kinderbuchdebüt “Cache!” geht www.2-mit-grips-und-gps.de online, die Webseite zum Buch mit eigener Cache-Karte!

(News4Press.com) Manuel Andrack liefert mit Cache! sein Kinderbuchdebüt ab. Und beweist dabei Gespür für ein echtes Trendthema: Geocaching, eine Art Schnitzeljagd mit GPS-Gerät.

Kurz nach Erscheinen des Abenteuerromans ist nun auch die eigene Webseite zum Buch on-line: www.2-mit-grips-und-gps.de ! Die erste Geocaching-Internetseite speziell für Kinder bietet nicht nur Tipps und Regeln sondern vor allem eine Karte mit ausgewählten Caches, die für Kinder besonders geeignet sind. Dank einer Kooperation mit der Deutschen Wander-jugend und der Datenbank opencaching.de können diese Caches direkt gesucht und gefun-den werden!

Geocaching – Was ist das? Die weltweite Schatzsuche basiert auf der Idee, mithilfe von GPS-Signalen jede Koordinate auf dem Globus auf wenige Meter genau ansteuern zu kön-nen. Um die Schnitzeljagd zu starten, werden Caches, meist kleine Boxen, versteckt, die Koordinaten des Verstecks dann in Datenbanken im Internet veröffentlicht und so kann sich jeder mit einem GPS-Gerät in der Hand auf die Suche nach dem Schatz machen.

Zum Buch:
Manuel Andrack:
2 mit Grips und GPS – Cache! Wir finden ihn!
Mit Illustrationen von Patrick Wirbeleit
Flex-Cover mit Einstecktasche und Cachebox-Aufkleber,
176 Seiten,
€ 12,91 / 22,90 sFr,
ISBN 978-3-939435-22-8,
ab 8 Jahren

“Oh nein, nicht zu Onkel Michael aufs Land! Clara und Victor ahnen das Schlimmste! Doch dann werden die Ferien auf dem Bauernhof alles andere als langweilig. Denn die Geschwister entdecken das Geocaching – die moderne Form der Schnitzeljagd mit Hilfe eines GPS-Geräts. Ein ausgesprochen kniffliger Fall hat es ihnen besonders angetan …”

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Written by ksmichel in: Allgemein |
Sep
01
2009
1

Oben buckeln, unten treten: Garmins neues Radel-GPS Edge 500

Garmin kündigt soeben ein neues Radfahr-GPS an: Das Edge 500 wiegt zwei Unzen (also rund 56 Gramm) und ist nach der ersten Ankündigung nach den Wünschen des Garmin-Radfahr-Teams mit einem etwas stabileren Halter ausgestattet worden, soll Kalorien genauer zählen als Vorgängermodelle und kann laut Hersteller Vertikalgeschwindigkeiten und Temperaturwerte anzeigen.

Weiter soll es bieten: Anzeige der GPS-Position, Aufzeichnung der Geschwindigkeit, Entfernung, Anstiegs- und Abfahrtsgeschwindigkeit sowie einem barometrischen Höhenmesser. Es soll sich mit der Herz- und Trittfrequenzsensoren drahtlos verbinden lassen und den Fahrer alarmieren, wenn er sich bewegt, ohne dass der Timer eingeschaltet ist. Der Akku soll 18 Stunden halten und sich per USB aufladen lassen.

Zur Wetterfestigkeit hat Garmin noch nichts gesagt, aber zum Preis: Das Gerät soll 249,99 US-Dollar kosten, im Paket mit Herz- und Trittfrequenz-Sensor 349,99 US-Dollar. Ob und wann es nach Europa kommt, weiß ich nicht.

Für Geocacher ein total uninteressantes Gerät ;-)

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Written by ksmichel in: Garmin |
Aug
31
2009
33

No Press please? Das funktioniert nicht

Aasgeier haben sie. Politiker auch, und erst recht Promis, die sich nicht so gerne ins Privatleben gucken lassen. Und seit jüngster Zeit auch Geocacher. Die Rede ist von schlechter Presse. Ärgerlich. Ja. Jetzt sehen einige Geocacher die Lösung in einer Totalverweigerung gegenüber den Medien. Ich sage: Das bringt so viel wie alle Formen der Totalverweigerungs-Lösungen: nichts.

Was wird passieren? Wer ein Thema nicht selbst besetzt, muss nicht glauben, dass es deswegen in den Medien nicht stattfindet. So funktionieren die Medien nicht, auch wenn man das nicht gut findet. Wenn etwa Geocacher die Öffentlichkeit nicht über ihr Tun informieren, dann bleiben sie ihr grundsätzlich eher suspekt (”Wat de Bur nich kennt, dat fret hei nich!”). Als Muggel möchte man dann dem Jäger zuzustimmen, der gegenüber Geocachern im Wald bei der Presse Front macht. Für Geocacher schlecht, denn in dieser Situation muss schon der Pressemann selbst darauf kommen, dass es durchaus gewisse Rechte für Personen gibt, den Wald zu betreten, auch abseits von Wegen. Unwahrscheinlich, dass das klappt. Da ist es schon besser, wenn auch der Geocacher für sein eigenes Interesse Lobby-Arbeit betreibt.

Nehmen wir dazu also an, dass die bekannten und daher womöglich besonders häufig gefragten Geocacher keine Auskunft mehr geben. Ist deswegen für den Pressemenschen das Thema gestorben? Nö, es gibt doch ein paar Zehntausend Geocacher - irgendeiner macht’s dann eben doch, und das wird dann auch mal der Newbie mit 6 Dosen sein. Rechnet euch aus, ob solch ein Vertreter genau wissen kann, was er sagt. Abgesehen davon: Es wird immer die Deutsche Wanderjugend (DWJ) geben, die sich dann zu Wort meldet. Wollt ihr das? Wollt ihr, dass die DWJ für alle spricht? Ich kann mir das nicht vorstellen.

Drittens: Pressearbeit einstellen, damit keine neuen Cacher mehr kommen ist so wirkungsvoll wie einen Dammbruch mit Fensterkitt abdichten zu wollen. Die Presse selbst produziert nämlich nicht annähernd so viele Geocacher wie die Geocacher selbst mit Ihren Erzählungen gegenüber den Bekannten und Freunden. Meistens läuft es doch so: Man erzählt dem Freund, was man tut, damit man nicht als armer Irrer dasteht, und dann “gelingt” in 50 Prozent der Fälle schon die Infektion. Dann noch ein bisschen Mathematik, und schon haben wir die Exponentialkurve als hässlich besungene Cacher-Schwemme.

Was also tun?

Wir können als Geocacher nicht bestimmen, ob über uns berichtet wird. Der Zug ist abgefahren, denn dass es uns gibt, ist kein Geheimnis mehr und es wird es auch nicht wieder werden. Sicherlich mag man räsonieren, ob es nicht besser gewesen wäre, von vornherein immer im Konspirativen gehandelt zu haben. Aber das haben wir nicht - und ich auch nicht.

Wir sind also bekannt in der großen Welt da draußen. Und unsere Interessen stehen bisweilen auch denen anderer Menschen im Weg. Es ist ihr gutes Recht, sich darüber zu beschweren und  zu versuchen, die öffentliche Meinung hinter sich zu bringen. Auch durch Medienarbeit.

Daher bleibt uns kaum eine Wahl, bei Buhlen um die Gunst der Öffentlichkeit mitzumachen. Auch wenn es manchmal in die Hose geht, so können wir doch durch eine sorgfältige Beteiligung an der Medienarbeit eine Lobbyarbeit von Jägern, Förstern etc. pp. gegen uns erschweren.

Als Medienmensch kann ich daher - auch aus vielen Erfahrungen in anderen Bereichen - nur empfehlen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn dann wird nur über den (sichtbaren) Arsch berichtet. In den man dann auch gern mal getreten wird, weil der Kopf die Gefahr nicht mehr wahrnehmen kann.

Damit ihr mich recht versteht: Wer sich in Medienhände begibt, muss die Tricks der Medienprofis kennen, hier und da auch klar “NEIN” sagen und es auch mal auf einen Abbruch eines Drehs etc. pp. ankommen lassen.

  • Wenn es um eine Suchbegleitung geht: Dann verlegt das Versteck dafür - dann sind auch Spoiler egal.
  • Überlegt, ob ein toller Cache womöglich von der Öffentlichkeit ganz anders interpretiert werden kann.
  • Quatscht nicht mit losem Mundwerk, sondern macht einen Plan von Dingen, die ihr auf jeden Fall sagen wollt.
  • Nicht jeder Cache ist mediengeeignet. Benutzt den Computer zwischen euren Ohren für die Auswahl.
  • Überlegt, ob das, was ihr sagt, auch falsch verstanden werden kann und fragt nach, was der Medienmensch verstanden hat. Dann könnt ihr ihn korrigieren.
  • Und will er partout in eine bestimmte ideologische Richtung, dann brecht die Sache ab.
  • Schärft dem Medienmenschen ein, dass bestimmte Dinge gibt, die nicht genannt werden dürfen. Das ist so wichtig wie der Informantenschutz seiner Zunft.
  • Seht nicht euch im Vordergrund, sondern die Wirkungen, die das Medienstück haben kann und wird: Wer im Flecktarn mit Vollausstattung zum Waldspaziergang (T2) erscheint, macht sich nicht nur selbst lächerlich, sondern auch die Geocacher an sich!

Und trotz aller Vorsicht wird es vorkommen (und leider zu oft!), dass man mit dem Ergebnis als Geocacher nicht glücklich ist. Bitte setzt euch dann auch die Muggel-Brille auf: Ist es wirklich so schlimm, wenn im Artikel TB und Coins verwechselt werden? Konkret zur dpa-Aktion: Es ist absolut absehbar gewesen, was dort passiert ist. Der Multiplikator (dpa) hatte seine Meinung schon, die ersten drucken’s nach. Die anderen sehen, dass es wohl ein Thema ist, das läuft. Sie springen auf den Zug auf. Und schon hypt das Ding. Analytisch betrachtet hat der dpa-Mensch hier Lobbys gesehen, die Naturschützer-Lobby und die Naturbenutzer-Lobby. Zynisch, aber wahr: Sich auf die Seite der Naturschützer zu schlagen bringt immer mehr Sympathien ein.

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Jul
29
2009
21

Was Flash-Mobs, Twitter und SBAs miteinander zu tun haben

Ich kann mir nicht helfen: Ich habe den Eindruck, dass die Angriffe auf das Hobby Geocaching immer massiver werden und das Dosensuchen bis zur Unkenntlichkeit deformieren. Das ist zwar allgemeines Lamento nach Art des “Früher-war-alles-besser” - in der Zeit, als die Satelliten noch aus Holz waren und mit einer Zwille in die Umlaufbahn geschossen wurden. Das ist aber jetzt nicht gemaint. Auch nigt, das es immä mär Locks und Keschs mid 0-Euro-Rächtschraibunk giebt.

Mir geht’s um die Verrottung des Geocachings von innen. Also: Was wir selbst tun, um uns den Spaß zu verderben. Dazu gehört für mich auch das Zulassen von miesen Caches. Die entspannte Sichtweise wäre: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. In Verbindung mit: Man muss ja nicht jeden Cache machen. Stimmt.

Aber nun muss man ja offenbar schon massiv auftreten, damit mal einer überhaupt ETWAS merkt. So wie beim GPS-Event, das mit Müh und Not nur dank 99 SBA-Logs durch eine weitgehend entschärfte Version ersetzt wurde. Hier haben das grüne Forum und Twitter eine wichtige Rolle gespielt, so dass diese flash-mob-artige SBA-Welle überhaupt in Gang kam.

Schon in den Logs dazu kam immer wieder auch die Frage auf, wie es denn passieren kann, dass ein Cache, der offensichtlich den Guidelines zuwiderläuft, trotzdem freigeschaltet werden kann, während bei anderen Caches offenbar nicht nur das Metermaß, sondern auch die Mikrometerschraube zur Abwehr eines Caches bemüht werden.

Und nun hat Stefan von den Cyberberrys auf einen krassen Fall aufmerksam gemacht: Einen Cache, der kreuz und quer durch ein (gar nicht so) schwedisches (sondern niederländisches) Möbelhaus führt. Mystphi fand sofort die Stelle der Guidelines, die genau solche Caches ablehnt (Hervorhebung durch mich):

Gewerbliche Caches

Gewerbliche Caches werden ohne vorherige Genehmigung durch Groundspeak nicht veröffentlicht. Als gewerblich gelten Geocache-Listings oder Geocaches, die bei Groundspeak, Groundspeaks Angestellten oder den ehrenamtlichen Reviewern den Eindruck erwecken, vor allem oder unter anderem eingereicht worden zu sein, um Kunden zu werben oder Gewinn zu erzielen. Ein Geocache gilt als gewerblich, wenn der Suchende ein Geschäft betreten, mit Angestellten interagieren und/oder ein Produkt oder eine Dienstleistung erwerben muss oder wenn das Cache-Listing Züge von Reklame, Marketing oder Werbung aufweist.

Bis jetzt hat der Cache GC1WBD9 3 SBA-Logs (eins von mir) und ein weiteres durch eine pflanzliche oder anorganische Spezies (vulgo: Sockenpuppe). Ich hoffe, dass hier reagiert wird, zumal der Ton (bislang) noch nicht persönlich und verletztend ist - was auch, bitteschön, so bleiben sollte. Hier kann man sich einfach auf die Sachebene zurückziehen, und es ist keine Frage, ob einem der Cache gefällt oder nicht.

Woran liegt es denn, dass es solche Aktionen geben muss? Vielleicht daran, dass die entsprechenden Einträge in den Rubriken “Caches, die falsch gelistet sind” im grünen und blauen Forum nicht mehr beachtet werden? Müssen wir wirklich zur Brechstange greifen und via Twitter oder Forum zu massenhaftem SBA aufrufen, weil ein zartes Klopfen gar nicht weiter beachtet wird?

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Written by ksmichel in: Sinn-Sachen-Suchen |
Jul
27
2009
1

Oldiephone kommt langsam

Erinnert ihr euch noch? Damals®, vor einigen Jahren, stellte Garmin das Nüviphone vor. Wenn es damals® auf den Markt gekommen wäre, dann hätte das iPhone vielleicht gar keine Schnitte gesehen. Aber leider wurde das Nüviphone zum längstangekündigten Handy überhaupt. Und nun, kaum anderthalb Jahre nach der Ankündigung erscheint es tatsächlich - in Taiwan “schon” am 27. Juli (2009, nur um das noch mal zu sagen!) in Malaysia und in Sing-a-pur Ende August.

Schade, dass es dann zwar immer noch ein interessantes Konzept ist, aber eben nichts mehr Besonderes: Navigation im Handy ist mittlerweile fix auch zum Nachrüsten erhältlich - und für einige Handys gibt auch schon länger Programme zum Geocachen.

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Written by ksmichel in: Garmin |

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