Feb
08
2010
4

Otterbox fürs iPhone 3Gs

Am Wochenende beim Bossel-Event habe ich mein iPhone-Gehäuse gefühlt ein Dutzend Mal gezeigt und erklärt. Unter Geocachern scheint es - wen wundert’s - einen Bedarf für Robust-Gehäuse für das Spieltelefon zu geben. Daher mal einige Infos und Fotos dazu.

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Written by ksmichel in: Cacher-Spielzeug |
Feb
03
2010
11

Wohlmeinende Tipps von Garmin und Wandersmännern

p1000598 … sollen marodierenden Geocachern im Wald Benehmen beibringen. Ich stehe achselzuckend vor der rührenden Banalität der "Tipps". Die vom Deutschen Wanderverband und Garmin gemeinsam vertretenen "Hinweise" sind indes keine wirklich neuen Maßregeln und bergen auch keine Folterinstrumente zu deren Durchsetzung: Dass man abseits der Wege in Naturschutzgebieten nichts versteckt versteht sich ebenso von selbst wie das Beachten von Brutzeiten. Jeder, der im Wald unterwegs ist, kennt das und beachtet das.

Mich stört, dass die Hinweise implizieren, dass sich Geocacher im Wald im allgemeinen benehmen wie die Axt im selbigen. Und ganz tief in mich hinein horchend, frage ich mich: Stimmt das vielleicht? Sicher nicht, so lange ich mich in der Natur so bewege, dass ich meinen "Fußabdruck" möglichst klein halte. Alle, die schon länger cachen, haben in diesen Dingen eine Lernkurve durchgemacht, die sie letztlich wieder zum Kiss-Prinzip bringt: "Keep it simple, stupid!" Statt Masse und High-Tech lieber einen schönen Wandermulti, bei dem es letztlich egal ist, ob man den Cache überhaupt findet oder ob man ihn gar im Internet loggt. Also das alte Prinzip "der Weg ist das Ziel". Nicht der Statistikpunkt. Punkt.

Dass derartige "Verhaltenshinweise" aber von außen kommen, wurmt mich. Denn sie kommen von den falschen Leuten: Garmin selbst etwa musste noch vor kurzem in die Grundzüge unserer Freizeitbeschäftigung eingeführt werden, manche fragen sich, ob das jetzt schon gelungen sein könnte. Und der Wanderverband als "Papa" der Deutschen Wanderjugend? Der ist den grundsätzlich allen vereinsmäßigen Aktivitäten abhold gegenüberstehenden Geocachern immer schon latent suspekt gewesen, trotz allem Bemühen um die Cacher.

Und frage mich nach den wirklichen Beweggründen für die gemeinsame Aktion. Fürchtet Garmin, dass Geocaching vielleicht ob der organisiert-herbeigeschriebenen Jäger-Proteste so reglementiert wird, dass letztlich Geocacher als Kunden für GPS-Geräte ausfallen. Oder bastelt Garmin - wie die Dosenfischer im Podcast 105 vermuteten - gar am Green-Image? Und was bewegt den Deutschen Wanderverband, sich zu einer Sache zu äußern, von der er bislang gar keine Notiz nahm? Und wie nimmt er Stellung zu anderen Waldbetretern, die auch im weitesten Sinne wandern? Etwa Pilzsammlern oder Kräuterhexen?

Wenn Garmin & co. wirklich am Fortbestand des Geocachings interessiert wäre, dann sollte die Firma sich eher darauf beschränken, ihr Geräte noch weiter zu verbessern (auch wenn sich da tatsächlich viel Positives tat und noch tut). Und wir Geocacher? Dass es welche gibt, die sich an keine Regeln halten wird mit steigender Zahl der Cacher einfach Manifestation der Statistik. Kann man nix machen. Aber viele der Neucacher müssen gute Beispiele vorgelebt bekommen. Auch angesichts der Flut an geballtem wirklichem Irrsinn wie Need Maintenance-Logs wegen stumpfer Stifte. Dabei mag man mir und anderen Arroganz gegenüber Neucachern unterstellen, doch das ist es nicht: Keinem sei das Durchlaufen der Lernkurve verwehrt, so lange sie immerhin nach oben führt.

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Written by ksmichel in: Sinn-Sachen-Suchen |
Dez
01
2009
5

Twitter-Account gehackt

20.33 Uhr.

Ich sitze vorm Rechner, schmökere mal so herum. Eine Mail von Cachejudge erreicht mich:

image

Kurz darauf kommen die nächsten Mails. Erbost, Irritiert, nett, nicht nett. Aber beunruhigend: Ich soll angeblich Phishing Spam verschicken In der Tat habe ich Phishing-Spam am gleichen Tag auch selbst erhalten: "Is this u? LOL" Da englischsprachig, habe ich das gleich als Spam wegsortiert, den Absender ohne Umschweife unfollowed und natürlich NICHT auf den Link geklickt. Mache ich ja nicht mal bei jedem Twitpic-Link - aus Zeitmangel. Und wenn ich mich bei Twitter einlogge, dann fast nur automatisch über die Clients (im Moment Echofon),

Umso überraschter war ich jetzt darüber. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass jemand anderes tatsächlich per Brute-Force-Attacke mein Passwort gehackt hat. Es ist wahrlich nicht so schwierig gewesen, da es recht kurz war.

20.40 Uhr

Beim nächsten Twitter-Refresh erreichen mich Dutzende Mails mit der gleichen Frage: "Is this U" etc.pp.

20.45 Uhr

Ich begehe virtuellen Selbstmord, lösche meinen Twitter-Account, gebe das noch kurz bekannt.

20:48 Uhr

Eine Mailflut bricht über meine alternativen Nachrichtenwege herein. Ich soll mir das doch noch mal überlegen. Und: Passwort ändern reiche doch (stimmt!). Und das Leben ohne mich sei sinnlos. Bitte bitte, nicht löschen. Ich tu es trotzdem. Tut auch gar nicht weh.

20:51 Uhr

Mein neuer Twitter-Account ist bestätigt: ksmichel2. Jetzt neu mit verbesserter Rezeptur. Mit noch besserem Passwort. Es ist so gut, dass ich es mir selbst fast nicht merken kann. Stand: 0 Follower

Nach und nach fange ich wieder meine Kontakte ein, stehe jetzt bei 80, die mir folgen, und 150, denen ich hinterher renne. Den Rest muss jetzt das Durchflöhen der Kontaktlisten bringen.

11.26 Uhr am nächsten Tag

Nicht alle haben es schon gemerkt, aber ich bin ganz froh, dass ich offenbar gar nicht so tief in Ungnade gefallen bin. Die Follower-Zahlen erholen sich so langsam wieder. Vielleicht ist ja noch jemand so nett und berücksichtigt mich am Follower Friday ;-)

Und die Moral von der Geschicht: Verkürze dein Passwort besser nicht.

Moral Teil 2: (danke noch mal an John999 für den Extra-Hinweis!)

Ab und zu auf www.twitter.com/account/connections mal prüfen, ob sich da eine unbekannte Anwendung breitmacht. Bei mir war es nicht so, aber dennoch: ein guter Tipp.

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Written by ksmichel in: Allgemein, Web/Technologie |
Sep
08
2009
11

Schwemme II: Noch ein Promi-Buch

Ich denke, die folgende Pressemeldung brauche ich nicht zu kommentieren…

Manuel Andrack: Cache! Webseite zum Buch geht online.

Zum Erscheinen von Manuel Andracks Kinderbuchdebüt “Cache!” geht www.2-mit-grips-und-gps.de online, die Webseite zum Buch mit eigener Cache-Karte!

(News4Press.com) Manuel Andrack liefert mit Cache! sein Kinderbuchdebüt ab. Und beweist dabei Gespür für ein echtes Trendthema: Geocaching, eine Art Schnitzeljagd mit GPS-Gerät.

Kurz nach Erscheinen des Abenteuerromans ist nun auch die eigene Webseite zum Buch on-line: www.2-mit-grips-und-gps.de ! Die erste Geocaching-Internetseite speziell für Kinder bietet nicht nur Tipps und Regeln sondern vor allem eine Karte mit ausgewählten Caches, die für Kinder besonders geeignet sind. Dank einer Kooperation mit der Deutschen Wander-jugend und der Datenbank opencaching.de können diese Caches direkt gesucht und gefun-den werden!

Geocaching – Was ist das? Die weltweite Schatzsuche basiert auf der Idee, mithilfe von GPS-Signalen jede Koordinate auf dem Globus auf wenige Meter genau ansteuern zu kön-nen. Um die Schnitzeljagd zu starten, werden Caches, meist kleine Boxen, versteckt, die Koordinaten des Verstecks dann in Datenbanken im Internet veröffentlicht und so kann sich jeder mit einem GPS-Gerät in der Hand auf die Suche nach dem Schatz machen.

Zum Buch:
Manuel Andrack:
2 mit Grips und GPS – Cache! Wir finden ihn!
Mit Illustrationen von Patrick Wirbeleit
Flex-Cover mit Einstecktasche und Cachebox-Aufkleber,
176 Seiten,
€ 12,91 / 22,90 sFr,
ISBN 978-3-939435-22-8,
ab 8 Jahren

“Oh nein, nicht zu Onkel Michael aufs Land! Clara und Victor ahnen das Schlimmste! Doch dann werden die Ferien auf dem Bauernhof alles andere als langweilig. Denn die Geschwister entdecken das Geocaching – die moderne Form der Schnitzeljagd mit Hilfe eines GPS-Geräts. Ein ausgesprochen kniffliger Fall hat es ihnen besonders angetan …”

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Written by ksmichel in: Allgemein |
Sep
01
2009
1

Oben buckeln, unten treten: Garmins neues Radel-GPS Edge 500

Garmin kündigt soeben ein neues Radfahr-GPS an: Das Edge 500 wiegt zwei Unzen (also rund 56 Gramm) und ist nach der ersten Ankündigung nach den Wünschen des Garmin-Radfahr-Teams mit einem etwas stabileren Halter ausgestattet worden, soll Kalorien genauer zählen als Vorgängermodelle und kann laut Hersteller Vertikalgeschwindigkeiten und Temperaturwerte anzeigen.

Weiter soll es bieten: Anzeige der GPS-Position, Aufzeichnung der Geschwindigkeit, Entfernung, Anstiegs- und Abfahrtsgeschwindigkeit sowie einem barometrischen Höhenmesser. Es soll sich mit der Herz- und Trittfrequenzsensoren drahtlos verbinden lassen und den Fahrer alarmieren, wenn er sich bewegt, ohne dass der Timer eingeschaltet ist. Der Akku soll 18 Stunden halten und sich per USB aufladen lassen.

Zur Wetterfestigkeit hat Garmin noch nichts gesagt, aber zum Preis: Das Gerät soll 249,99 US-Dollar kosten, im Paket mit Herz- und Trittfrequenz-Sensor 349,99 US-Dollar. Ob und wann es nach Europa kommt, weiß ich nicht.

Für Geocacher ein total uninteressantes Gerät ;-)

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Written by ksmichel in: Garmin |
Aug
31
2009
33

No Press please? Das funktioniert nicht

Aasgeier haben sie. Politiker auch, und erst recht Promis, die sich nicht so gerne ins Privatleben gucken lassen. Und seit jüngster Zeit auch Geocacher. Die Rede ist von schlechter Presse. Ärgerlich. Ja. Jetzt sehen einige Geocacher die Lösung in einer Totalverweigerung gegenüber den Medien. Ich sage: Das bringt so viel wie alle Formen der Totalverweigerungs-Lösungen: nichts.

Was wird passieren? Wer ein Thema nicht selbst besetzt, muss nicht glauben, dass es deswegen in den Medien nicht stattfindet. So funktionieren die Medien nicht, auch wenn man das nicht gut findet. Wenn etwa Geocacher die Öffentlichkeit nicht über ihr Tun informieren, dann bleiben sie ihr grundsätzlich eher suspekt (”Wat de Bur nich kennt, dat fret hei nich!”). Als Muggel möchte man dann dem Jäger zuzustimmen, der gegenüber Geocachern im Wald bei der Presse Front macht. Für Geocacher schlecht, denn in dieser Situation muss schon der Pressemann selbst darauf kommen, dass es durchaus gewisse Rechte für Personen gibt, den Wald zu betreten, auch abseits von Wegen. Unwahrscheinlich, dass das klappt. Da ist es schon besser, wenn auch der Geocacher für sein eigenes Interesse Lobby-Arbeit betreibt.

Nehmen wir dazu also an, dass die bekannten und daher womöglich besonders häufig gefragten Geocacher keine Auskunft mehr geben. Ist deswegen für den Pressemenschen das Thema gestorben? Nö, es gibt doch ein paar Zehntausend Geocacher - irgendeiner macht’s dann eben doch, und das wird dann auch mal der Newbie mit 6 Dosen sein. Rechnet euch aus, ob solch ein Vertreter genau wissen kann, was er sagt. Abgesehen davon: Es wird immer die Deutsche Wanderjugend (DWJ) geben, die sich dann zu Wort meldet. Wollt ihr das? Wollt ihr, dass die DWJ für alle spricht? Ich kann mir das nicht vorstellen.

Drittens: Pressearbeit einstellen, damit keine neuen Cacher mehr kommen ist so wirkungsvoll wie einen Dammbruch mit Fensterkitt abdichten zu wollen. Die Presse selbst produziert nämlich nicht annähernd so viele Geocacher wie die Geocacher selbst mit Ihren Erzählungen gegenüber den Bekannten und Freunden. Meistens läuft es doch so: Man erzählt dem Freund, was man tut, damit man nicht als armer Irrer dasteht, und dann “gelingt” in 50 Prozent der Fälle schon die Infektion. Dann noch ein bisschen Mathematik, und schon haben wir die Exponentialkurve als hässlich besungene Cacher-Schwemme.

Was also tun?

Wir können als Geocacher nicht bestimmen, ob über uns berichtet wird. Der Zug ist abgefahren, denn dass es uns gibt, ist kein Geheimnis mehr und es wird es auch nicht wieder werden. Sicherlich mag man räsonieren, ob es nicht besser gewesen wäre, von vornherein immer im Konspirativen gehandelt zu haben. Aber das haben wir nicht - und ich auch nicht.

Wir sind also bekannt in der großen Welt da draußen. Und unsere Interessen stehen bisweilen auch denen anderer Menschen im Weg. Es ist ihr gutes Recht, sich darüber zu beschweren und  zu versuchen, die öffentliche Meinung hinter sich zu bringen. Auch durch Medienarbeit.

Daher bleibt uns kaum eine Wahl, bei Buhlen um die Gunst der Öffentlichkeit mitzumachen. Auch wenn es manchmal in die Hose geht, so können wir doch durch eine sorgfältige Beteiligung an der Medienarbeit eine Lobbyarbeit von Jägern, Förstern etc. pp. gegen uns erschweren.

Als Medienmensch kann ich daher - auch aus vielen Erfahrungen in anderen Bereichen - nur empfehlen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn dann wird nur über den (sichtbaren) Arsch berichtet. In den man dann auch gern mal getreten wird, weil der Kopf die Gefahr nicht mehr wahrnehmen kann.

Damit ihr mich recht versteht: Wer sich in Medienhände begibt, muss die Tricks der Medienprofis kennen, hier und da auch klar “NEIN” sagen und es auch mal auf einen Abbruch eines Drehs etc. pp. ankommen lassen.

  • Wenn es um eine Suchbegleitung geht: Dann verlegt das Versteck dafür - dann sind auch Spoiler egal.
  • Überlegt, ob ein toller Cache womöglich von der Öffentlichkeit ganz anders interpretiert werden kann.
  • Quatscht nicht mit losem Mundwerk, sondern macht einen Plan von Dingen, die ihr auf jeden Fall sagen wollt.
  • Nicht jeder Cache ist mediengeeignet. Benutzt den Computer zwischen euren Ohren für die Auswahl.
  • Überlegt, ob das, was ihr sagt, auch falsch verstanden werden kann und fragt nach, was der Medienmensch verstanden hat. Dann könnt ihr ihn korrigieren.
  • Und will er partout in eine bestimmte ideologische Richtung, dann brecht die Sache ab.
  • Schärft dem Medienmenschen ein, dass bestimmte Dinge gibt, die nicht genannt werden dürfen. Das ist so wichtig wie der Informantenschutz seiner Zunft.
  • Seht nicht euch im Vordergrund, sondern die Wirkungen, die das Medienstück haben kann und wird: Wer im Flecktarn mit Vollausstattung zum Waldspaziergang (T2) erscheint, macht sich nicht nur selbst lächerlich, sondern auch die Geocacher an sich!

Und trotz aller Vorsicht wird es vorkommen (und leider zu oft!), dass man mit dem Ergebnis als Geocacher nicht glücklich ist. Bitte setzt euch dann auch die Muggel-Brille auf: Ist es wirklich so schlimm, wenn im Artikel TB und Coins verwechselt werden? Konkret zur dpa-Aktion: Es ist absolut absehbar gewesen, was dort passiert ist. Der Multiplikator (dpa) hatte seine Meinung schon, die ersten drucken’s nach. Die anderen sehen, dass es wohl ein Thema ist, das läuft. Sie springen auf den Zug auf. Und schon hypt das Ding. Analytisch betrachtet hat der dpa-Mensch hier Lobbys gesehen, die Naturschützer-Lobby und die Naturbenutzer-Lobby. Zynisch, aber wahr: Sich auf die Seite der Naturschützer zu schlagen bringt immer mehr Sympathien ein.

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Jul
29
2009
21

Was Flash-Mobs, Twitter und SBAs miteinander zu tun haben

Ich kann mir nicht helfen: Ich habe den Eindruck, dass die Angriffe auf das Hobby Geocaching immer massiver werden und das Dosensuchen bis zur Unkenntlichkeit deformieren. Das ist zwar allgemeines Lamento nach Art des “Früher-war-alles-besser” - in der Zeit, als die Satelliten noch aus Holz waren und mit einer Zwille in die Umlaufbahn geschossen wurden. Das ist aber jetzt nicht gemaint. Auch nigt, das es immä mär Locks und Keschs mid 0-Euro-Rächtschraibunk giebt.

Mir geht’s um die Verrottung des Geocachings von innen. Also: Was wir selbst tun, um uns den Spaß zu verderben. Dazu gehört für mich auch das Zulassen von miesen Caches. Die entspannte Sichtweise wäre: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. In Verbindung mit: Man muss ja nicht jeden Cache machen. Stimmt.

Aber nun muss man ja offenbar schon massiv auftreten, damit mal einer überhaupt ETWAS merkt. So wie beim GPS-Event, das mit Müh und Not nur dank 99 SBA-Logs durch eine weitgehend entschärfte Version ersetzt wurde. Hier haben das grüne Forum und Twitter eine wichtige Rolle gespielt, so dass diese flash-mob-artige SBA-Welle überhaupt in Gang kam.

Schon in den Logs dazu kam immer wieder auch die Frage auf, wie es denn passieren kann, dass ein Cache, der offensichtlich den Guidelines zuwiderläuft, trotzdem freigeschaltet werden kann, während bei anderen Caches offenbar nicht nur das Metermaß, sondern auch die Mikrometerschraube zur Abwehr eines Caches bemüht werden.

Und nun hat Stefan von den Cyberberrys auf einen krassen Fall aufmerksam gemacht: Einen Cache, der kreuz und quer durch ein (gar nicht so) schwedisches (sondern niederländisches) Möbelhaus führt. Mystphi fand sofort die Stelle der Guidelines, die genau solche Caches ablehnt (Hervorhebung durch mich):

Gewerbliche Caches

Gewerbliche Caches werden ohne vorherige Genehmigung durch Groundspeak nicht veröffentlicht. Als gewerblich gelten Geocache-Listings oder Geocaches, die bei Groundspeak, Groundspeaks Angestellten oder den ehrenamtlichen Reviewern den Eindruck erwecken, vor allem oder unter anderem eingereicht worden zu sein, um Kunden zu werben oder Gewinn zu erzielen. Ein Geocache gilt als gewerblich, wenn der Suchende ein Geschäft betreten, mit Angestellten interagieren und/oder ein Produkt oder eine Dienstleistung erwerben muss oder wenn das Cache-Listing Züge von Reklame, Marketing oder Werbung aufweist.

Bis jetzt hat der Cache GC1WBD9 3 SBA-Logs (eins von mir) und ein weiteres durch eine pflanzliche oder anorganische Spezies (vulgo: Sockenpuppe). Ich hoffe, dass hier reagiert wird, zumal der Ton (bislang) noch nicht persönlich und verletztend ist - was auch, bitteschön, so bleiben sollte. Hier kann man sich einfach auf die Sachebene zurückziehen, und es ist keine Frage, ob einem der Cache gefällt oder nicht.

Woran liegt es denn, dass es solche Aktionen geben muss? Vielleicht daran, dass die entsprechenden Einträge in den Rubriken “Caches, die falsch gelistet sind” im grünen und blauen Forum nicht mehr beachtet werden? Müssen wir wirklich zur Brechstange greifen und via Twitter oder Forum zu massenhaftem SBA aufrufen, weil ein zartes Klopfen gar nicht weiter beachtet wird?

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Written by ksmichel in: Sinn-Sachen-Suchen |
Jul
27
2009
1

Oldiephone kommt langsam

Erinnert ihr euch noch? Damals®, vor einigen Jahren, stellte Garmin das Nüviphone vor. Wenn es damals® auf den Markt gekommen wäre, dann hätte das iPhone vielleicht gar keine Schnitte gesehen. Aber leider wurde das Nüviphone zum längstangekündigten Handy überhaupt. Und nun, kaum anderthalb Jahre nach der Ankündigung erscheint es tatsächlich - in Taiwan “schon” am 27. Juli (2009, nur um das noch mal zu sagen!) in Malaysia und in Sing-a-pur Ende August.

Schade, dass es dann zwar immer noch ein interessantes Konzept ist, aber eben nichts mehr Besonderes: Navigation im Handy ist mittlerweile fix auch zum Nachrüsten erhältlich - und für einige Handys gibt auch schon länger Programme zum Geocachen.

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Written by ksmichel in: Garmin |
Jul
22
2009
19

Garmin zieht die Notbremse beim GPS-Festival

Ich habe in den letzten Tagen viel mit Garmin gesprochen, zunächst mit deren Agentur für Outdoor-Geräte, dann rief noch Tom Mühlmann (Manager Marketing Garmin Deutschland) an, und fragte, was ich denn vorschlagen würde. “Das Listing abräumen, alle Verweise auf kostenpflichtige Veranstaltungen entsorgen, stattdessen Service vor Ort bieten und den Cachern mal zuhören, wenn sie Dinge über ihre Geräte sagen. Entweder über das, was nicht funktioniert oder darüber, was sie sich wünschen.”

Ich kann aus den Telefonaten eigentlich nur den Eindruck wiedergeben, dass es Garmin leid tut, wie es gelaufen ist, und dass Garmin Deutschland unbedingt auch draus lernen will. Ich fürchte, der grundsätzliche Fehler lag schon darin begraben, dass sich Garmin entschied, eine Agentur, die sich mit Sportmarketing befasst, für die Organisation einer solchen Veranstaltung einzusetzen. Denn Geocacher sind keine Sportler. Nicht nur jedenfalls.

Sportfaktor plante das GPS-Festival dann auch nicht als Festival für eine irgendwie vernetzte Gruppe mit höchst heterogenen Einzelinteressen, sondern versuchte, den Geocachern eine Art kommerzielles Extremsport-Event unterzujubeln, mit angehängten Messen für alle, die daran verdienen wollen. Konnte nicht gut gehen, und der Unwille gegen eine solche Leistungsschau war nicht nur in meinem Blog früh ablesbar. Die Stimmung kippte vollends, als Kernbestandteile des Events plötzlich etwas kosten sollten. Nicht, dass Geocacher nichts zahlen würden, aber: So dreist abmelken mögen sich die meisten dann doch nicht. Das ist wie eine Einladung zum Kaffee, bei der man erst während der Anfahrt mitgeteilt bekommt, dass zwar der Zutritt nichts kostet, aber der Kaffee und Kuchen sehr wohl, und dass Sitzgelegenheiten zu mieten seien.

Nun war ich ganz erstaunt: Garmin hat vielen Cachern - nicht nur mir - zugehört, mit vielen geredet, und es war bestimmt ein langer Arbeitstag, als gegen 21.20 Uhr die Garmin-Mea-Culpa-Erklärung eintrudelte. Mit dem Abräumen des Listings zeigt sich nun: Garmin vollzieht die Notbremse, Sportfaktor hat wohl abgewirtschaftet, und die nun nur noch auf der gps-festival-Seite vorhandenen “teuren” Programmpunkte werden wohl zur Bedeutungslosigkeit degradiert sein.

Die Community hat gesiegt, nun sollte sie Großmut zeigen und Garmin eine - allerletzte - Chance geben.

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Jul
20
2009
1

Armes GPS-Festival

Oje, schon wieder kommunikationstechnisch alles verbastelt. JETZT bemerken einige Cacher, dass eine Teilnahme am GPS-Festival wohl den Gegenwert einer Cache-Woche irgendwo in Deutschland in einer netten Pension mit Halbpension verschlingen kann. Ein Bild zählt mehr als tausend Worte:

meet_me_irgendwoanders

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Written by ksmichel in: Allgemein |

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